Weiteres Schlupfloch ausgenutzt

Asunción: Ein wahres Kunstwerk, wenn nicht sogar einer Meisterleistung, ist der paraguayischen Politik mit der Besetzung der Magisterrats Jury (JEM) gelungen, eine Kommission die Richter ein beruft und bei Fehltritten wieder von ihren Pflichten befreit. Die mit nur 28 Entscheidungen pro Jahr und 8 festen Mitgliedern besetzte Jury hat unter anderem zwei Repräsentanten des Kongresses, Jorge Ávalos Mariño für das Abgeordnetenhaus und Jorge Oviedo Motto für den Senat.

Der aus Carapeguá stammende Jorge Ávalos Mariño sorgte für die Neuanstellung von 53 und Oviedo Matto für 39 Freunde und Bekannte, die kein Auswahlverfahren durchlaufen mussten. 13 weitere Neulinge kamen auf Empfehlung anderer Kollegen zustande.

Diese begehrten Posten waren mächtig genug um 105 loyale Mitarbeiter zu ernennen, die Monatslöhne von bis zu 20 Millionen Guaranies haben ohne ein spezifisches Arbeitsgebiet. Insgesamt häuften sich fast 300 Mitarbeiter in der Institution an, ohne das es für sie auch nur eine Aufgabe gibt.

Ávalos Mariño über gab in der vergangenen Woche die Präsidentschaft dieses Rates an Óscar González Daher, der wiederum erklärte mit Transparenz und Ehrlichkeit ans Werk gehen zu wollen, so wie Horacio Cartes ihn darum gebeten hätte. „Horacio Cartes bat mich dieses Rat Tran Spant zu bekleiden ohne mit der Macht Druck auf andere Institutionen auszuüben“, sagte er.

Vizepräsident des Rats wurde Adolfo Ferreiro, der Dank des großen Regierungspakts den Platz besetzen darf. Als Vertreterin des Obersten Gerichtshofs tritt Gladys Bareiro de Módica die Nachfolge von Sindulfo Blanco an. Ein anderer Repräsentant des höchsten Tribunals ist Raúl Torres Kirmser. Die anderen Mitglieder sind Abgeordneter Óscar Tuma sowie Cristóbal Sánchez und Estela Kobs vom Magister Rat.

(Wochenblatt / Abc)

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5 Kommentare zu “Weiteres Schlupfloch ausgenutzt

  1. das ist paraguay in reinkultur
    zum rechtsbewusstsein von gonzales daher.
    als ihm nachgewiesen wurde, dass er der stadtverwaltung
    luque viel geld schuldete, sagte er.“ fuer mich ist es kein vergehen grundsteuern nicht bezahlt zu haben.“
    zu adolfo ferreiro
    als er der chefverteidiger von lugo im amtsenthebungs-
    verfahren war, bezeichnete die ROTEN und die BLAUEN als
    boese GOLPISTAS, jetzt paktiert er mit ihnen um einen
    einflussreichen posten zu bekommen.
    wie schrieb doch einmal ein leser in sachen postenverteilung. er meinte. warum regen sich die leser
    so auf, das geld muss unter die leute kommen.

  2. Hui, 6 Milliarden Guranie für diese Mitarbeiter, die keine Aufgabe haben? Man gebe dieses Geld der armen Bevölkerung und schwups, hat Paraguay plötzlich eine Mittelschicht 🙂
    Diese kann man dann besteuern, und danach noch wesentlich mehr Geld abschöpfen, wär das nicht interessant? 😉

    1. Das Problem ist: So etwas dauert seine Zeit und welcher Paraguayer denkt schon an morgen. Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.

  3. gerade habe ich den originaltext in ABC nachgelesen, denn
    ich habe mich gewundert ueber die hoehe des gehalts.
    dort steht 1 verdient 20 millionen,2 19 millionen und
    einige ueber 10 millionen. der ganze rest verdient zwischen 2 und 7 millionen im monat, immer noch viel zu
    viel fuer das NICHTSTUN. davon muessen sie jeden monat bestimmt etwas an den PADRINO abgeben, der wirklich die
    grosse kasse macht.

  4. Nicht verwunderlich es ist Usus in Paraguay Amigos helfen Amigos so werden Banden zu einem Auffangnetz geflochten.
    Wenn Not am Mann ist, bittet man seine Amigos ihn beizustehen meistens klappt es auch. Da ist das geltende Recht in der Trompete eingefroren wie bei der Münchhausengeschichte.
    In Paraguay ticken die Uhren anders ist man daran gewöhnt und kann damit umgehen ist es so als ob man eine gut geschmierte Maschine am laufen hat….einfach wunderbar für alle Beteiligten. Für uns Europäer gewöhnungsbedürftig.

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