Parlamentarischer Putsch: Kongress eingenommen

Asunción: Die Reaktion auf die Wünsche von Präsident Cartes wiedergewählt zu werden sind außerordentlich heftig. Mehrere hundert Menschen ließen sich von der Polizei nicht beeindrucken und drangen in den Kongress ein.

Wasserwerfer versuchen die Menschenmassen zurückzuhalten. Das Zentrum der Hauptstadt ist außer Kontrolle. Während Wiederwahl Befürworter keine Ausschreitungen vorhersagten, kann jetzt bestätigt werden, dass die Resistenz gegen die Verfassungsbeugung mehr als stark ist. Die Polizei ist in der Unterzahl und die Demonstranten drangen in den paraguayischen Kongress ein. Horacio Cartes erwartete zu keinem Zeitpunkt eine solche Reaktion, weniger noch während der Gipfel der Interamerikanischen Entwicklungsbank stattfindet.

Die Büros von Senator Fernando Lugo und weiteren Wiederwahlbefürwortern aus den Reihen der Gesetzgeber wurden komplett zerstört.

Während Horacio Cartes versucht das Land als Investoren-freundlich darzubieten gibt es mehrere Dutzend Verletzte dank der Gummigeschosse die pausenlos von Polizisten abgefeuert werden. Mindestens fünf Gesetzgeber wurden dabei verletzt.

So wie von Cartes Anhängern angekündigt, scheint die Zustimmung sich bei der einfachen Bevölkerung in Grenzen zu halten. Die Demonstranten sind keineswegs Anhänger politische Parteien, da keine Zeit war eine solche Demonstration zu organisieren. Die Dimensionen dessen, was noch passieren kann, sind noch völlig offen.

Wochenblatt

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2 Kommentare zu “Parlamentarischer Putsch: Kongress eingenommen

  1. Sollte einfach jeden Freitag geschehen, konnte heute den ganzen Abend Fenster und Türen offen halten und musste mich nicht einschließen: Kein einziger im ganzen Barrio hat seinen Müll angezündet und es war auch keine Kindergartenmusik auf 280 dB zu vernehmen. Einmalig!

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