Vier Polizisten wegen Drogenplatzierung bei Unschuldiger verurteilt

Asunción: Am 11. Oktober 2016 platzierten drei männliche Polizisten bei einer jungen Frau 315 g Kokain im Auto um sie zu erpressen. Sie zückte das Telefon und zeigte alles an. Der Bumerang traf die Uninformierten selbst. Jetzt wurden sie zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Staatsanwalt Ysaac Ferreira schaffte es, dass die Hauptakteure Gustavo Narváez, Arnaldo Lezcano und Roberto Lezcano Martínez zu jeweils 15 Jahren Haft verurteilt wurden während ihr Chef und Leiter des Kommissariats N° 11, Sergio Paredes, vier Jahre Haft erhielt.

Das Opfer, Tanya Villalba, die einen Schuhladen hat und die Tochter eines Ex-Bürgermeisters von San Lorenzo ist, zückte während der Kontrolle die Kamera und nahm alles auf. Eine Polizistin, die quasi zum ersten Mal bei einem Einsatz dabei war, wurde während der Voruntersuchungen freigesprochen.

Bei dem damaligen Prozedere rief Villalba den Notruf an, Medienvertreter und alle, die ihr hätten helfen können. Sie wurde auf die Wache gebracht, wo der Vorgesetzte der Polizisten sie erpresste und meinte, wenn sie kein Geld bezahle, leitet er die Akte an die Staatsanwaltschaft für Drogendelikte weiter. Da die nicht zahlte kam es soweit. Die Medien halfen Tanya Villalba damals enorm. Hier noch einmal eine Zusammenfassung aus dem vergangene Jahr, wo juristische Schritte gegen die Polizisten schon am Laufen waren.

Wochenblatt / Abc Color / C9N

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12 Kommentare zu “Vier Polizisten wegen Drogenplatzierung bei Unschuldiger verurteilt

  1. Dann werden sie wohl in vier Monaten wo arbeiten? Sie nicht wissen. Doch, Sie wissen. Ich Ihnen schreiben trotzdem. Am gleichen Arbeitsplatz, im gleichen Beruf.

      1. Tja, @Neuer, bist wohl noch neu im Lande welches ein wenig weniger korrupt ist als Gurkina Faso, Kongo, Äquatorialguinea, Südsudan, Somalia, gemäß Statistik, die nicht von mir stammt. Ja, ich kann lesen. Noch ein paar Jährchen im Müllhaldenabfackel-Länd und du wirst verstehen. Vielleicht solltes dich nicht in deinem Deutsch-Ghetto verstecken sondern auch mal mit den Eingeborenen reden. Und die werden es wissen. Mir hat ein „Mörder“ erzählt, dass er bzw. seine Familie 60 Millionen GS. aufwenden musste, um wieder raus zu kommen. Er hat mir die Wunde gezeigt, die ihm das Opfer mit einem Messer zugefügt haben soll, bevor er die Waffe gezogen und abgedrückt hat. Ob die Geschichte stimmt, kann ich nicht beurteilen, war ja nicht dabei. Aber nach ein paar Jahren Zombie-Im-Kaufhaus-Länd sollte auch dir die Augen etwas geöffnet werden. Glücklicher weise ist ja erst dann mit deinem nächsten Kommentar-Reply-Brünzli zu rechnen. Verbleibst zwischenzeitlich deinen PY-Rosa-Brilly-Willi zu putzen.

  2. Kuno Gansz von Otzberg

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    Da hat die Polizeitruppe wohl etwas zu viel Navy CIS: L.A. (2009) oder Miami Vice geschaut. Bei Hollywood jubeln die Polypen aber dem Boesen die Drogen nur aus noblen Gruenden unter, wenn man z.B. genau weiss dass der Typ dahinter steckt aber nicht genuegend Beweise hat.
    Das Erpressungsgeschaeft scheint ja bei der Polizeitruppe in letzter Zeit der Renner zu sein.
    Zitat: „Das Opfer, Tanya Villalba, die einen Schuhladen hat und die Tochter eines Ex-Bürgermeisters von San Lorenzo ist,“.
    Na welch ein Zufall. Sie wollten wohl dass die buergermeisterliche Schnecke die Beine breit macht oder die Polypen hatten ne offene Rechnung mit dem Alten, und so versuchte man das ausstehende zu kassieren. Das hat politischen Hintergrund.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

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    „Papito“ kam auch als die Polizei dieser Eigentuemerin des Luxusschuhladens (gelegen in der teureren Zone von Gran Asuncion) die Drogen unterjubelten. Offene Rechnungen mit politischem Hintergrund?!

