Wasserprojekt für Indigene im Chaco mit Gender Ansätzen

Filadelfia: Gender Einflüsse sind eine neue Strategie, die es ermöglichen soll, Erfahrungen sowie Anliegen von Frauen und Männern im gesamten Prozess zur Vorbereitung und der Durchführung einer Trinkwasserversorgung im Chaco zu verwirklichen.

Das Projekt “Sanitärversorgung für den Chaco und in der Region Oriental“ wird als integrierte Einheit vom Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (UEP-MOPC) voran getrieben.

Ein Teil der Prämisse ist es, eine “größere Resonanz im Hinblick auf die unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse von Frauen und Männern zu erhalten“, erklärte Soziologin Maria Caniza, Leiterin des Fachbereichs für Soziales und Gender von der Koordinationsstelle für Nachhaltigkeit.

„Wenn wir nur Männer berücksichtigen, werden wir nur auf deren Bedürfnisse eingehen. In den indigenen Gemeinschaften liegt die Verantwortung für das Wassermanagement ausschließlich bei den Frauen. Sie sind die zentralen Protagonisten und sind diejenigen, die sich das Projekt aneignen müssen. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass sie bei der Ausarbeitung und den Ideen von dem Projekt anwesend sind“, erklärte Caniza.

Im Zuge dessen sollen in kleinen Wasserkommissionen, die den Dienst überwachen, Frauen eingesetzt werden. „Die auftretenden lokalen Probleme müssen gelöst werden. Und Frauen sollten es sein, denn sie sind dann die Wassermanagerinnen“, erklärte Caniza.

Sie räumte aber ein, dass der Prozess eines Gender Mainstreamings komplex sei. „Wir müssen die sozialen, politischen und technischen Interessengruppen sensibilisieren, indem wir sie einbinden, sodass Ergebnisse und vor allem die Nachhaltigkeit bei dem Projekt garantiert ist“, betonte Caniza.

Das Trinkwasser- und Sanitärprogramm für den Chaco und der Region Oriental (GPAS), durchgeführt vom (UEP-MOPC). soll 70.000 Einwohnern im zentralen Chaco zugutekommen, zusätzlich 36.000 indigenen Völkern der ethnischen Gruppen Enlhet Norte, Sanapaná, Enxet Sur, Nivaclé, Guaraní und Ayoreo.

Finanziert wird das Projekt mit einer Spende von 60 Millionen US Dollar von der spanischen Agentur für Entwicklungszusammenarbeit (AECID), einem Darlehen von der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) in Höhe von 20 Millionen USD und lokalen Geldern, die acht Millionen USD betragen.

Wochenblatt / Chaco Sin Fronteras

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2 Kommentare zu “Wasserprojekt für Indigene im Chaco mit Gender Ansätzen

  1. Ich hätte nicht gedacht, dass das hier im Wochenblatt erscheint!
    Maria Caniza ist eine „Kollegin“ von mir, und wenn der Leser sich diese Frau als Femenistin in der Menopause, die permanent die Benachteiligung der Frauen anprangert, dabei m Büro stocksteif und sexuell frustriert daherkommt und gar nicht wirklich mit den anderen Weibern tratscht, vorstellt, dann kann ich das nur bestätigen.

    Ich weiss nicht, ob das da gross Sinn macht, bei den Indigenen zu „missionieren“. Frau Caniza muss immer mit einem Dolmetscher dahin und die Frauen scheinen nicht wirklich zu wissen, was die Tante will. Die wollen eigentlich nur, dass man ihnen was zu essen bringt.

    Frau Caniza haben wir nun auch zu „verdanken“, dass eine aktuelle Bauausschreibung (Tiefbau in drei Städten Paraguays) eine Klausel enthaelt, dass mindestens 15 % Frauen an der Baumassnahme beteiligt werden. Wird dies nicht erfuellt, muss die Baufirma eine Strafe von 0,0001 % oder so ähnlich vom Bauauftragsvolumen zahlen. Ist das nicht schön?

    1. Und woher kommen diese Ideen wohl und wer wird das finanzieren? Hier steckt mehr dahinter als eine Frau so und so. So etwas funktioniert nur, wenn es von allen entscheidenden Seiten gewollt ist, also vor allem von der Wirtschaft selbst, was schon alles sagt. Wenn man bedenkt was in Paraguay funktioniert und wie schnell es so geht, aber hier läuft es wie am Schnürchen? Nein, das sind keine Zufälle, denn ohne dem geht es nicht, wenn man westlicher Freund sein will.
      Und jetzt sage ich Saudi Arabien. Warum ist genau dort alles anders?

      Abschliessende Frage: Ist es möglich so etwas Ernst zu nehmen?

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