Wegen nicht einmal 100 Euro umgebracht

Tavai: Einer der fünf Verbrecher, die ein Kleidergeschäft überfielen und weniger als 100 Euro erbeuteten, umgerechnet 600.000 Guaranies, wurde verhaftet, die anderen konnten entkommen. Bei dem Überfall starb die Besitzerin des Ladens an einem Messerstich.

Der Verhaftete ist David Armando Rojas Pinto (19), während seine Komplizen als Sergio Coronil (20), Milciades Miguel Rojas Pinto (25) und Celso Rojas Pinto (18) identifiziert wurden. Letzterer hat zwei Vorstrafen wegen einem Raubüberfall aus dem Jahr 2018 und wegen Körperverletzung. Darüber hinaus soll ein junger Mann mit einem portugiesischen Akzent namens “Pancadao“, etwa 30 Jahre alt, an der Tat beteiligt sein. Diese vier schafften es, den Polizisten zu entkommen, indem sie in ein Waldgebiet lohen.

Lidia Caballero Benítez (57) ist das Opfer in dem Fall, die eine tiefe Halsverletzung erlitt und ihren Tod in wenigen Minuten verursachte.

Laut dem Bericht der Ermittler kamen die Kriminellen am Samstag kurz nach 17:00 Uhr mit zwei Motorrädern vor dem Kleidergeschäft “La Familia“ an, wo sie vorgaben, Kunden zu sein, die sich für den Kauf von Kleidung interessierten. Als sie sicher waren, dass keine anderen Kaufinteressenten oder Wachen anwesend waren, bedrohten sie die Besitzerin mit einem Messer und forderten das Geld aus der Ladenkasse. Benitez schien in Panik zu geraten und konnte nicht reagieren. Daraufhin stach einer der Täter sie mit dem Messer in den Hals. Dann nahmen die Verbrecher ca. 600.000 Gs. aus der Kasse, viele Kleidungsstücke und flohen vom Tatort.

Nachdem die Beamten der Kriminalpolizei aus Caazapá unter der Leitung von Kommissar Julio César Ramirez mit den Ermittlungen begonnen hatten, errichteten sie Straßensperren in der Nähe des Tatorts. Dabei entdeckte man das Fluchtfahrzeug der Verbrecher, das sie verlassen mussten und weiter zu Fuß flohen. Einer von ihnen wurde festgenommen.

Wochenblatt / ABC Color

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8 Kommentare zu “Wegen nicht einmal 100 Euro umgebracht

  1. Ich habe gerade den Eindruck, als ob sich die Kriminalität mit Tötungsdelikten wegen Nichtigkeiten in den 17 Jahren die ich in PY lebe drastisch erhöht hätten. Wie empfinden das eigentlich andere meiner Landsleute, die ebenfalls schon länger in PY leben? Damals gab es zwar auch beinahe täglich Mord und Totschlag, doch meistens war das auf ein bis zwei Vorfälle täglich beschränkt und kam darum auch stets in großer Aufmachung in den Zeitungen. Heute jedoch scheint mir das eher der Normalfall geworden zu sein. Die Menschen müssen sich demnach sehr verändert haben, hauptsächlich natürlich die Jugend. Fragt man sich doch warum? Meine Thesen sind: a) latent schlummernde, vorhandene Gewissenlosigkeit und Brutalität gegenüber den Mitmenschen b) stark zugenommener Drogenkonsum c) durch Werbung hervor gerufenes Verlangen nach allen möglichen Konsumgütern, die man sich eigentlich nicht leisten kann d) gewissenloses Marketing des Handels und der Banken für Kredite e) unfähige und unwillige Politiker, aber auch die Presse nicht ausgenommen, die solchen Tendenzen nicht gegensteuern. Man schaut nur dumm zu und redet (das können sie ja alle hier sehr gut, viel und überzeugend) aber Resultate sucht man vergebens. Wenn das so weiter geht, versinkt Paraguay in einem Sumpf von Kriminellen, Drogenmafia, Korrupties und Sprücheklopfern. Dann allen GUTE NACHT!

    1. Leider gibt es keine Zuverlässige Aussagen von Seitens der Behörden. Es gibt nicht mal kompetente Ansprechpartner. Ein schwacher Staat mit einer sehr schwachen Führung. Doch schon 1982 schrieb der „Spiegel“ „Disneyland für Gangster“! und die, welche schon viele Jahre im Land sind, merken auch die Presse hat sich verändert.

    1. Und wer sind prozentual die meisten Täter in Europa? Man mag es leugnen, dennoch ist es eine statistisch belegte Tatsache: zugewandere „SÜDLÄNDER“ die als Kulturbereicherung den Europäern endlich Kultur beibringen sollen. So jedenfalls die Meinung linker und grüner Gesinnungsprediger unter der Führerschaft von Genossin Merkel.

      1. Tja, allein in den Gefängnissen in Bayern sind ca. 50% der Insassen keine Deutschen. In Hessen ist es ähnlich. In NRW und Berlin veröffentlicht man lieber keine Zahlen, um nicht „rechts“ zu sein.

        Ich habe auch den Eindruck, dass die Schwelle in PY, Gewalt einzusetzen, um seine Ziele zu erreichen immer niedriger wird. Vor 20 Jahren war die Häufigkeit geringer. Ich denke, gerade Drogenkonsum und die vorgegaukelte Notwendigkeit, jedes Jahr ein neues Handy zu brauchen, einer immer größeren Tele, ein neueres Auto usw. viel dazu beitragen. Dazu nimmt die Bildung der Kinder und Jugendlichen hier rapide ab – sowohl was die eigene Erfahrung mit Kindern und Jugendlichen angeht als auch belegt durch Studien und Tests. Das ganze verheißt für die Zukunft nichts gutes.

  2. Der Artikel im Spiegel ist wirklich lesenswert https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14350298.html Damals floh man vor den Russen heute vor den Moslems. Steuerflucht besteht nach wie vor.
    „Der Zusammenbruch moralischer Werte, der die Stabilität unserer Nation in Frage stellt“ wurde von den Katholiken schon 1979 tituliert.
    Ebenfalls bemerkenswert: „Gesetze gibt es in Paraguay aber nur, wenn nicht gerade etwas Wichtigeres dagegen steht “
    @Simplicus: Paraguay steckt bereits sei 40 Jahren im Sumpf

  3. Bei einer Beute von 100 Euro ergibt das bei 40 Jahre Tacumbu, einen Gewinn von 0.68493151 Cent pro Tag! Allerdings habe ich den Zins und Zinseszins nicht einerechnet….. Ob dieser Gewinn noch auf die 5 Taeter aufgeteilt wird?

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