Wie beeinträchtigt die Korruption die Lebensqualität aller Bürger?

Asunción: Die Korruption ist ein großes Hindernis im Land, um die Lebensqualität aller Bürger zu verbessern. Eine Webseite will dies nun näher veranschaulichen.

Das Netzwerk Demokratie und Transparenz (RDT) aktiviert auf Ihrer interaktiven Website namens “Recuperómetro“ eine Anwendung, bei der man verursachte Wirtschaftsverbrechen des paraguayischen Staates fiktiv eingeben kann. So kann der Internet-Nutzer schätzen, wie der Öffentlichkeit aufgrund von Korruption Lebensqualität gestohlen wird und eigentlich sinnvoll hätte eingesetzt werden können.

Über die interaktive Plattform haben Sie die Möglichkeit, den Geldbetrag auszuwählen, den Sie “zurückerhalten“ möchten und eine soziale Investition in Schulessen, Gesundheitsposten oder Schulklassenräume zu tätigen. Die Beträge basieren auf den Schätzungen der Staatsanwaltschaft. Unter folgender Adresse ist die Webseite zu erreichen: http://www.democraciaytransparencia.org

„Diese Initiative der Zivilgesellschaft soll zeigen, wie Wirtschaftskriminalität die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen und damit die Lebensqualität aller Bürger jeden Tag beeinträchtigt“, sagte Raul Quiñonez, Sprecher der Organisation. Ziel dieser Studie ist es, Empfehlungen zur Verbesserung des Managements von Gerichtsverfahren, zur Verringerung der Straflosigkeit und damit zur Förderung der Rechtsstaatlichkeit in Paraguay abzugeben.

„Wir sind davon überzeugt, dass das reibungslose Funktionieren des Justizsystems im öffentlichen Interesse liegt, um strafrechtliche Maßnahmen zu ergreifen und die Korruption zu bekämpfen. Deshalb ist es von grundlegender Bedeutung, diese Realität zu verbreiten und zu diskutieren. Auf diese Weise möchten wir Maßnahmen im Zusammenhang mit Fragen der Transparenz und Rechenschaftspflicht formulieren und die Bürger dazu ermutigen, sich an der Verwaltung und Kontrolle staatlicher Aktivitäten zu beteiligen“, betonte Quiñonez.

Wochenblatt / La Nación / Foto Archiv

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8 Kommentare zu “Wie beeinträchtigt die Korruption die Lebensqualität aller Bürger?

  1. Tolle Idee. Wer hat’s erfunden? I glaub in Afrika habens ähnliche Probleme mit Korruption, Infrastruktur, Gesundheitswesen, Müll und Bildung. I glaub die haben auch ne Homepage. Ja, auch in Afrika wird viel Unternommen, um die Korruption zu bekämpfen. Ist vieles ganz similar wie hierzulande.

  2. 1980 ist unsere landwirtschaft in seraing pleite gelaufen wegen einer simplen fehlender Genehmigung. Hier in Paraguay auf dem Amt hatten sich alle gestritten wer für ein parr dolares Genehmigung ausstellt.
    Korruption kann super sein, aber auch sehr nervend.

    1. Kuno Gansz von Otzberg

      Antworten

      Also Seraing, Region Wallonien, Arrondissement Luettich? Sind sie Belgiae, wie die Roemer sie nennen wuerden?
      In Paraguay wirkt die Korruption als Monopolfoerdernd wo man als Einzelner nur mit Anschluss an einem Verband (wie Kooperative) forwaerts kommt, wobei der Verband, sprich Kooperative, die Bestechungen und anderwertige Korruptionen fuer den Einzelnen uebernimmt so dass der Einzelne nichts von alledem merkt und „reinen Gewissens“ allsonntaglich in der Kirche sitzen kann.
      Daher muessten die Botschaften der jeweiligen Laender als „Sammelverband“ fuer ihre Immigranten fungieren die die Schmierereien fuer die Buerger uebernehmen – wie’s halt die Mennoniten auch tun.
      Das ist fast der einzige Weg um vorwaertszukommen.

  3. Um die als Artikelüberschrift gestellte Frage zu beantworten: Die Masse der Menschen leidet unter krankhaftem Moralverlust und fehlendem Unrechtsbewußtsein. Das ist nichts anderes als ein unheilbares KrebsgeschwürI. Ist doch klar – wenn man täglich von neuen Betrügereien und Korruptionsaffären bis hinauf in oberste Spitzenstellungen der Politik und Gesellschaft hört, dann muß man entweder psychisch einen Knacks bekommen und dies als den Normalfall und Vorbild für das eigene Lebens betrachten, oder man zieht sich in eine Scheinwelt zurück um diesen täglichen Wahnsinn nicht mitansehen zu müssen. Sich dagegen aufzulehnen, quasie auf die Barrikaden gehen, das ist eher nicht Sache der Paraguayer. Das wäre mit Mühen und Einsatz verbunden. Lieber läßt man alles wie es war und ist und mischt bei dem bösen Spiel selbst mit – jeder nach seinen Möglichkeiten. Und wer das kritisiert, dem wird angeraten schnellsten das Land zu verlassen (so wiederholt geschehen hier im WB durch „wohlmeinende Kommentatoren“)

    1. ..niemals zu knieen ist hier mehr wie eine lobhimmlung..es ist der echte kampf im Alltag. .nur wer keine Maske hat kann sie nicht verlieren. ..

