Encarnación: Die Rallye Paraguay erwachte an diesem Samstag unter dem Eindruck eines heftigen Unwetters, das die Ruhe in Encarnación und Cambyretá störte. Während die Aufmerksamkeit eigentlich dem wichtigsten Motorsport-Ereignis des Jahres galt, brach ein Sturm mit starken Windböen und Hagel über den Süden des Landes herein. Er hinterließ Sachschäden und große Sorge bei Veranstaltern, Teams und Zuschauern.
Die Wucht des Phänomens war besonders im Bereich der Uferpromenade von Encarnación zu spüren, wo mehrere Strukturen des Events aufgebaut sind. Die Sturmböen beschädigten Zelte, Beschilderungen und leichte Aufbauten im Service-Park sowie in der Fan-Zone – Bereiche, in denen sich derzeit tausende einheimische und ausländische Besucher drängen.
Neben den Schäden an der Infrastruktur wurden umgestürzte Bäume und Schäden an Wohnhäusern in verschiedenen Abschnitten von Encarnación und Cambyretá gemeldet. In den sozialen Netzwerken verbreitete Bilder zeigten Hagelkörner, die Höfe und Straßen bedeckten, während Anwohner von Momenten der Unsicherheit angesichts der Intensität des Sturms berichteten.
Das Unwetter kam zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für den Wettbewerb. Bereits vor dem Start der Rallye Paraguay warnten Wetterprognosen vor möglichen Regenfällen und Gewittern am Wochenende – eine Bedingung, die den Zustand der für die Weltmeisterschaft typischen roten Pisten stark verändern könnte.
Das Wetter war keineswegs ein Nebenschauplatz, sondern besorgte Fahrer und Teams schon im Vorfeld. Experten weisen darauf hin, dass Niederschläge die Rennbedingungen radikal verändern, die Belastung der Fahrzeuge erhöhen und das Unfallrisiko auf Strecken steigern können, die ohnehin zu den anspruchsvollsten im Kalender zählen.
Der nationale Wetterdienst hält im Tagesverlauf Warnungen für den Süden der Region Oriental aufrecht, da weiterhin Gewitterzellen mit der Gefahr von Starkregen, Blitzeinschlägen, schweren Böen und Hagel drohten. Die Bedingungen zwangen die Organisation und die örtlichen Behörden zu einer ständigen Überwachung der Lage.
Was ein Tag werden sollte, der ausschließlich vom Tempo beherrscht wird, endete mit einem unerwarteten Protagonisten: Noch vor den Motoren war es das Dröhnen des Sturms, das sich in der Region Itapúa Gehör verschaffte. Und obwohl die Rallye Paraguay weitergeht, hat das Unwetter klar gemacht, dass sich Fahrer und Teams neben den Herausforderungen der Strecke auch mit einer Natur messen müssen, die beschlossen hat, mitzufahren.
Wochenblatt / El Nacional















