Wie Paraguay den Rest der Welt über Korruptionsbekämpfung belehrt

Asunción: Die paraguayische Generalstaatsanwältin Sandra Quiñonez war am gestrigen Mittwoch virtuelle Gastdozentin an der Fakultät für Rechtswissenschaften der katholischen Privatuniversität von Notre Dame du Lac, Indiana.

Zusammen mit Brain Skaret, dem ständigen Rechtsberater der Justizdepartments der US-amerikanischen Botschaft in Asunción, gab es eine akademische Konversation zu den Themen: Kampf gegen die Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung im Dreiländereck und staatliche Korruption.

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4 Kommentare zu “Wie Paraguay den Rest der Welt über Korruptionsbekämpfung belehrt

  1. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Im Quasseln und Palavern sind die Lateiner natuerlich spitze – wenns erst zur Tat kommen soll so tun sie das Gegenteil und jeder wird rausgebockt der nicht mitspielt.
    Jesaja 5 ff.
    Weherufe und Gerichtssprüche über Israel
    → Mi 2,1-5; Am 6
    „8 Wehe denen, die ein Haus ans andere reihen, ein Feld zum anderen fügen, bis kein Platz mehr bleibt und ihr allein mitten im Land wohnt! 9 Vor meinen Ohren spricht der Herr der Heerscharen: Fürwahr, viele Häuser sollen öde werden, große und schöne unbewohnt! 10 Denn zehn Joch Weinberge werden [nur] ein Bat geben und ein Homer Samen [nur] ein Epha erzielen. [Eine Fläche, die ein Ochsengespann an einem Tag umpflügen kann, ergibt nur etwa 40 Liter Wein, und etwa 360 Liter Samen ergeben etwa 36 Liter Getreide.]
    11 Wehe denen, die sich früh am Morgen aufmachen, um berauschenden Getränken nachzujagen, und die am Abend lange aufbleiben, bis sie der Wein erhitzt! 12 Zither und Harfe, Pauke, Flöte und Wein gehören zu ihrem Gelage – aber auf das Tun des Herrn schauen sie nicht, und das Werk seiner Hände sehen sie nicht!
    13 Darum wandert mein Volk in die Gefangenschaft aus Mangel an Erkenntnis; seine Edlen leiden Hunger, und seine Volksmenge verschmachtet vor Durst. 14 Darum sperrt das Totenreich seinen Schlund weit auf und hat seinen Rachen über die Maßen weit aufgerissen. Und ihre Pracht fährt hinunter und ihre Menge samt all ihrem Getümmel und wer in ihr frohlockt.
    15 So wird der Mensch gebeugt und der Mann gedemütigt, und die Augen der Hochmütigen sollen erniedrigt werden; 16 aber der Herr der Heerscharen wird erhaben sein im Gericht, und Gott, der Heilige, wird sich als heilig erweisen in Gerechtigkeit. 17 Und Lämmer werden weiden auf ihrem Weideplatz und Fremde sich nähren in den verwüsteten Fluren der Fetten.
    18 Wehe denen, die ihre Schuld an Lügenstricken hinter sich herschleppen und die Sünde wie an Wagenseilen, 19 die sagen: »Er soll doch eilen und sein Werk beschleunigen, damit wir es sehen; der Ratschluß des Heiligen Israels soll doch kommen und eintreten, damit wir ihn kennenlernen!«
    20 Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen! 21 Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind, und die sich selbst für verständig halten! 22 Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfer im Mischen von berauschendem Getränk; 23 die dem Gottlosen Recht geben um eines Bestechungsgeschenkes willen, aber dem Gerechten seine Gerechtigkeit absprechen!
    24 Darum, wie die Feuerzunge Stoppeln frißt und dürres Gras in der Flamme zusammensinkt, so wird ihre Wurzel wie Moder werden und ihre Blüte wie Staub auffliegen; denn sie haben das Gesetz des Herrn der Heerscharen verworfen und das Wort des Heiligen Israels verachtet.
