Warnung vor einer schweren Dengue-Epidemie

Asunción: Es besteht ein hohes Risiko, dass das Dengue-Fieber Typ 3 in den kommenden Wochen in Erscheinung tritt und “eine große Epidemie mit schwerwiegenden Fällen“ auslöst“, warnte das Gesundheitsministerium vorgestern.

Das Auftreten des DEN 3-Serotyps in Paraguay könnte großen Schaden anrichten. „Dieser Serotyp ist in der Region schon lange nicht mehr im aufgetreten, aber wenn er ins Land gelangt, würde er eine Epidemie mit schweren Fällen auslösen“, hebt der vorgestern vom Gesundheitsministerium auf seiner Website veröffentlichte Bericht hervor.

Angesichts der Aussichten auf eine mögliche Dengue – Epidemie in den folgenden Monaten forderte der Gesundheitsminister Julio Mazzoleni die Bürger auf, sich intensiv zur Beseitigung von Brutstätten und zur Verringerung des Risikos der Verbreitung von Mücken, die diese Krankheit übertragen, sowie von Zika und Chikungunya, zu widmen.

Er wies darauf hin, dass die große Herausforderung darin bestehe, die Anzahl der Brutstätten drastisch zu verringern, um die Befallsrate zu senken und die Gesundheit der Bevölkerung positiv zu beeinflussen. Mazzoleni wiederholte den Aufruf an die Öffentlichkeit, jegliche mögliche Konzentration von Stechmückenherden wie Eimer, Pools, Reifen usw. zu beseitigen. Er fügte hinzu, dass die Pools regelmäßig gesäubert werden müssen, insbesondere nach Regenfällen. Wenn diese nicht verwendet werden, wird empfohlen, sie abzudecken oder besser zu leeren.

„Es ist an der Zeit, sich in dieser Situation zu engagieren und voranzukommen. Wir alle wissen bereits, was wir tun müssen. Nehmen wir uns etwas Zeit, um Brutstätten zu beseitigen und unsere Familie gesund zu halten“, sagte Mazzoleni.

Offizielle Regierungsunterlagen besagen, dass bis Anfang des Monats September 8.613 Fälle von Dengue registriert wurden. Bisher konnte man 9 Todesfälle bestätigen, obwohl weitere untersucht werden.

Wochenblatt / ABC Color

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8 Kommentare zu “Warnung vor einer schweren Dengue-Epidemie

  1. Wie oft in den letzten fünf Jahren wurde die Bevölkerung durch Politiker und Presse gebeten, ihre Grundstücke sauber zu halten und nicht überall ihren Müll wild zu entsorgen! Und hat es bisher etwas gebracht? Vielleicht minimal, doch die große Mehrheit der Menschen hat ihr Verhalten kaum verändert. Wie stur und dumm muß man nur sein, seine schlechten Angewohnheiten nicht zu verändern. Das gleiche gilt natürlich auch für die vielen kleinen Müllverbrennungen zuhause und für das kriminelle Abbrennen von Weideflächen und Waldflächen. Tausende Menschen leiden unter Atemwegserkrankungen und alles geht weiter wie schon immer. Es fehlt an Einsicht, Verantwortungsbewußtsein und Konsequenzen – quer durch alle Bereiche. Was muß eigentlich noch alles geschehen, bis die Menschen hier bereit sind zu lernen und sich zu verändern? Oder ist das zu verlangen auch schon wieder eine Ehrverletzung und Beleidigung?

  2. Ist die Denguemücke nicht abhängig von Brutgewässern und sind diese aktuell nicht gänzlich verschwunden, aufgrund der Trockenheit?

    1. Die Larven vermehren sich in Wasser. Jeder Behälter ob künstlich (Reifen Eimer Gläser usw. usw.) oder natürlich (Seeufer Bachufer Geländesenken usw. usw.) in dem sich Wasser befindet ist potenzieller Brutplatz.
      Unsinn ist dagegen, dass die „Reinigung des Grundstücks (Unkraut, Büsche, Wildwuchs usw. entfernen), Limpieza, einen Einfluss auf die Population der Mücken hätte. Diese stellen keine Wassersammelstellen dar. Ob das Gras kurz oder lang ist, hat ebenfalls keinen Einfluss. da es so oder so kein Wasserbehälter ist.
      Gefährlich dagegen sind Bäume, mit Baumhöhlen, da diese Wasserbehälter sein können.
      Dies wird auch so in den durch SENAD verteilten Merkblättern so verständlich in Bildern dargestellt, dass es jeder Analphabet eigentlich verstehen müsste; eigentlich. Dass dem nicht so ist, wird aus den undifferenzierten Aufrufen und teilweise zwangsweise umgesetzten Grundstücksreinigungen deutlich, welche eigentlich Gartenpflegemaßnahmen sind.
      Wie unsinnig dieses Verlangen ist wird daraus deutlich, da demnach bei Befolgen der ganze Urwald im botanischen Garten niedergemacht werden müsste
      Ich habe im Garten eine Vogeltränke wo das Wasser mehrmals täglich gewechselt wird. Auf diese stürzen sich die Kontrolleure der SENAD jedes Mal wie die Geier, konnten aber bisher noch nie auch nur eine einzige Larve darin aufspüren.
      Die Mücke Aedes aegypti, der Überträger der Krankheit kann allein schon wegen der natürlichen Wasseransammlungen, mit den heute verfügbaren Mitteln niemals ganz ausgerottet werden, und hat auch in D schon Fuß gefasst.
      Der Einsatz von Gift schädigt auch die natürlichen Feinde des Insekts.
      Jeder der sich in den letzten Jahren schon mit der Krankheit angesteckt hat, sollte die Warnung besonders ernst nehmen,
      da eine Zweitinfektion mit einem anderen Serotyp besonders schwer verläuft und tödlich enden kann.

  3. @ Anton

    Stimmt alles sehr genau wobei ich noch einen Punkt ergänzen möchte.
    Die Eier der Tigermücken (auch Erreger) sind trockenresistent und können so Trockenzeiten überdauern. All dies erschwert es, die Mücken zu bekämpfen.

    1. Hallon Erich Bunte,
      woher stammt diese Info mit der Trockenresistemz, hört sich interessant an, vielleicht ein Link dazu?
      Ich hab mein Grundstück systematisch mittels Gräben entwässert und tatsächlich ist die Moskitoplage merkbar zurück gegangen, wenn auch nicht verschwunden.

  4. Ich empfehle einfach eine Unze Silber in den Pool zu legen, schon schlüpft keine Mücke mehr und der Pool ist
    auch gleich sehr viel mehr wert … (Anmerkung: Silber ist antibakteriell und Algen gibt es dann auch keine …)

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