Vorsicht vor den Scheibenputzern

Asunción: Obwohl es städtische Anordnungen gibt, die das aufdringliche Scheibenputzen bei Fahrzeugen untersagt, kontrolliert niemand deren Umsetzung. Dass Einige zu weit gehen und selbst das Auto verlassen ist teilweise nachvollziehbar.

Ein Mann, der letzte Nacht aus seinem Toyota ausstieg und einen Scheibenputzer zurecht weisen wollte, bekam die Zügellosigkeit aller drei anwesenden Scheibenputzer an der Kreuzung Mariscal López und Perú zu spüren, die alle ihre Reinigungsgeräte als Knüppel einsetzen, bis der Mann die Flucht ergriff.

Während die Polizei durch Abwesenheit glänzt und selbst Kleinkinder den ganzen Tag an der Kreuzung auf Decken rumliegen, weil ihre Eltern dieser informellen Arbeiten nachgehen, die keiner will, verwandelt sich diese Kreuzung, wie auch viele andere in eine Art Niemandsland.

Will man dem Problem Herr werden, hilft es nicht auf die Ordnungshüter zu warten. Eine Initiative in sozialen Netzwerken, wie ein Hashtag der Aufmerksamkeit erregt, könnte dabei helfen, dass sich die Autoritäten wieder für das Problem interessieren und intervenieren.

Wochenblatt / Hoy

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26 Kommentare zu “Vorsicht vor den Scheibenputzern

  1. Hier empfehle ich einen sogenannten Hirschfänger ans Auto zu montieren und dann flott über die Kreuzung zu fahren.

  2. Hans wie soll das gehen . Also bei Rot über die Keuzung jagen oder meiner Vorderman der bei Rot halten muß einfach auf die Kreutzung schieben . Ich habe das nicht verstanden mit dem Hirschfänger

    1. Hans ist vermutlich nicht von hier und versteht die Thematik überhaupt nicht, denkt, dass die Jungs und Mädchen vors Auto springen, während es fährt.

  3. Was die Drogensüchtigen und Ex-Knackis da machen ist ein Service für alle, deren Scheibenwischer nicht funktioniert. Beim Gebrauchtwagenkauf von über 20-jährigen zum Billigpreis von 7.000 Euro und alles noch voll funktionstüchtig (impecable), kann da schon mal vorkommen. Mein Auto ist etwas jünger und die Scheibenwischanlage funktioniert, darum fahre ich auf solche Kreuzungen grundsätzlich mit eingeschaltetem Scheibenwischer. Wollens natürlich trotzdem putzen die saubere Windschutzscheibe, das machen sie am liebsten, denn ne saubere gibt weniger Arbeit als ne schmutzige. Und natürlich lasse ich sie nicht putzen, sage „funciona“ und „esta limpio ya“ (funktioniert meine Anlage, ist ja schon sauber). Glücklicherweise kommt schon der nächste Gringo angefahren und weg sind se beim Gringo 2.

  4. Hier wenn ich von CDE aus in Richtung minga guazu fahre dann lauern diese Ratten immer in Höhe des Omnibus Terminal. Strategisch günstig weil dort meistens Stau und es geht bergauf….
    Und dort kommen sie von vorn aber auch der Seite ans Auto. Man könnte vielleicht beidseitig seitlich des Autos einen Flammenwerfer anbringen.

    1. Sig Kan, Wikinger mit Armbrust

      Antworten

      Man kann auch selber üben. Z.B. mit einem Teleskopstock.

      Wenn man damit umgehen kann, sind sie erst einmal 14 Tage aus dem Spiel.

      1. Ein Radfahrer an der Tankstelle schraubt den Klingeldeckel ab und verlangt 10 Liter Gemisch. Der verdutzte Tankwart wedelt mit der Hand vor der Stirn. Radfahrer: „Richtig, Scheibenwischen bitte auch noch!“ Der Tankwart tritt dem Radfahrer in den Hintern. Radfahrer empört: „Was soll das denn?“ Tankwart: „Entschuldigen Sie, aber ich habe nur die Kofferraumklappe zugemacht.“

      2. Heia, wie erfreulich, endlich wieder mit Armbrust. Das dauert ja in Deutschland länger als in Paraguay, die Ersatzteile.