    25 Darum ist auch der Zorn des Herrn gegen sein Volk entbrannt, und er hat seine Hand gegen sie ausgestreckt und hat sie geschlagen, daß die Berge erbebten und ihre Leichname wie Kot auf den Straßen lagen. – 25 Bei alledem hat sich sein Zorn nicht abgewandt; seine Hand bleibt ausgestreckt.
    26 Und er wird für die Heiden in der Ferne ein Kriegsbanner[4] aufrichten und [ein Volk] vom Ende der Erde herbeipfeifen; und siehe, es wird schnell und eilends kommen. 27 Unter ihnen ist kein Müder und kein Strauchelnder, keiner schlummert und keiner schläft; keinem geht der Gurt seiner Lenden auf, keinem zerreißt ein Riemen seiner Schuhe. 28 Seine Pfeile sind geschärft und alle seine Bogen gespannt. Die Hufe seiner Rosse sind wie Kieselsteine anzusehen und seine Wagenräder wie ein Sturmwind. 29 Es gibt ein Gebrüll von sich wie eine Löwin, es brüllt wie die Junglöwen; es knurrt und packt die Beute und bringt sie in Sicherheit, und kein Retter ist da. 30 Und es wird über ihm brausen an jenem Tag wie Meeresbrausen; schaut man aber zur Erde, siehe, so ist da dichte Finsternis; auch das Licht wird durch ihr Gewölk verdunkelt.“.
    So langsam spitzen sich auch die Dinge in Paraguay zu. Was glaubt man denn wie es sein wird wenn erst weite Teile der Gesellschaft an der Drogennadel haengt? Bis jetzt hat man ja „nur“ anderen die Drogen verkauft und blieb selber vom Konsum verschont. Der Dealer bleibt aber meist auf lange Sicht nicht frei von dem eigenen Gift. Ganze Landstriche werden in Baelde in Europa entvoelkert sein eben durch den Geburtenrueckgang. Dieser wird durch gehobene Ansprueche der Leute und Resignation wegen wirtschaftlicher Umstaende herbeigefuehrt. Dann setzt das Herbeirufen von Migranten ein und der Teufelskreis beginnt sich so langsam an zu schliessen.
    „Wehe denen, die ein Haus ans andere reihen, ein Feld zum anderen fügen, bis kein Platz mehr bleibt und ihr allein mitten im Land wohnt!“ – dies ist das Problem der Reichen. Wurden alle anderen verjagt und verdraengt so bleibt nur noch ein einzelner Reicher uebrig und diese unter sich. Der Reichtum sollte sich nie zu sehr auf Wenige konzentrieren denn das oeffnet eine Buechse der Pandora. Es gibt in Paraguay nur einen relativ geringen Binnenmarkt und diesen auch nur fuer Billigprodukte. Wegen der mangelnden Kaufkraft sind die Produzenten die angeschissenen und Verlierer die den Binnenmarkt decken sollen (z.B. Milchsektor) und diejenigen die diesem Mechanismus entfliehen die grossen Gewinner (Verwaltungsleute, Fleischsektor, etc alles was ins Ausland exportiert wo Preise bezahlt werden). Dieses stellt sich ein wenn erst der Reichtum schlecht verteilt ist und es ein sehr grosses Preisgefaelle gibt fuer das selbe Produkt zwischen Export und Binnenlandverkauf.

  2. Ausgerechnet Paraguay will die Welt belehren, wie man Korruption und mafiöse Strukturen bekämpft. Ich glaube, Paraguay hat sich damit mehr als lächerlich gemacht. Man sehe nur in den weltweiten Korruptionsindex. Der Wahnsinn der Selbsteinschätzung ist nicht mehr zu toppen!

  3. Bei dem ganzen Wahnsinn was momentan abgeht, wundert es einen gar nicht mehr. Demnächst doziert Cartes an einer Uni und erzählt was über die drei Säulen der Demokratie und das alle Macht vom Volke ausgeht.

    Das traurige ist, dass das gar keine so unbekannte Uni ist. Zitat: „Notre Dame wurde als eine der besten Universitäten in den Vereinigten Staaten anerkannt, insbesondere für das grundständige Studium. In den Rankings steht Notre Dame mit anderen Elite-Universitäten wie Stanford, Yale, Northwestern University und Duke in Wettbewerb“

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