  4. Ist einem Kollegen von mir auch pasiert, nur brummte der Monatelang und wurde dabei von seinen „Anwälten“ Naggig gemacht, später dann als gebrochener Mann zurück nach D. Traum geplatzt, nur weil 2 korrupte Bullen nie rotierten.

    1. Vielleicht wäre es eine gute Idee, daß Zugewanderte sich in einem Forum zu Wort melden und ihre Erlebnisse aus der Vergangenheit und natürlich auch in der Gegenwart zusammen tragen und für die Öffentlichkeit freistellen. Natürlich nur, wenn diese nachweisbar oder mittels Zeugen bestätigt werden können. Danach dürfen unsere Paraguay-Versteher dazu gerne Stellung nehmen und ggf. ins „richtige Licht“ rücken, denn wir wollen ja niemand zu Unrecht beschuldigen oder Märchen erzählen.

      1. Ich-Paraguay-Versteher-in: Zwei Freunde unweit von Villarrica kauften sich ein Grundstück. Sie bauten und bauten. Es sollte eine kleine Ferienanlage werden mit kleinen Hütten und so weiter. Nun kommt es wie es immer kommt, MANN streitet sich! Eines Morgens versteckte einer ein paar Tütchen in seines Freundes Auto. Nicht weit entfernt einer kleinen Polizei Station. Ein paar Scheinchen wechselten den Besitzer und als der Ahnungslose davon fuhr wurde er von Zwei Ordnungshüter angehalten und man fand ein paar Tütchen. Glück für den einen, Pech für den anderen. Wer versteht schon die Europäer, da haut doch einer den anderen in die Pfanne. Und der Paraguay-Versteher wundert sich! Übrigens, der zu unrecht Beschuldigte ist nach einiger Zeit entlassen worden! Es gibt doch Paraguay-Versteher welche Unschuldigen helfen.

  5. Das Opfer ist hier der falsche Ausdruck. Die hat in jedem Fall gewisse Beziehungen sodass sie sich hier helfen konnte. Ansonsten wissen wir wie es ausgegangen wäre. Genau das ist ja das Problem mit der Justiz.

  6. Kuno Gansz von Otzberg

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    @Simplicus
    Im Prinzip glaube ich jedem der hier seine Erfahrungen preisgibt. Das Wochenblatt ist solch ein Forum, u.a. Beweise gibt es kaum, das wissen sie auch und wenn sie ihren Namen publizieren ergeht es ihnen schnell wie der Fuzellier. Sie haben bis ans Lebensende Leumundsklagen am Hals ueber die sich nur die Anwaelte freuen. „Naggig“ mache‘ is die Raison d’Etre des lokalen Anwalts – wenn sie nicht gerade gemeinsame Sache machen und beide Seiten vertreten so ist ihr Geld das eigentliche Ziel.
    Auch unter den Mennoniten haben Anwaelte versucht missstaende zu korrigieren, siehe Fall Waisenamt, und landeten selber mit ner Ehescheidung und in der Klappsmuehle. Weder diese sogenannten „Christen“ noch die aergsten Heiden im Land scheren sich einen Dreck um Gerechtigkeit, mit zerstoererischen sozialen Konsequenzen fuer die eigene Person und Volksgruppe.
    Ungerechtigkeit, spezifisch Gesetzlosigkeit, wird in der Bibel als Ursache des Abfalls vom Christentum (Glauben) identifiziert – zu spaet kommt diese Erkenntnis wohl fuer die Mennoniten. Anwaelte die ehrlich sind werden in Paraguay, auch unter den Mennoniten, nur systematisch kaltgestellt. Als Folge verschwindet immer mehr das Christentum und sportliche Aktivitaeten nehmen zu.

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