  5. Ich habe mit den Leuten bisher kein Prob, ich rede mit Ihnen, mache meine Wischer an, wenn sie mich nicht verstehen, hin und wieder gebe ich auch mal 1 Mil, bringt mich nicht um, und ist besser, als die Ihre verdreckten mit Staub besetzten Reiniger auf die Scheibe setzen und die damit zerkratzen. natürlich nicht jedes mal. Ok es gibt auch sehr aggressive, dann würde ich aber trotzdem nicht aus dem Auto steigen, für so etwas habe ich eine 38 er bei mir, wofür ich eine Erlaubnis habe, diese mit zu führen, egal ob im Auto oder Haus.

    1. Heia, wie bekommt man eine Erlaubnis eine Waffe außerhalb des Grundstücks zu führen? Genügt ein polizeiliches Führungszeugnis? Natürlich einwandfrei. Oder muss man da zu einer bestimmten Berufsgruppe wie Polizei oder Guardia gehören? Soviel ich weiss bekommt man das nicht so einfach. Ich meinte mitnehmen kann jeder ne Waffe, ich meine, wie schafft man das sie legal mitzunehmen zu können, so im Halfter oder im Handschuhfach, ohne wegen unerlaubten Waffenherumtragens in der Öffentlichkeit Probleme zu bekommen?

      1. Ist richtig, so einfache erhält man die Erlaubnis nicht, es gibt 3 Möglichkeiten, die eine hast Du schon angesprochen ( Polizei, Guardia) die andere ist, man Erbt den Waffenschein und lässt ihn auf seinen Namen umschreiben, regulär. Die dritte Variante ist, man kennt die richtigen Leute. Wie heißt es immer so schön, Beziehungen schaden nur dem, der keine hat. Bei mir trifft 2tens zu.

        1. Danke, gar nicht gewusst, dass man einen Waffenschein erben kann. Leuchtet mir nicht ganz ein, aber im Nebengauy erstaunt mich nach ein paar Jahren wenig. Egal, ich habe meine Waffe immer dabei: Meinen Schraubendreher XXL, der Kugelschreiber hat sich für den Nebengauy nicht als effizient genug erwiesen. Jedenfalls kann mich dafür kein Guardia im Super drankriegen, den brauch ich offiziell um mein Sparschein zu öffnen, also immer dabei, auch im Bett, naja, meine Frau meint immer, ich soll den Schraubendreher doch wenigstens vor dem zu Bette gehen ablegen. Aber sicher ist sicher.

      2. Gringo 1, Du musst 2 Prüfungen in meinem Fall überstehen, die eine ist praktisch, also Umgang und schießen mit der Waffe. Die andere ist psychologisch, wo sie austesten wollen, wann Du die Waffe gebrauchst. Diese Tests werden bei Polizisten kaum angewendet. Da kommen alle durch, die einen “ Leumund “ haben. Und 100% haben einen „Leumund“. Also Amigos usw. War schon Müll, als Gringo die Erlaubnis um zu schreiben, aber ich hab diese.

        1. Danke, das ist sehr interessant. Und was hast Du geantwortet bei der 2. Psycho-Prüfung?
          Ich frage, weil 1. eine Waffe zu haben erhöht natürlich auch die Gefahr, diese zu benutzen, vielleicht auch weil einem einer den Parkplatz weggenommen hat, der herzufahren kommt und man selbst schon 5 min. wartet bis das geparkte Schlafzimmer auf vier Rädern endlich mal herausgefahren wollte.
          2. Auch während bzw. nach einem Überfall, wenn man den Tätern hinterher schießt, können unschuldige Passanten zu schaden kommen.
          3. Vor allem interessiert mich, was Du geantwortet hast, weil man kann ja allerlei „falsch antworten“ kann. Persönlich würde sagen, dass ich die Waffe dann gebrauchen würde, wenn ich damit anderen in Gefahr auf Leib und Leben stehenden Personen helfen muss.
          Jedenfalls darf ich mein Glöckhen mit 15 Bimmel nur zur „Unkrautvernichtung in Haus und Hof verwenden“.

