Vergangenheit und Voraussage des Bitcoin

Asunción: Investoren, die Angst vor Inflation haben setzten auf Gold. Ist Bitcoin so etwas wie Gold, das man als Wertspeicher nützt, wenn man sich vor Inflation fürchtet?

Oder ist sie so etwas wie eine Aktie, zumal alles stark an Aktienhandel erinnert? Auf sozialen Medien wurde dieser Tage penibel registriert, dass Bitcoin beim Börsenwert Facebook überholt hat. Zeitweise waren nur Apple, Microsoft, Amazon, Google, Tesla wertvoller.

Wer im Dezember 2020 gedacht hatte, Bitcoin müsse beim Erreichen eines Allzeithochs von 20.000 US-Dollar bald korrigieren, muss sich noch gedulden. Mittlerweile kostet 56.045,60 US-Dollar. Inzwischen geben auch etablierte Banken Kursziele im sechsstelligen Bereich aus. JP Morgan rechnet mittelfristig sogar mit 146.000 US-Dollar, wie Bloomberg kürzlich berichtete.

Bei solch einem Preis würde die Marktkapitalisierung durch Bitcoins mit den privaten Goldanlagen in börsengehandelten Fonds, Barren und Münzen gleichziehen. Zuerst müsse sich aber die Volatilität von Bitcoin der von Gold annähern, was durchaus noch ein, zwei Jahre dauern kann.

Brancheninsider und Galaxy Digital-Geschäftsführer Mike Novogratz erklärte, „dass Bitcoin gezeigt hat, dass er als Wertaufbewahrungsmittel funktioniert. Immerhin sei BTC ursprünglich auch als Wertaufbewahrungsmittel konzipiert worden. Mein Gefühl sagt mir, dass wir bis Ende 2021 leicht 10 Prozent Wertzuwachs erreichen, was uns als0 an die 60.000 US-Dollar bringt. Mir ist schon klar, dass wenn wir 10 Prozent erreicht haben fragten sich viele warum nicht 20, 50 oder gar 100 Prozent. Rein rechnerisch wäre es durchaus möglich, dass 2024 – 2025 der Bitcoin 500.000 US-Dollar kosten könne. So eine Entwicklung passiert jedoch nicht automatisch und ist von vielen Faktoren abhängig“.

Wenn man nun bedenkt, dass man 2009 für 1 US-Dollar 13,2 Bitcoins bekommen hätte, kann man sich vorstellen mit wie wenig Einsatz man binnen 12 Jahren Multimillionäre und binnen 16 Jahren Milliardär hätte werden können. Mit 100 US-Dollar Einsatz im Jahr 2009 hätte man heute – ohne Zinsen – 73,92 Millionen US-Dollar.

Aber natürlich wird es weiterhin Zweifler geben, die auch schon bei Gold ein Ende der Fahnenstange sahen und immer wieder eines besseren belehrt wurde. Doch ähnlich wie beim Gold sind auch die Bitcoins nicht unendlich verfügbar. Die Anzahl der Bitcoin war bereits bei Einführung der Kryptowährung limitiert: maximal 21 Millionen. Ende Januar 2021 waren rund 18,62 Millionen Bitcoins im Umlauf. Dieser Fakt in Verbindung mit der Grafik zeigt, dass früher oder später der Preis dafür steigt.

Obwohl alle Währungen Volatilität haben und kaum mehr Zinsen abwerfen, bleiben kaum mehr Alternativen. Man kann weiterhin die Augen verschließen oder es in kleinen oder großen Stil probieren und verkaufen, wenn man denkt genügend Gewinn gemacht zu haben. Aber Vorsicht, der Kurs steigt nicht nur, auch Rückgänge müssen fairerweise gesagt, in Kauf genommen werden.

Wie bei Gold und anderen Edelmetallen, aber keinen echten inneren Wert unterscheidet sich der Bitcoin von Aktien, die in der Regel einen Zusammenhang mit den tatsächlichen oder potenziellen Gewinnen eines Unternehmens haben. Ohne eine Regierung oder zentrale Behörde an der Spitze, die das Angebot kontrolliert, ist “Wert” völlig offen für Interpretationen.

Um jedoch in das Geschäft, den Handel von Bitcoins je nach Kurs einsteigen zu können, bedarf es einer Anmeldung in einer Handelsplattform wie Bitcoin Evolution, wo sie mit wenigen Schritten ihre erstes Geld in Bitcoins investieren könnten. Damit wäre der Anfang getan.

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