Wahlkampf und das Curuguaty Massaker

Asunción: Während Präsident Federico Franco sich erneut mit den Witwen der Opfer des Curuguaty Massakers traf, nutzt sein Vorgänger Fernando Lugo das gleiche Thema, um Gerechtigkeit anzuprangern, den Hungerstreik der Angeklagten zu beenden und sich selbst in die Ermittlungen mit einzubringen.

Fünf Monate ist die Tragödie her, die für das Amtsenthebungsverfahren von Ex Bischof Lugo führte. Der Fall wird von Franco wie von Lugo in Wahlkampfzeiten genutzt. Bei dem Blutbad vom 15. Juni 2012 starben 17 Personen, sechs Polizisten und elf Landlose. Während Lugo Wort für die Landlosen bzw. Landbesetzer ergreift setzt die Regierung auf die Hinterbliebenenfürsorge der gefallenen Polizisten.

Für den Führer der Frente Guasu kommt der Hungerstreik von vier der 12 Angeklagten im Regionalgefängnis von Coronel Oviedo zu einem politisch interessanten Zeitpunkt, da er und das Massaker ständig in Zusammenhang gebracht werden. Eine parallele Untersuchungsplattform will herausgefunden haben, dass die Landbesetzer nicht mit dem Schusswechsel begonnen haben und demnach Scharfschützen unbekannter Herkunft nur darauf warteten ein Massaker anzurichten. In einem Schreiben bat er gestern um internationale Beachtung des Falles.

„Die Putschregierung von Franco hat nicht die Absicht, nicht einmal den Wille, dieses Blutbad aufzuklären“, versichert Lugo und macht demnach direkt die Regierung dafür verantwortlich, was mit den im Hungerstreik stehenden Personen passieren kann. Er forderte zudem den Tausch des ermittelnden Staatsanwaltes.

Seit mehr als 50 Tagen sind Lucía Agüero, Alcides Ramón Ramírez, Juan Carlos Tillería und Luis Olmedo Paredes im Hungerstreik. Mittlerweile verweilen sie im Regionalkrankenhaus von Coronel Oviedo, Provinz Caaguazú. Heute präsentierten die Anwälte der Streikenden ein Dokument, wonach sie um Plätze auf einer Intensivstation bitten.

Federico Franco, der sich gestern mit den Witwen der sechs Polizisten zusammensetzte, versprach seinerseits ebenfalls eine Untersuchung bis die Wahrheit ans Licht kommt. Er drückte auch sein Vertrauen gegenüber den ermittelnden Personen aus.

(Wochenblatt / La Nación)

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3 Kommentare zu “Wahlkampf und das Curuguaty Massaker

  1. ……..sich selbst in die Ermittlungen mit einzubringen:
    Warum will der Lugo nun endlich oeffentlich zugeben das er einer der Drahtzieher und/oder Finanziè des Ganzen war???

    Wenn ihm nur endlich jemand mit Stacheldraht die Schnauze zunaehen wuerde…….. – kann ja keiner hoeren/lesen was der Irre von sich gibt!!

    1. wenn du mir entsprechenden militanten Schutz und Anonymität zusicherst, mache ich das gerne mit dem Stacheldraht.
      Sogar eine doppelte Naht.

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