Senator bezeichnet Erhöhung des Mindestlohns um 61.000 Gs. als „Hohn“

Asunción: Der Senator Salyn Buzarquis löste nach dem jüngsten Vorschlag der Regierung zur Anpassung des Mindestlohns eine Debatte in den sozialen Netzwerken aus. Mit einem Foto, auf dem er Grundkosten auf einer Tafel analysiert, bezeichnete der Gesetzgeber die Maßnahme als einen „Hohn“ gegenüber der Arbeiterklasse.

Laut der Analyse des Parlamentariers ist die von der Regierung Santiago Peñas vorgeschlagene Erhöhung von rund 61.000 Gs. angesichts der Inflation im Land unzureichend.

Buzarquis verdeutlichte diese Diskrepanz am Preis für ein Grundnahrungsmittel:

„Mit den 61.000 Gs., um die die Regierung den Mindestlohn anheben will, kann man nicht einmal ein Kilo Fleisch im Monat kaufen. Der Durchschnittspreis für mageres Rindfleisch liegt bei 67.000 Gs.“, stellte er in seinem Beitrag fest.

Der Gesetzgeber hinterfragte nicht nur die Zahlen, sondern wandte sich auch direkt an den Präsidenten der Republik mit der Frage: „Wo ist Ihr gesunder Menschenverstand, Santiago Peña?“.

Auf seiner Tafel legte Buzarquis zudem Berechnungen dar, die nahelegen, dass die tatsächlichen Lebenshaltungskosten – selbst bei alleiniger Betrachtung der Ernährung – das aktuelle Grundeinkommen paraguayischer Arbeiter bei weitem übersteigen.

Dieser Protest reiht sich in die zahlreichen Stimmen von Gewerkschaften und sozialen Sektoren ein, die eine Anpassung fordern, die den tatsächlichen Kosten des familiären Warenkorbs entspricht.

Wochenblatt / El Nacional

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3 Kommentare zu “Senator bezeichnet Erhöhung des Mindestlohns um 61.000 Gs. als „Hohn“

  1. Lohnerhöhungen für alle führen in einem Schuldgeld System mit prozentualen Steuern immer zu leereren Einkaufswagen für alle, insbesondere die Mindestlohnempfänger. Gewinner ist nur der Staat , dessen Steuern steigen und dessen Schulden gleichzeitig ohne Tilgung wertloser werden.

  2. Die Arbeiterklasse muss ja auch kein Fleisch kaufen können. Chinesische Mönche schaffen Glanzleistungen mit nur einer Schale Reis pro Tag. Da hat es alles drin was ein Teig zum Kneten täglich braucht: Ballaststoffe und Vitaminchen.
    Noch eine Decke um bequem zu übernachten und fertisch.
    Arbeiterklasse kann ja froh sein um die altruistischen Damen und Herren aus Wirtschaft und Politik, die ihnen ihr täglich Reis und Decke geben – während sie auf hoher See ihre dutzende Millionen USD schwere Jacht gassi fahren.
    Da Teigchen ja nicht mit „Reis und Decke allein“ zufrieden ist, sondern auch noch ein Daddelphone und ne Kredikarte her muss wird der Kreislauf auch geschlossen bleiben.

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  3. Land Of Confusion

    Wann begreifen endlich die Leute, die eine Erhöhung des Mindestlohns fordern, dass sie am Ende doch nicht mehr im Einkaufswagen liegen haben, weil sofort die Preise überall anziehen – weil die Lebensmittelhändler auch ihren „Lohn“ gleich mit erhöhen.
    Und mich macht nach wie vor – seit 10 Jahren – wütend, wieviel Tonnen von Lebensmittel weggeschmissen werden, weil deren hohen Preis zu Recht keiner zahlen will bzw. nur sehr vorsichtig zugegriffen wird.

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