Asunción: Experten warnen vor einem immer früheren Einstieg in den Drogenkonsum und fordern verstärkte Prävention sowie bessere Betreuung.
Fachleute aus dem Bereich der psychischen Gesundheit schlagen Alarm wegen des zunehmenden Drogenkonsums unter Jugendlichen in Paraguay. Besonders besorgniserregend sei dabei das sinkende Einstiegsalter.
Der Psychiater Manuel Fresco wies darauf hin, dass der Erstkontakt mit Substanzen nicht mehr nur auf die späte Adoleszenz beschränkt ist, sondern bereits im Grundschulalter beginnt. Er erklärte, dass diese Situation das Risiko für Abhängigkeiten und damit verbundene psychische Störungen massiv erhöht. Zudem habe die Entwicklung gravierende Auswirkungen auf die schulische Leistung und das soziale Miteinander.
Ursachen und Hintergrund
Laut den Spezialisten ist dieses Phänomen mit verschiedenen Faktoren verknüpft, darunter sozialer Druck, der relativ einfache Zugang zu Drogen sowie mangelnde Unterstützung in bestimmten sozialen Umfeldern. Diese Bedingungen begünstigten das frühe Experimentieren und die schrittweise Festigung als Gewohnheit.
Nationale Berichte warnten bereits zuvor vor dieser Problematik, die sich durch alle sozialen Schichten zieht. Gleichzeitig verzeichnen die Beratungsstellen eine steigende Nachfrage, was die Ausbreitung des Konsums unter der jungen Bevölkerung widerspiegelt.
Prävention als Schlüssel
Angesichts dieses Szenarios forderte Fresco eine Verstärkung von Aufklärungskampagnen, Präventionsprogrammen und Anlaufstellen für Jugendliche. Er betonte zudem die Schlüsselrolle der Familie und der Bildungseinrichtungen bei der Früherkennung von Warnsignalen.
Der Experte hob hervor, dass ein rechtzeitiges Eingreifen die Entwicklung hin zu schwereren Krankheitsbildern verhindern kann, und unterstrich die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes zur Bewältigung dieser Problematik.
Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv















