Verkehrte Welt

Asunción/Santa Rita: Der Polizeikommissar Juan José Espínola, der im vergangenen Jahr einen Brasilianer wegen der Ausstellung eines Personalausweises um 500 US-Dollar erpresste, als er noch Chef der Identifizierungseinheit in Santa Rita war, erhielt als Dank für seinen moralischen Fehltritt eine noch besser vergütete Stelle als Chef der gleichen Einheit in Asunción. Von da aus versucht er anscheinend die Untersuchung auszubremsen, gab gestern Staatsanwältin Alba Delvalle bei einer Pressekonferenz bekannt.

Espínola, der damals 2.300.000 Guaranies einforderte um eine paraguayische Cedula für einen brasilianischen Einwohner zu beantragen wurde durch alternative Maßnahmen zum Gefängnis begünstigt. Im Oktober des Vorjahres wurde er wegen Bestechung und Erpressung angeklagt, was mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft werden kann.

Da die Staatsanwältin der Einheit zur Korruptionsbekämpfung die Versetzung aufdeckte bat sie die Polizeiführung ihn von seinem Posten zu entheben, da Personen die unter Verdacht stehen etwas illegales getan zu haben von ihrem öffentlichen Posten distanziert werden müssen. Des Weiteren bat sie den Richter von Santa Rita jetzt die Untersuchungshaft anzuordnen, da der Beschuldigte mutmaßlich Beweise für sein illegales Treiben von der Zentrale der Identifizierungseinheit in Asunción aus manipuliert.

Der Erpressungsversuch mit gefilmter Geldübergabe ist rechtlich einwandfrei und überführt zu 100 % den beschuldigten Polizeikommissar. Das Geld welches vor einem halben Jahr dank Erpressung den Besitzer wechselte wurde zuvor fotokopiert und danach wieder registriert.

Eine Entscheidung über den weiteren Verlauf der Strafsache ist noch nicht bekannt.

(Wochenblatt / Ministerio Publico)

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1 Kommentar zu “Verkehrte Welt

  1. Nun haut doch nicht immer auf die Polizei herum. Die hat es doch schon schwer genug mit ihren vielen Jobs, die sie erledigt. Da müssen Ausländer abgezockt werden, natürlich auch reichere (nicht offensichtlich ganz Reiche, weil die zu gute Beziehungen haben), da müssen Ganoven unterstützt, der EPP Hinweise gegeben, selbst Überfälle organisiert werden usw. Und dann muss man ja auch noch an den Ecken stehen und Terere trinken.
    Also bitte, eine positivere Berichterstattung über die treuen Hüter des Gesetzes wäre wirklich mehr als angebracht.

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