Viehdiebstahl ohne Folgen

Paso Yobai: Rinder gehören zum täglichen Erscheinungsbild in Paraguay. In letzter Zeit treten wieder vermehrt Viehdiebstähle auf. Die Aufklärungsquote ist niedrig, meistens geschehen die Vorfälle bei Nacht, die Weiden werden nicht bewacht und sind abseits gelegen. Werden jedoch die Diebe gefangen erwartet sie, in der Regel, eine Gefängnisstrafe. In einem spektakulären Fall ist dies jedoch nicht geschehen, da Gesetze anscheinend flexibel anwendbar sind.

Drei Personen wurden verhaftet als sie bei einem Viehdiebstahl ertappt wurden. Das Tier sollte auf einem Geländewagen abtransportiert werden. Der Leiter der örtlichen Polizeidienststelle erklärte gegenüber der Presse, das Ergebnis dieses Erfolges sei nur möglich gewesen durch eine lange und intensive Überwachung der Diebe. Als sie mit dem Rind flüchten wollten wurden drei Verbrecher auf frischer Tat festgenommen, ein Vierter konnte etwas später identifiziert werden und kam ebenfalls in Arrest.

Sie wurden dann der Staatsanwaltschaft in Villarrica überstellt. Zwei Tage danach entließ sie ein Richter wieder aus der Untersuchungshaft. Er gewährte eine alternative Maßnahme zur Freiheitsstrafe. Sie befinden sich im Moment alle auf freiem Fuß.

Der Anwalt des geschädigten Besitzers, Carlos Figueredo, sagte „es kann nicht sein, dass überführte Diebe so schnell freigelassen werden. Dieser Vorfall verunsichere alle Landwirte in der Region mit Viehbesitz.“ In dieser Zone sind solche Ereignisse schon oft passiert.

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10 Kommentare zu “Viehdiebstahl ohne Folgen

      1. Dazu kommt, das der Richter auf eine gewisse Höhe (Geldmenge) der Beteiligung pocht. Die Diebe müssen also mehr illegal schlachten um die Herren und Damen in Robe zu befriedigen.
        Dazu kommt, fast alles Fleisch wird exportiert und der hiesige Markt muss mit Engpässen und höheren Preisen fertigwerden.

        A pro pos, die Diebe haben da rund 250 KG verwertbares Fleisch auf der Camioneta, das sind also rund 4.000.000 GS !

        Viel Geld für jemanden der der Banco nacional de Fomenta Erntevorschuss/Geld schuldet und es nicht mit 45.000 GS /Tonne Zuckerrohr aus ehrlicher Arbeit bezahlen kann, weil die Zuckerrohrindustrie ohne Kapazitäten (Durchsatz und Gehirn) ist.

        1. Ich muss das vervollständigen:
          37-45.000 für den Zuckerrohrschläger, je nach System. Carga winchi ode auf Camion.
          50.000 im Schnitt für Trnsport von rund 25 Km.
          Der Rest von den 130-160.000 GS den die Firma zahlt bekommt der Besitzer.
          Alle Preise für die geladene Tonne.
          Ein Hektar schaft zwischen 60 und 100 Tonnen je nach Düngung, Pflege und Sorte. Die Arbeiten kosten:
          7.000 Pro Linie für Unkraut mit Trktor wegpflügen,
          5.000 pro Linie für das totspritzen,
          6.000 pro Linie für weghcken des Unkrauts.
          Ein Hektar hat 100 meter mal 69 Linien, normal auf die Traktor/Pflugbreite eingestellt.

    1. Die Alternative ist meist Fußfessel/Hausarrest.

      Die Gefängnisse in Paraguay sind total überbelegt, da bleibt kein Platz für solche „kleinen Fische“.
      Paraguay hat eine viel höhere Kriminalität als etwa Deutschland, Österreich, Schweiz oder sonstwer in Europa. Vielleicht kommt Bulgarien knapp ran, aber nur vielleicht.

      Dafür versprechen findige Immohaie aber auch 366 Sonnentage im Jahr!

      1. ich kenn im Norden ein paar estancias wo definitiv zuerst geschossen wird und dann gefragt falls es eine unbekannte, nicht eingeladene Person wagt einfach den Besitz zu betreten – egal ob bei Tag oder Nacht. Dort arbeiten regelrecht Revolverhelden die in Gruppen Tag u. Nacht nichts anderes tun als den Besitz abzureiten und auf eventuelle Eindringle kontrollieren – da will nicht mal die EPP hin zum klauen!

  1. Da kann man sich ja schon ausmalen was da raus kommt der macht es wieder aber mich würde ja nur interessieren was in so einen Richter vorgeht ?Wenn man mich fragt gehören solche Richter weg vom Dienst denn das ist Beihilfe egal was der macht wird er freigelassen darum gibt es so viele Überfälle und Raube .

  2. Diese Viehdiebe hatten richtig Glück. In unserer Gemeinde gab es auch Viehdiebe. Die Polizei hat nichts gemacht.
    Also haben sich die Nachbarn zusammen getan und Nachts Wache gehalten. Denn es war jeder betroffen.
    Nach einigen Tagen wurde gesagt, dass das Thema erledigt sei und alles wieder ruhig ist.
    Auf Nachfrage kam dann heraus, dass sie die beiden Viehdiebe Nachts auf frischer Tat ertappt hatten.
    Was sie mit denen angestellt haben, ist bis heute nicht geklärt.
    Der Polizei wurden die Viehdiebe definitv nicht übergeben.

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