Walter Harms: “Der Generalstaatsanwalt muss gehen“

Asunción: Die heutige Sitzung im Abgeordnetenhaus war ein klares Zeichen, dass von Zusammenhalt in der ANR noch nicht die Rede sein kann. Javier Díaz Verón spaltet die Partei.

Der Generalstaatsanwalt hatte Angst heute einem beginnenden Amtsenthebungsverfahren entgegenzublicken und entschied gestern Abend sich temporär von seinem Amt zu lösen. Er bat um Erlaubnis, wie er sagte. Allerdings gibt es keinen, den der Generalstaatsanwalt um Erlaubnis bitten könnte. Er ist der Kopf der Institution.

Am heutigen Mittag versammelten sich ausreichend Abgeordnete um die Sitzung durchzuführen, bei der das Amtsenthebungsverfahren ins Rollen gebracht werden sollte. Um eine Zweidrittel-Mehrheit zu bekommen, fehlte der Opposition, zusammen mit den Mario Abdo Anhängern, sieben Stimmen. Die Abgeordneten des Cartes-Flügels stimmten nicht dafür, womit das Amtsenthebungsverfahren noch nicht zustande kommt. Walter Harms aus dem Cartes-Flügel erklärte, dass Abdo Benítez nicht auf die Cartes Abgeordneten zukam und fragte, wie sie stimmen werden. Das hatte man von ihm erwartet. Harms meint ebenfalls, dass Javier Díaz Verón nach Hause gehen müsse, jedoch nur deswegen weil seine Dienstzeit seit mehr als einem Jahr abgelaufen sei und nicht wegen schlechter Amtsausführung sondern wegen Selbstbereicherung und anderen Vorwürfen, die ihm zur Last gelegt werden.

Díaz Verón konnte sich vorerst retten, sein Ruf ist jedoch geschädigt und seine Amtszeit endet auf die eine oder andere Weise umgehend.

Wochenblatt

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2 Kommentare zu “Walter Harms: “Der Generalstaatsanwalt muss gehen“

  1. Warum muss der reiche Kerl gehen? Er hat ja mit Selbstbereicherung nur seine Arbeit getan, so wie es jeder andere in seiner Position auch getan hat/hätte. Wenigstens muss der reiche Kerl nun nicht auf Sozialamt betteln gehen müssen, dank zahlreichen Amigos, denen er sicherlich den einen oder anderen Gefallen getan hat.

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