“Wer arm ist wird vergessen“

Entführungen sind grausam, nicht nur für das Opfer selbst, sondern auch für die Angehörigen. Heute sind es genau zwei Jahre und drei Monate, seit Edelio Morinigo durch die EPP entführt wurde. Die Mutter ist traurig und wütend.

Obdulia Florenciano beschuldigt die Behörden wenig Engagement zu zeigen, damit ihr Sohn endlich frei käme. Sie sagte, das Leiden würde andauern, weil ihre Familie vor allem arm sei.

Florenciano behauptet weiter, kein Behördenvertreter würde sie aufsuchen. „Es ist viel Zeit vergangen. Sie vergessen mich einfach. Es hat sich zwar etwas bewegt, aber konstruktive Schritte wurden nicht getan“, klagte die Mutter von Morinigo. „Wenn es der Sohn des Präsidenten wäre würde die Vorgehensweise wohl anders sein“, fügte Florenciano an. Es besteht anscheinend wenig Interesse daran, mehr Engagement von Seiten der Behörden zu zeigen, weil kein mächtiges öffentliches Interesse vorhanden ist.

Genau 824 Tage ist Morinigo in den Händen der EPP. Die längste Entführung in der Geschichte Paraguays. Nicht vergessen werden dürfen auch die Mennoniten Abraham Fehr und Franz Wiebe. Hier gibt es ebenfalls keine neue Erkenntnisse über deren Verbleib.

Quelle: ABC Color

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