Verdächtige Zurückhaltung wegen Mennoniten

Fuerte Olimpo: Zwei Wochen nach der Öffnung der Umschläge einer Ausschreibung für eine Reparatur von Verbindungsstrassen im Chaco ist das Ministerium für öffentliche Bauten immer noch nicht imstande den Gewinner zu benennen. Mennoniten hatten die günstigste Offerte.

Am vergangenen 20. Oktober endete eine Ausschreibung des Ministeriums für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC). Für den Arbeitsauftrag bewarben sich 8 Unternehmen. Die Firma Mawes S.A., repräsentiert vom Mennoniten Wesley Wiebe, hatte mit 3,41 Milliarden Guaranies das niedrigste Angebot für 25 km besonders schlechte Zufahrtswege rund um sie Stadt. Damit lag sie mit über 1 Milliarde unter dem billigsten Angebot und sollte somit als Gewinner bekanntgegeben werden.

Die anderen sieben Unternehmen, die allesamt die mennonitische Firma anzeigten, keine Erfahrung zu haben, fühlten sich sicher. Tatsächlich ist es aber die Firma Mawes S.A. die als einzige Erfahrung hat, wie im Chaco Strassen repariert und instand gehalten werden. Ob dies jedoch ein Garant dafür ist, dass sie auch gewinnen sei dahin gestellt.

Diese Zweifel haben auch die Bewohner der Zone. Sie gehen davon aus, dass eine andere Firma den Zuschlag bekommt, dann schlecht repariert und sich schnell wieder aus dem Staub macht. Während das Problem nicht gelöst ist, wandert der Großteil des Geldes in die Tasche der Bauherren. Der Firma Mawes S.A. bescheinigten die Bewohner jedoch Erfahrung und gute Ergebnisse in der Vergangenheit. Die Firma hat als einzige eine eigene Werkstatt in Toro Pampa, welche auf der Strecke liegt und nützlich für den Bau sein kann. Die Kommission für Wege im Chaco, welche durch viele Viehzüchter integriert wird, bat das MOPC darum die Entscheidung zu beschleunigen und Mawes S.A. zu verpflichten. Die Antwort des MOPC war, dass das Ergebnis kommende Woche bekanntgegeben werden soll. Sinnvoll wäre es wenn diese vor Ende November Anfang Dezember beginnen, wenn eine typische Regenzeit einsetzt.

Mennoniten bemerkten, dass kurz vor der Ausschreibung eine Klausel geändert wurde, sodass jeder Teilnehmer mehrere Jahre im Geschäft sein muss. Damit werden relativ junge Unternehmen ausgegrenzt und Mennoniten dauerhaft der Einstieg in diesen Bereich verweigert.

Die meisten Bewohner der Zone sind sich einig, dass die bisher durchgeführten Arbeiten allesamt untauglich und überteuert waren. Ein Wechsel wäre ein Versuch wert.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Verdächtige Zurückhaltung wegen Mennoniten

  1. In der Tat alles sehr dubios. Da es sich hier um ein kleines Projekt handelt, muesste man eigtl. recht schnell das Angebot auswerten und vergeben.
    Ich befuerchte, dass den Anwälten im MOPC verordnet wurde, Unstimmigkeiten im Angebot von Mawes zu suchen und zu disqualifizieren, damit eines dieser „Consorcios“ den Zuschlag erhält. Tatsache ist, das man mit den Consorcios am meisten Ärger hat. Da ist eine namhafte Firma mit einem Partner, und dieser Partner stellt extrem billige und ungelernte Arbeitskraft ein, die die Arbeit schlecht macht. Das Geld wandert hauptsächlich in die Taschen der Chefs.

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