Wie funktioniert Wahlkampffinanzierung in Paraguay?

Asunción: Um eine Wahlkampagne zu finanzieren gibt es mehrere Wege. Kaum einer ist legal oder ratsam, besonders im Hinblick auf die Zukunft. Nichtsdestotrotz meinen viele es doch zu können.

Woher stammt das Geld für ihre Kampagne? Diese Frage wird vielen Kandidaten gestellt kaum einer will antworten. Einflussreiche Geschäftsleute, die ihre Interessen gesichert sehen wollen waren früher die Finanziers der sichtbaren Politiker. Heute drängen sie selbst ins Rampenlicht.

Normalerweise finanziert die Partei die Kampagnen ihrer Kandidaten. Wenn jedoch Uneinigkeit besteht, muss eine interne Wahl abgehalten werden, bei der nicht für alle Geld bereitsteht.

Aber auch andere Gesetzgeber, die eher den Eindruck vermitteln geistig eingeschränkt zu sein, wurden gewählt Wie das? Wenn beispielsweise Drogenbarone aus dem Departement Canindeyú einen brauchen, der ihnen bei ihren Geschäften nicht dazwischen funkt bzw. ihre Interessen vertritt, ist es vorstellbar, dass sie einen die komplette Wahlkampagne finanzieren und man komplette 5 Jahre in ihrer Schuld steht.

Hat man selber das Geld dazu, fragt man sich auch, woher es stammt. Ist man Kandidat, beispielsweise aus Amambay, dann liegt der Verdacht nah, dass man mit Drogenhandel dazu kam. Um als Abgeordneter auf die Liste der Partei zu kommen, braucht es wenigstens 400.000 US-Dollar. Für 1 bis 2 Millionen US-Dollar bekommt man auch einen vernünftigen Platz als Senator sicher.

Eine sehr beliebte Variante sind auch die Arbeitsfrühstücke, wie das, was am morgigen Montag in Ciudad del Este stattfinden wird. Dabei wird Santiago Peña sich mit den Unternehmern der Stadt treffen. Es werden Schecks von jedem einzelnen erwartet. Am besten ist es als bekannter Geschäftsmann für jeden Kandidaten einen Scheck bereitzuhalten, damit sich keiner benachteiligt fühlt, denn je nach dem wer gewinnt, könnte man sich daran erinnern, dass er nichts gespendet hat und schon bekommt man Knüppel zischen die Räder geschmissen. Diese Praktik wird jedoch von allen Kandidaten praktiziert und ist nicht allein auf die Colorado Partei beschränkt.

Ein Gesetz zur Transparenz der Wahlkampffinanzierung wird nicht vor 2020 implementiert, womit auch die kommende Wahl nach dem alten Schema ablaufen wird.

Wochenblatt

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