Wenn Chilavert getroffen hätte

Capiatá: Ein Busfahrer der Linie 71 fuhr gestern ein Rennen mit einem anderen Bus und streifte dabei mit seinem Gefährt den Geländewagen von Ex-Welttorhüter José Luis Chilavert. Anstatt alles bedacht zu lösen geht der Busfahrer schreiend auf Chilavert los.

Der aufgebrachte Busfahrer der um Entschuldigung hätte bitten sollen, entschied sich wild gestikulierend herumzurennen und zu versuchen Chilavert zu schlagen. Der Fußballer, der sich verteidigen wollte, schlug fast eine Polizistin, die Chilavert vor dem verrückten Busfahrer schützte.

Typisch Paraguayer zog er sich das T-Shirt aus und lud zum Faustkampf ein. Allerdings kam es nicht dazu. Mal ganz abgesehen von der fehlenden Ausgeglichenheit des Fahrers zeigen die Strandschlappen eindrucksoll mit welchem Schuhwerk die zum Teil 30 Jahre alten Busse bedient werden.

Wochenblatt / Abc Color

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8 Kommentare zu “Wenn Chilavert getroffen hätte

  1. Unglaublich. Wie kann man nur Chilavert, ein Held des Volkes, so angehen? Der soll das meinetwegen machen, wenn irgendein „Senarrata“ oder „Dipuchorro“ seinen Uraltbus streift.

    1. Ja, das stimmt vollkommen. Es ist Gesetz zum Auto- und Motofahren festes Schuhwerk zu tragen. Jedem Ausländer zu empfehlen. Es gibt auch noch mehrere andere Gesetzte in diesem Land, ähnlich wie in DÖCH, doch wen interessiert das schon?
      Man kann ja aus dem Artikel entnehmen, was einem Polizisten blüht, will er aufs Gesetz bestehen (entschied sich wild gestikulierend, herumzurennen und zu versuchen zu schlagen, typisch Paraguayer zog er sich das T-Shirt aus und lud zum Faustkampf ein).
      Ein Polizist ist hierzulande keine Respektperson, der hat keine so guten Amigos wie der Verkehrssünder, dessen Tio der Amigo des Hermanos des Rechtsanwaltes des Präsidenten sei.
      So entscheiden sich die meisten Polizisten – falls sie überhaupt unter dem schattigen Mango hervor kommen – den kleinen „Unkostenbeitrag“ vom Paisano anzunehmen, vom Alemam müsste es dann schon ein größeren „Unkostenbeitrag“ sein, ist ja nichts passiert, nur weil so eine Badeschlappe mal unters Gaspedal gelangen könnte wird die Welt auch nicht untergehen.

  2. Sowas erlebe ich hier ständig, jemand fährt mir ans Auto und hat danach noch ne dicke Fresse. Aber zum Faustkampf hat mich noch keiner eingeladen, meist fliehen sie dann, selbst die Polizei, die alles gesehen hat, meint dann, der verursacher hätte es ja nicht mit Absicht gemacht. Ein extrem verqueres Unrechtsbewusstsein, das sich hier gebildet hat.

  3. Müllverbrennungsversicherung

    Jeder gab in Deutschland seine Schuld sofort zu, gelogen wurde nie…
    Nein, man hatte dort besser eine Rechtsschutzversicherung weil der deutsche Unfallpartner ja so ehrlich war.
    Korruption gibt es dort auch nicht, jeder zahlt dort gerne seine Steuern weil damit kein Schindluder getrieben wird.
    Ich verstehe schon, jeder stellt sich selbst am liebsten im besten Licht dar.
    Wer hier mit seinem Unfall-Partner und der Polizei kommunizieren kann, kommt sicher billiger weg als in Deutschland, wo der Unfall-Partner einen Zeugen im Auto hat, während man selber allein unterwegs war. Pech gehabt, da kann man nichts machen, Herr Müller. Zum Glück lügt da drüben ja keiner, also alles gut.
    Immerhin kann man hier noch in Ruhe seinen Müll abfackeln, versuch das mal in Deutschland.

    1. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand in den paraguayschen Pampas wohnt und seinen Müll verbrennen muss (weil keine Müllabfuhr vorbei kommt). Da stört man meistens auch niemanden.
      Völlig irrenhausreif finde ich es jedoch, wenn Indianer mitten in dicht besiedeltem Gebiet, in einem Stadtquartier, wo hunderte Menschen mit ihren Kindern wohnen und wo die Müllabfuhr durch fährt, diese nach europäischem Maß Geistesgestörten, für hierzulande Buen Educados, nichts weiter als andere stören mit Lärm und Gestank. Und die Behörden schauen tatenlos zu. Gesetze sind in diesem Land nur Dreck wert, wenn keine der Exekutiven seine fünf Buchstaben bewegt. Aber es scheint, dass diese armen Säue trotzdem völlig glücklich sind, im Gestank brennend Müllhalde Bier vor ihren Kinder zu saufen, wofür man auch noch seine Julio Iglesias Endlosschlaufe in den Garten stellt auf 120 dB. „Das ist alles was wir für ein glückliches Leben brauchen“.

    2. na herr müllverbrenner,

      da sind sie ja richtig in diesem 4. welt – land.

      ein bisschen viel polemik gegen deutschland, warum ?

      viel spass weiterhin beim müllverbrennen.

      ich kenne paraguay und seine Insassen ein bisschen, habe auch freunde dort und besuche diese regelmäßig seit 23 jahren.

      gruß von rudolf waidosch

      (ich mag das land paraguay, jedoch nicht die zustände dort).

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