Vom Atlantik zum Pazifik

Lima: Am vergangenen Mittwoch schon trafen Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba auf Regierungsvertreter von Bolivien, Peru, Paraguay und Uruguay in der peruanischen Hauptstadt um über das Jahrhundertprojekt Ozeanexpress zu sprechen.

Das Projekt was derzeit konkrete Formen annimmt, soll aus Deutschland und der Schweiz finanziert werden. Geplant ist eine 3750 km lange Strecke vom brasilianischen Hafen in Santos über Bolivien bis zum peruanischen Ilo, um Güter schneller Richtung Europa und Asien zu transportieren. Die Kosten werden auf rund 10 bis 14 Milliarden Dollar geschätzt. Boliviens Präsident Evo Morales nennt das Projekt den Panamakanal des 21. Jahrhunderts.

Als Alternative könnte die paraguayische Anbindung vom bolivianischen Roboré bis nach Carmelo Peralta verlaufen. Wenn dies nicht umgesetzt werden sollte wird es zumindest eine fluviale oder terrestrische Anbindung nach Paraguay geben. Der paraguayische Vizeminister für Verkehr, Agustín Encina, nahm für Paraguay an dem Treffen teil.

Wegen Streitigkeiten über freien Verkehr von Waren zwischen Bolivien und Chile ist es noch fraglich, ob sich der „Tren Bioceánico“ verwirklichen lässt. Schon vor einem Jahr wurde vorgeschlagen, dass Deutschland und die Schweiz gemeinsam ein Projekt präsentieren, was Dank dualer Ausbildung nicht nur den Bau der Trasse sondern auch die Instandhaltung garantiert. So sollen 6000 bis 8000 Arbeitsplätze entstehen.

Parallel dazu gibt es ein ähnliches Projekt, welches China vorantreibt. Bei der Streckenführung bleibt jedoch Bolivien unangetastet.

Wochenblatt / N-TV / Hoy

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3 Kommentare zu “Vom Atlantik zum Pazifik

  1. Paraguay dürfte da wohl eher ein Randschauplatz sein….also mangels Infrastruktur/ Rechtssicherheit wohl nada de nada…

  2. Die Schweizerische Gesellschaft war schon VOR den letzten Wahlen ins Siel gebracht worden….. damals hat sich herausgestellt das diese Schweizer Investoren nur eine Briefkasten Firma waren ohne jede AKTIVITAETEN gemaess Handelsregisterauszug der Schweiz

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