  4. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    @Robin Hood
    Ich unterschreibe das was du sagst nur verkennst du gelinde eine Sache glaube ich.
    Dass die Massen sich NICHT gegen die Korruption auflehnen das hat einen einfachen Grund: sie warten bis sie an der Reihe am Trog sind.
    Das ist sehr schoen ersichtlich bei den Mennoniten bein denen Gustave Le Bons „Psychologie der Massen“ durchaus zu beobachten ist. Noch NIE hat ein Mennonit in der juengeren Geschichte gegen Korruption in den eigenen Reihen was gesagt – denn wenns ein Mennonit tut so ist es schwups keine Korruption.
    Auch bei den Mennoniten kommt die „wilde Rinderherde“ sehr schnell ins Laufen gegen den Korruptionsanprangerer – wo dieser als „der Boese“ angesehen wird von den Massen.
    Der Niedergang der Rechtschaffenheit hat als Folge den Niedergang des wahren Christentums – obzwar die Masse alle in der Kirche sitzt eben um, u.a. da die Masse zu bilden und Teil ihrer zu sein. Daher genau verboten die Bolschewisten alle anderen Religionen (inklusive Mennonitenkirchen) ausser der russisch orthodoxen Kirche (griechisch Orthodox) weil diese eben von der Masse des russischen Volkes durch die ganze „Kommunistenzeit“ bis 1989 besucht wurden und deren Pfaffen von den Bolschewisten kontrolliert wurden. Es ist nicht dass der Russe in den Jahren 1917 bis 1989 nicht jeden Sonntag zur Kirche ging – nur eben waren alle anderen Kirchen zur religio illicitas erklaert worden – ausser die Russisch Orthodoxe Kirche.
    Was da vonstatten geht ist dieses:
    Matthäus 24,12 „Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten“.
    Die Leute werden immer korrupter, obzwar sie selben behaupten hoechst ehrlich zu sein; dann erkaltet die Liebe zu Gott (die αγαπε, agape Liebe) und dann erkaltet die Liebe zum Naechsten – und eben Verfolgungen treten ein. Zuerst will man nichts von weltlichem Gesetz wissen noch goettlichem Gesetz (Bibel), zumal auch in Paraguay das weltliche Gesetz haeufig uebereinstimmt, bzw. sehr aehnlich mit der Bibel ist – aber eben kontraer zum „Volkswillen“. Dann tritt der Individualismus und Egoismus ein und dann hoert man weder auf Gott (Bibel) nocht achtet jegliche Rechte des Naechsten. Das ist der Werdegang – steht sogar in der Bibel.
    Dieses kann man leider nur zu gut beobachten bei den Mennoniten – je mehr man in abgelegene Doerfer kommt weiter ab von den Ballungszentren des Chaco.
    Zumal das das Phaenomen der Gemeinde zu Laodiszaea zu beobachten ist (vor allem beim gewoehnlichen Volk der Mennoniten): sie ist arm, blind und blos – verkennt aber total ihre eigene Situation und glaubt dass sie reich sei. Den Arzt will man nicht und stellt diesen nur als Boesewicht und Urheber der Krankeit dar wenn dieser ihr die diagnostiziert. Als ob der Arzt an der Krankheit schuld ist.

    1. Ihren Müll abfackelnde, faule, dumme Menschen, die vollkommen glücklich sind mit ihrer Situation, möchten auch nichts ändern an ihrer Situation, nach dem Mischeln beginnt der Feierabend um 12 Uhr und um 17 Uhr muss man anfangen daran zu denken den Rausch auszuschlafen, man will vielleicht morgen wieder was mischeln. Ja nicht einmal nach Deutschland möchte man hier, so vollkommen glücklich mit ihrer Situation. Im Gegensatz dazu Nordafrikaner, Syrer, Afghanen, Iraker uvm, die lieber nach Deutschland als nach Stinky-Länd möchten, da können sie auch zu Hause bleiben.
      Erstaunlich finde ich, dass gerade viele Europäer, die dieser Invasion entfliehen wollten, hierher kommen. Eigentlich selber schuld, hätten sich doch vorher informieren können, doch erstaunlicherweise fühlt sich ein Großteil davon sogar sauwohl hier. Nur noch wenige, die ständig darüber jammern, Kommentare fielen nicht „300 Tage sonnenscheinig“ aus.

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