          1. Ja, ich habe geantwortet, Ich werde die Waffe zu meinem Schutz, Schutz der Familie und anderer Schutz bedürftigen Personen einsetzen, wenn Gefahr für das Leben der Personen besteht. Es waren auch Fragen, ob ich bei Alkohol- oder Drogen Genuss schnell ausraste, wie oft ich meine Kinder, meine Frau verprügelt habe usw. Also fast ein “ Idiotentest“ in DE zum wieder erlangen des Führerscheines.

  6. Ja,aj ja ja die Gringos Plauderer sind wieder unterwegs, alle plaudern was, was sie denken bestens zu wiesen, wie ja immer, wir Deutsche sind ja mehr in die Schule gegangen,. Aber in Wirklichkeit, kennt keiner das Waffengesetz von Paraguay.
    Nur wie immer Pl pl pl, pl plaaa, so kommen sie sich gross vor!

  7. sehen wir das gleiche Video?
    Ich sehe 3 Scheibenputzer, die sich gegen einen äußerst aggresiven Autofahrer verteidigen. Naja, wenn ich in einem Vitz sitzen müsste, wäre ich auch den ganzen Tag angepisst.

  8. Herzlichen Dank an alteingesessene, deutsch sprechende Papierparaguayos, uns an seinem informativen und tiefgründigen Kenntnisse des hiesigen Waffengesetzes teilhaben zu lassen. Oh disus mius… pero un poco sĩ.

  9. Und du, Rolf, schimpfst über die „Gringos“ mit allem, was dir gerade einfällt. Du selbst bist also kein Gringo??? Was hat denn das Übel mit den Scheibenputzern mit mehr oder weniger Schulbesuch zu tun? Was hat denn der inzwischen verschiedene Schwarzwälder Olbricht damit zu tun, denn du jetzt meinst, wenn du auch alle Gringos beschuldigst, nicht das Waffengesetz Paraguays zu kennen. Und ich nehme an, du bist auch in Paraguay. Was machst denn du?? Genau das, was du allen Gringos vorwerfen willst, nämlich bla-bla-bla-bla. Bei dir stimmt es tatsächlich, bei einigen anderen vielleicht auch, aber bei weitem nicht bei allen, wenn du hier auch alles nur verallgemeinern willst. ,

  10. Selten so ein Mist gelesen: „man Erbt den Waffenschein und lässt ihn auf seinen Namen umschreiben, regulär.“ Als nächstes kann man noch Nick-Names in einschlägigen Foren erben. Aber man kann ja nur dazu lernen im Paragau!

