Von vielen Faktoren abhängig

Asunción: Wer der nächste Präsident werden soll bzw. kann, hängt davon ab, ob die Verfassungsänderung kommt. Die Umfrage von CIES und Última Hora zeigt jedoch die Präferenzen ohne politischen Druck auf.

Ja sicher, Umfragen sind in sofern nicht ernst zu nehmen, da am Wahltag Geld und das Transportmittel üblicherweise entscheiden, wer gewinnen soll. Aber ganz ohne diese Einwirkungenen haben die Skandale der Vergangenheit des Ex Präsidenten Lugo kaum Bestand. Im Gegenteil. Wenn die Wiederwahl zugelassen würde, hätte Fernando Lugo mit 45% die Nase vorn und viele der ehemaligen Cartes Wähler würden zu Lugo schwenken. Aber auch der Bürgermeister von Asuncion, Mario Ferreiro, steht in der Gunst der Wähler weit oben und übertrifft mit Längen den aktuellen Staatschef.

Dieser wiederum, bestimmt erzürnt von der Umfrage, ließ medienwirksam, unter anderem Dank der eigenen Medien, die Errungenschaften der Regierung veröffentlichen. Wohnungsbauprojekte, zwei neue Küstenstraßen und diverse soziale Investitionen, die es in der Vergangenheit tatsächlich nicht in dem Umfang gegeben hat. Grund dafür ist natürlich auch die steigende Verschuldung, bei der sich die Frente Guasu und die liberale Partei mehr als einig sind. Obwohl die Frente Guasu mit Cartes ein Wiederwahlprojekt ausarbeitete, welches bald eingereicht werden soll, sind sie vehement gegen die Ausgabe weiterer Staatsanleihen.

Im Falle die Verfassungsänderung kommt ins Stocken, müsste die Opposition sich wie 2008 einigen, um gegen die große Anzahl der Colorado Wähler eine Chance zu haben. Dies hängt auch davon ab, wer bei den Colorados ins Rennen geschickt wird. Sollte die Verfassungsänderung doch durch den Senat gepeitscht werden, und die Bevölkerung entscheidet trotz klarer Umfragen dafür ist davon auszugehen, dass auch Cartes trotz Präferenz von Lugo die Wahl gewinnt.

Wochenblatt / Última Hora

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