Während der Kongress brennt wird das Viadukt eingeweiht

Asunción: Bürger Paraguays die nicht mit den Plänen von Horacio Cartes einverstanden sind, haben den Kongress komplett eingenommen und Feuer an vielen Stellen gelegt. Sie raubten Festplatten und warfen Dokumente aus dem Fenster.

Präsident Horacio Cartes, der hinter den Wiederwahlplänen steckt, nahm schlussendlich nicht an der Einweihung des Superviaduktes teil, wie es geplant war. Er bevorzugte es, wie die vergangenen Monate keine Stellung zu nehmen, zu dem was das Volk interessiert. Der Minister für öffentliche Bauten, Ramón Jimenez Gaona nahm seinen Platz ein. Am Superviadukt hängen Banner mit Wünschen zur Wiederwahl von Horacio Cartes.

Die Besetzung des Gebäudes der Legislative kann anscheinend nur beendet werden, wenn das Staatsoberhaupt nach gibt und die Wiederwahlpläne absagt.

Das Zentrum von Asuncion ist ein reinstes Schlachtfeld. Natürlich kann man die Personen zur Verantwortung ziehen, die gegen die Pläne von Präsident Cartes sind. Allerdings zeigt sich auch der Unmut, der mehr als groß ist. Das Land, die Stadt Asunción, verwandelte sich in einen Ort, den keiner jemals zuvor so gesehen hat.

Die Feuerwehr hat nach wie vor keine Freigabe in den Kongress einzudringen, um die Flammen zu löschen. Die Sitzung der Abgeordneten, die am morgigen Samstag stattfinden sollte, sagte Hugo Velazquez kurzerhand ab.

Das tatsächliche Problem ist damit jedoch nicht gelöst. Paraguay ist in einem Ausnahmezustand und die internationale Presse berichtet schon darüber. Wenn Cartes keinen Rückzieher macht, kann es zu weiteren Ausschreitungen kommen.

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12 Kommentare zu “Während der Kongress brennt wird das Viadukt eingeweiht

  1. Welcher Idiot meinte gestern noch die Paraguayer würden sich alles gefallen lassen???
    Che rohayhu Paraguay!!!
    Da können sich die daheimgebliebenen eine Scheibe von abschneiden!!!!

    1. Richtig, es wird hier in Zukunft keine Bargeldabschaffung oder sonstige Schweinereien geben, die werden eher das ganze Pack lynchen und damit die Sache schnell zu Ende bringen. Durch die jetzige Aktion sind die Politiker in Paraguay gewarnt und werden sich bestimmte Dinge mehrmals gut überlegen. Nehmt euch in Acht.

  2. Chapeau! Liebe Paraguayer: Ganz ehrlich, das habe ich Euch nicht zugetraut.
    Ihr habt Euer legitimes Widerstandsrecht gegen eine korrupte Machtelite in Anspruch genommen – Wir leben gerne hier und jetzt noch mehr!

  3. 300 Demonstranten entspricht ca. 0,00004615% der Gesammtbevoelkerung von Paraguay (6 500 000 Einwohner)
    Cartes wird sich sehr fuerchten

  4. Achtung: Die Sitzung der Abgeordneten, die am morgigen Samstag stattfinden sollte, wurde von Hugo Velazquez kurzerhand abgesagt. Bitte nicht hinfahren, es ist geschlossen! (man kann es einfach nicht genug veröffentlichen)

  5. Es ist ein Aufschrei der überwiegend jungen Bevölkerung der in PY noch nie zuvor so deutlich ausgesprochen wurde. Ein Gebäudebrannt kann sich auch zum Flächenbrannt auswirken. Vieles , auch von Cartes, was ER gesagt und geschrieben wurde, ist in Schall und Rauch aufgegangen, manchmal haben auch in Paraguay Lügen kurze Beine und die Strafe folgt auf dem Fuße.

    1. Sei nicht so naiv. Das war gut organisiert und auch finanziert. Dahinter steckt eine Gegengruppe, welche an den Futtertrog will. Man fürchtet unter HC einfach nicht genug vom Kuchen stehlen zu können und deswegen wird man aggressiv.

      Würde mich gar nicht wundern, wenn der EPP-versteher, Chavez-bewunderer und Ex-bischof darüber mehr erzählen könnte.

  6. Präsident Horacio Cartes tauchte nicht zur Einweihung des Superviaduktes auf, er hat den Schwanz eingezogen, und zeigte, dass er in Wirklichkeit KEINE E__R hat. Ein hoch an die Demonstranten.

    1. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Viadukt Erst denken dann schreiben. Es ist beides möglich