Verhaftung im Fall der vermissten Deutschen

Die Polizei und Staatsanwaltschaft untersucht das seltsame Verschwinden der deutschen Staatsbürgerin aus San Bernardino, die seit 2. Dezember spurlos vom Erdboden verschluckt ist. Sie durchsuchten vergangene Woche das Haus einer Bekannten in Altos und stellten Beweise sicher.

Laut den Ermittlern wohnte Helga Steffi Koch allein in ihrem Haus, sie hatte jedoch öfters Besuch von einer Freundin, Andrea H., aus Altos. Erst neun Tage nach ihrem Verschwinden meldete sie das der Polizei. Die Tochter aus Deutschland beauftragte zwei Rechtsanwälte, Guillermo David Delgado und Siegfried Schulz, sie gab zu Protokoll, keine Kommunikation mit ihrer Mutter sei mehr möglich, nachdem das Handy ausgeschaltet wurde.

Die Ermittler durchsuchten zusammen mit den Anwälten und einem Freund das Haus der Vermissten und stellten fest, dass das Notebook und persönliche Dokumente fehlten. Sie belasteten die Staatsanwaltschaft, die Ermittlungen zu behindern, weil keine Forensiker vor Ort gewesen seien. Auf dem Anwesen wurden von der Staatsanwaltschaft verbrannte Dokumente, Handys und Computer sichergestellt, auch Reste von Kleidungsstücke seien gefunden worden.

Am Freitag vergangener Woche durchsuchte die Kriminalpolizei das Haus von Andrea H. in Altos, es wurden Laptops, Handys und Dokumente beschlagnahmt. Richterin Haydee Berlinda Pereira stellte einen Haftbefehl aus und sagte, es gäbe Anzeichen, dass Geld nach Spanien und Deutschland überwiesen wurde, sowie das Anwesen von Koch überschrieben werden sollte. Die Ermittlungen dauern aber noch an, es wurde um Amtshilfe in Europa ersucht, über den Verbleib der Vermissten sei noch nichts bekannt.

Quelle: ABC Color