Vom Drogenbaron zum Medienliebling

Jarvis Chimenes Pavâo genießt seine neue Rolle als Wohntäter der Nation. Die Welle der Nachfragen für Exklusivinterviews reisst nicht ab. Was jedoch ist davon wahr, und, gibt es Parallelen zu einem kolumbianischen Vorbild?

Telefurto, RPC und Abc Color haben seit der Verlegung aus der VIP Luxuszelle im Gefängnis Tacumbú Exklusivinterviews erhalten. Diese, über mehrere Tage auf der Titelseite oder zur besten Sendezeit ausgestrahlt, geben die Antworten Pavâo’s wieder, die die Bevölkerung glauben soll, die Antworten, die helfen sollen eine Auslieferung nach Brasilien zu verhindern, wo weitere 18 Jahre Haft auf ihn warten.

Er gab zu verstehen, dass ihn der damalige Vizeminister der Justiz und heute Justizminister Ever Martinez in seiner Zelle zwei Mal besucht hat. Diesen Fakt hat seine Anwältin Laura Casuso jedoch dementiert, wenn auch leise und spät, so dass seine Aussage den Lesern oder Zuschauern eher im Gedächtnis bleiben. Schlussendlich entscheidet jedoch nicht die Bevölkerung über die Auslieferung im kommenden Jahr sondern ein Richtertrio.

Durch seine Wohltätigkeit hinter Gittern und der Aussage, er hätte einen Großteil des Lösegeld für die Freilassung von Arlan Fick bezahlt, machten andere Journalisten schon Witze ihn als Bildungsminister einzustellen damit alle Schulen repariert werden – mit nachfolgender Auslieferung ins Nachbarland Brasilien.

Natürlich hat der die gleichen Rechte seine Meinung kund zu tun wie andere Menschen. Die Frage ist nur wem man eher glaubt. Letztendlich nutzt er die Medien genauso, wie einst Pablo Escobar, als sein Ansehen vom Wohltäter für Arme gelitten hatte und er als Staatsfeind deklariert wurde.

Quelle: Hoy / Abc Color /

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