  11. Da macht es sich aber der Polizeikommissar sehr einfach, und gerade er müßte über diese Angelegenheit besser unterrichtet sein als jeder Autofahrer, der mit diesem Übel konfrontiert ist. Er meint, einfach den Fensterputzen nichts mehr zu geben, die ziehen sich dann schon von alleine zurück. Und gerade das ist nämlich nicht wahr. Schon seit sehr vielen Jahren ist es bei den Fensterputzern Gewohnheit, einen Nagel mit sehr scharfer Sptze in seiner Hosentasche zu haben, und oft auch in seiner geballten Faust. Gibt ihm ein Autofahrer nichts, dann zieht er sich tatsächlich zurück, in dem er zunächst nur nach hinten geht, und so im Vorbeigehen mit seinem Nagel von vorn nach hinten ein schönes Andenken in der Korrosseria des Autos hinterlassend. Autofahrer wissen dies, und geben dann einfach auch den Fensterputzern, denen sie nicht erlaubt haben, die Scheibe zu putzen, trotzdem ihren mil-í. um das oben beschriebene Andenken zu vermeiden. Wenn die Putzer Geld bekommen, das respektieren sie natürlich, sind aber unversöhnlich, wenn man sie nur abblitzen läßt und ihnen nichts gibt. Die allermeisten Autofahren entscheiden sich deshalb für die billigere Option, nämlich einen mil-í für den abgewiesenen Fensterputzer. Dieser Polizeikommissar weiß ganz genau, wovon er spricht, denn es wurden ja auch schon unzählige Anzeigen über das Verkratzen von Autos und sonstigen angerichteten Schäden an Autos durch Fensterputzer gestellt, und selbst wenn diese Anzeigen ihm nicht vorgelegt wurden, hat er mit 100%iger Sicherheit davon erfahren, denn derartige Anzeige wurden schon zu Tausenden eingereicht. Klar werden die Fensterputzer ihr zerstörendes Werk nicht ausführen in Anwesenheit des Autobesitzers. Er stellt ja dort seinen Wagen ab, weil er z.B. in der Nähe irgend etwas zu tun hat, das auch mehrere Stunden dauern kann, Und was nützt denn dem geschädigten Autohalter, wenn er dann bei seiner Rückkehr den angerichteten Schaden entdeckt und dies bei der nächsten Polizeidienststellen anzeigt?? Wie soll denn die Polizei diese kleinen Jungs, die meist nicht einmal Schuhe anhaben, nach Stunden noch ausmachen und sogar noch festnehmen?? Und selbst wenn man so einen Jungen festnehmen könnte, welchen Sinn hätte es denn, wenn man ihm z.B. eine Geldstrafe auferlegt oder ihn schadenersatzpflichtig macht? Denn schon aufgrund seines sehr kindlichen Alters darf er von der Polizei gar nicht mehr als 6 Stunden festgehalten werden. Nun kommt da ein Kommissar an und sagt den Autohaltern: Gebt den Jungs einfach nichts, die ziehen sich von alleine zurück, und wenn sie Euch trotzdem einen Sachschaden anrichten, habt Ihr ja das Recht, dies anzuzeigen. Die Jungs riskieren eine Freiheitsstrafe, eine Geldstrafe und die Verpflichtung zu Schadenersatzleistung. Wie stellt sich eigentlich diese Kommissar das in der Praxis vor? Das würde mich mal interessieren. Aber es ist deshalb auch ganz normal, daß jeder vernünftige Autohalter den Jungs das von ihnen verlangte Geld gibt, auch den Auto-Aufpassern, obwohl die geforderten Honorare teilweise schon unverschämjt hoch sind, um auf ein abgestelltes Auto aufzupassen. Allein in der Umgegend des Stadions „Choferes del Chaco“, das selbst überhaupt keine Parkplätze hat, wobei dann oftmals sämtliche Strassen in der weitem Umgegend dieses Stadions anläßlich eines Fußballspiels brechend voll sind mit geparkten Autos, dort werden Gs,. 30.000 und teilweise auch mehr verlangt, um auf ein Auto aufzupassen. Aber niemand bleibt vor Ort, um tatsächlich Deinen Wagen zu bewachen, abkassiert wird ganz einfach von allen, die ankommen, und die sich anschicken, in einer bestimmten Parklücke einer Straße zu parken. Trotzdem aber ist es jedem Autobesitzer lieber, Gs. 30.000 zu geben, damit nicht sein Wagen mutwillig beschädigt wird, vielleicht sogar von demselben „Aufpasser“. Was der Kommissar von sich gegeben hat, ist eigentlich nicht mehr als ein makabrer Witz. Wenn jemand mein Auto bestätigt, dann habe ich ja immerhin das Recht, dies bei der Polizei anzuzeigen. Das ist allerdings ein sehr schwacher Trost. Statt sich auf diese Weise lächerlich machen zu wollen, hätte der Kommissar wenigstens seinen guten Willen kundtun müssen, um durch sein Personal wenigstens zu versuchen, dieses üble Treiben der Fensterputzer und Aufpasser etwas einzudämmen.

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