Vermisstes Kind tot in vermülltem Bach gefunden

Lambaré: Der Stadtteil Santo Domingo war gestern Abend Schauplatz einer Tragödie der ganz besonderen Art. Gegen 18.00 Uhr zeigten die Eltern des kleinen Elias Benicio (3) sein Verschwinden bei der nahe gelegenen Polizei an und suchten ihn wo es nur ging. Erst vier Stunden später fand man ihn zwischen Müllbergen in Arroyo Leandro Sosa. Familienangehörige suchten die Schuld für den Aufenthaltsort des Kindes bei der Stadt, da Santo Domingo der einzige Ortsteil wäre, der keinen zentralen Platz hätte, wo man sich treffen kann um zu spielen.

Kommissar Miguel Vázquez, der Polizeichef der Zone, erklärte jedoch, dass die Eltern ihr Kind in einer sehr gefährlichen Zone allein gelassen hätten. Auf dem Rückweg von einem Volleyball-Spielfeld zum Elternhaus stürzte er mutmaßlich in den kontaminierten Bach, der mehr Müll als Wasser führt. Nichtsdestotrotz erkannte die Gerichtsmedizinerin bei dem Dreijährigen Tod durch Ertrinken. Staatsanwalt Blas González untersucht den Unfall weiter.

(Wochenblatt / Hoy)

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8 Kommentare zu “Vermisstes Kind tot in vermülltem Bach gefunden

  1. Einfach nur traurig sowas.
    Wenn man dann aber liest, dass die Eltern der Stadt die ganze Schuld geben, dann kann man eigentlich nur noch wütend werden. Vermutlich hoffen die Eltern, noch ein paar Millionen als Schmerzensgeld herauszuschlagen.
    Diese Dreckecken überall sind eine Schande und die Städte und Gemeinden müssten etwas tun. Aber die Leute, die dort leben, haben die eigentliche Schuld. Sie verursachen den Müll und haben kein Sauberkeitsbewußtsein. Sicher hinterher aufregen ist einfach.

  2. Da stelle auch ich mir die Frage: Wo zum Teu… waren die Eltern, als das arme Kind in den Bach gefallen ist????
    Einen Dreijährigen lässt man doch nicht allein auf der Strasse herumlaufen – es sei denn, man will ihn unbedingt loswerden.
    Schnell einen anderen Schuldigen zu suchen, scheint hier üblich zu sein. Mal ist es der Wind, der eine geschlossene Fensterscheibe eingeschlagen hat, mal ist es der Pekinese, der eine große Bodenvase umgeworfen hat, dieses Mal ist es gleich die Stadt………

  3. Schuld an dem Tod haben in erster Linie die Eltern, ohne Frage, aber auch die Bewohner des Ortes, die das Fließ als Müllhalde benützen, sollten sich schämen. Leider ist es so, die meisten Paraguayos haben kein Umweltbewusstsein, so ist es in den Gemeinden und in den Städten.

  4. tut mir leid für den kleinen Elias, der sein Leben noch vor sich gehabt hätte….

    in erster Linie sind für mich die Eltern schuld, ein kleines Kind mit 3 Jahren kann man nicht unbeaufsichtigt lassen….

    erst dann kommen die Schuldigen, die verantwortlich für den Dreck sind – schade, dass sich hier nichts ändert :-((

  5. Da haben wohl die Eltern des armen Würmchen massivst ihre Sorgfaltspflicht verletzt.Nun den Mund aufreissen scheint mir doch sehr weit hergeholt, ein Kind zu verlieren schmerzt ungemein und so nehme ich zu Gunsten der Eltern an das sie aus Ohnmächtigen Zorn sprachen ohne zu überlegen.

  6. Mein Beileid der Familie.

    Könnte es nicht sein das dieses arme Kind das Wasser aufgrund des ganzen Mülls einfach nicht erkennen konnte?

    Wohin auch mit dem Müll, wenn es zwar keine Müllentsorgung gibt, dafür aber immer mehr Supermärkte mit in Plastik verpackter Nahrung?

  7. Ich moechte die Eltern nicht von Schuld frei sprechen.
    Aber hier hat auch die Stadtverwaltung schuld.
    Wer laenger in Paraguay lebt, dem ist bekannt, wenn es regnet, das die Strassen wie ein Wildbach ist.

    So wurden nicht nur Menschen auch Autos in die Tiefe gerissen. Dann hat man endlich,etwas unternommen . Und hat da ein kleines Gitter hin gesetzt. So wird das Auto nur eine Beule bekommen.

    So was sollte auch als Kinderschutz errichtet werden.
    Das ist ja nicht das einzige kleine Wesen, das so sterben muss.

  8. Von der Tragik des Ereignisses einmal abgesehen, scheint es müssig, anhand der wenigen Informationen gleich Schuldzuweisungen zu verteilen.
    Natürlich kann man sich Gedanken darüber machen, warum die Eltern, die gewiss den Zustand der näheren Umgebung ihres Hauses kannten, ihrem Kleinkind unbeaufsichtigten Ausgang „genehmigt“ haben.

    Dass man in Müll ertrinken kann, wird zwar immer wieder gerne behauptet, ist meines Wissens aber noch nicht wirklich vorgekommen – in einem Bach o.ä. auch ohne Müll ist das sehr gut möglich, besonders wenn ein Dreijähriger hineinfällt.

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