Wer möchte da nicht als Wachmann arbeiten

Villa Elisa: Die perversen Gehaltszulagen, die bei staatlichen Behörden über Jahre eingeführt wurden, führen dazu, dass Reinigungs- und Wachpersonal bei Petropar monatlich 18 Millionen Guaranies verdient, während Personen im freien Markt einen Mindestlohn dafür erhalten.

Während der Staat nicht innehält und Angestellten irrosorische Löhne in Krisenzeiten zu zahlen, kann keine Rede von Gürtel enger schnallen sein. Obwohl es so einfach wäre hier und da ein paar Millionen US-Dollar zu sparen, hat man Angst als Colorado Partei vor dem Ende der Regierungszeit. Würde man genau diese Einsparungen umsetzen, hätte man das Volk hinter sich aber auch das Ende der Partei in der Regierung eingeleitet.

Und so kommt es, dass beispielsweise Eduardo Pereira Vega, der als Wachmann bei der Petropar arbeitet zwar nur einen Grundgehalt von 3.299.000 Guaranies hat aber am Ende des Monats dennoch 17.799.104 Guaranies in der Lohntüte hat.

Er bekommt sechs verschiedene Bonifikationen, darunter 8.771.356 Guaranies als Unterstützung für die Kinder in der Schule, 2.521.766 Guaranies wegen seiner Dauer, die er den Posten schon inne hat, 1.206.060 Guaranies wegen der Gefährlichkeit seiner Arbeit, 700.000 Guaranies weil der Haushalt der Institution es erlaubt, 725.514 Guaranies wegen zusätzlichen Stunden und 575.408 Guaranies für Überstunden.

Claudia Valeria Ruiz Cáceres (in gelb markiert) und Nidia Monges Barreto beispielsweise arbeiten als Sekretärinnen bei der Petropar und haben einen Grundgehalt von 4.858.400 Guaranies, doch mit Zulagen erhielten sie 14.307.436 und 13.156.200 Guaranies im vergangenen März. Beide erhielten Zulagen wegen der Gefährlichkeit ihrer Arbeit, was eigentlich haarsträubend ist.

Bei der Ande sieht es nicht sehr viel anders aus. Angestellte dieser staatlichen Institution verdienen im Durchschnitt 13,9 Millionen Guaranies pro Monat.

Wochenblatt / Última Hora

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