Wie überstehen Sie die Quarantäne?

Asunción: Abseits der politischen Themen und dem alltäglich wiederkehrenden Coronavirus haben bestimmt viele schon den Spruch gehört: „Mir fehlen nur noch 2 kg bis mich Google Maps als Kreisverkehr einstuft“. Hoffentlich plaudern alle ein wenig aus dem Nähkästchen.

Besonders Personen, die um ein Gewicht zu halten, Sport betrieben haben und diesem heutzutage nicht mehr nachgehen können, da die Ausgangssperre und geschlossene Fitnessstudios dies unterbinden, dürften etwas zugelegt haben. Wer sich nie mit Sport den Tag versüßte wird auch jetzt keine Wunder erlebt haben, es sei denn man aß ausreichend oder sogar etwas mehr. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

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10 Kommentare zu “Wie überstehen Sie die Quarantäne?

  1. Pfaffo Ritter von Rantzsau

    Zitat: „Mir fehlen nur noch 2 kg bis mich Google Maps als Kreisverkehr einstuft“. Zitat ende.
    Nun, dann kommen Sie doch zu mir wo sie Viehweiden entstrauchen koennen. Den Proviant fuer den Gulasch bekommen sie von mir in maessigen Rationen. Den Gulasch muessen Sie sich aber selber zubereiten. Fleisch aus hauseigener Weideschlachtung koennen Sie bei mir fuer den Gulasch kaeuflich erwerben.
    Sichel und Pikenhacke bekommen Sie von mir unentgeldlich geliehen. Die Pikenhacke duerften die uebergewichtigen Eidgenossen noch von Marignano her kennen.
    Und los geht in der Affenhitze (mit Mundschutz versteht sich getreu der praesidialen Verodnung gemaess) den Kalorien zuleibe. Lederhandschuhe muessen sie selber mitbringen denn die Straeucher sind im Chaco meist sehr dornig. Mit der Picke und Hacke muessen sie die Straeucher entwurzeln damit die nicht wieder ausgruenen.
    Mietfreie Wohnungen stelle ich, sowie Strom und Wasser nach moeglichkeit.
    Nach ein paar Wochen dieser Magerkur brauchen Sie nicht mal mehr beim lokalen Sportverein einzahlen oder irgendwelche teuren Aphrodisiaka sich andrehen lassen die allerhand ungepruefte Wirkstoffe drinnen haben.

  2. Ja, wenn Fitnessstudios geschlossen, dann kann man hierzulande keinen Sport machen. Kann man abends zwar schon im Müllabfackel joggen, aber sportlich ist das nicht besonders. Und was außer Fitnessstudio gibt es hierzulande schon an Sport angeboten.
    Nun, um die Frage zu beantworten: Ich verbringen meinen Tag mit dem, was ich am liebsten mache: nichts. Ab und zu mache ich etwas Sport mit GTA V auf meiner PlayStation (Tennis, Tauchen, Golfen ua.). Zu fressen gibt es zum Glück nichts, muss auf Streichhölzer und BilligPolarBier sparen, da die Einnahmen Ende Monat in der Höhe von null Guaranies etwas spärlich sein werden. Wenigstens werde ich dadurch nicht fett. Ist ja immerhin auch schon was. Heute zur Feier des Tages gibt es natürlich etwas ganz besonderes, dafür haben wir auch einiges springen lassen: Basler Mehlsuppe.

  3. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    Wir haben glücklicherweise eine Treppe und Terasse mit herrlichem Meerblick, womit aufgrund des Rauchverbots inwendig ohnehin schon täglich mindestens 30 mal Treppe rauf, Treppe runter angesagt ist, und da die Mary gerade in Quarantäne festsitzt, müssen wir den ganzen Laden auch noch selber sauber halten. Noch das Bierhumpenstemmen dazugerechnet, könnten wir, gäbe es keine Ausgangssperre, hier geradewegs ein Fitnessstudio eröffnen!
    ;o)

  4. @Pfaffo Ritter von Rantzsau, für wie dumm hältst du uns eigentlich? Glaubst du, wir arbeiten gratis für dich, und müssen das Essen noch bezahlen, damit du mehr Zeit hast, zum blöde Kommentare zuschreiben.
    Du bist selber Schuld, das du im einsamen Chaco wohnst.

  5. 35 Jahre boxen, auch durchs Leben. Gerade die letzten 13 Jahre hier in Py. Beweglichkeit und Aufbau wie immer draussen im Freien. Die Ausdauer kann man sich aber die letzten Wochen und womöglich auch die nächsten wunderbar beim radeln nehmen. Die Strassen sind wie leergefegt und es macht richtig spass, das auszunutzen. Ausserdem ist gerade die richtige Zeit den Garten auf die Aussaat vorzubereiten. Wir haben dieses Jahr nur noch 200 qm vorbereitet. Aber der letztjährige Aufwand hatte sich wirklich nicht gerechnet. Viel zuviele Bichos. Haben fast die ganze Ernte vernichtet. Deshalb konzentrieren wir uns dieses Jahr auf Kräuter und vielleicht noch Lechuga und Remolacha. Also bisher hatten wir wirklich noch keine Minute Langeweile. Wir vermissen mittlerweile aber doch, sich mal wieder auf einen Kaffee zu treffen oder aber am Wochenende schön Essen zu gehen. Das wird aber wohl noch einige Monate dauern. Bis dahin heissts halt, grillen und schwenken. Mahlzeit !!

  6. Pfaffo Ritter von Rantzsau

    @Rolf
    Man sagt vom Paraguayer: „arm und obendrauf noch aeusserst anspruchsvoll“, was anscheinend auch auf Sie zutrifft.
    Ja, Sie arbeiten bei mir fuer eine Schuessel voll Gulasch 2 mal taeglich. „Guisso“ nennt sich der lokale Gulasch. Das Fleisch erstehen Sie sich bei mir – keine Sorge, es ist Biofleisch, vom fettarmen Holstein Rind und nach fachgerechter Weideschlachtung geschlachtet (zertifiziert „Koscher“ obendrauf auch da wir in etwa die Schlachtmethode der Bibel einhalten).
    Keineswegs ist es im Chaco einsam. Vom Lockdown hat man hier noch keinmal was gespuert. Viele bruesten sich ja zum „produktiven Sektor“ zu gehoeren, vor allem die Haendler der alkoholischen Getraenke in den mennonitischen Ballungszentren, welche keineswegs irgendwie beschraenkt wurden.
    Da die meisten sich selber zum produktiven Sektor zugehoerig erklaeren, so geht das Leben wie normal weiter und die Geschaefte haben auf – vor allem die Depositos de Alcoholicos.
    Sie sind wohl auch selbsternannt zum „produktiven Sektor“ gehoerig mit ihren Ferreterias? Jeglicher Spelunkenbesitzer meint das bei den Mennoniten und bezieht das auf sich – von Hygieneeinhaltung sieht man nichts bei mittelstaendischen Unternehmen oder Kleinunternehmer. Nur bei den Mennonitenkooperativen werden die Hygienevorschriften strikt effektiv eingehalten.
    Sie sind wohl ein echter Staedter der ohne Disco, Saufbars und Hurenhaeuser nicht auskommt, die allerdings im Chaco spaerlich bis gar nicht zu finden sind. Staedter sind hier gar nicht gern gesehen da diese sich schnell langweilen „wenn der Tanz mal ausbleibt“. Asuncioner sind meist zu gar nichts zu gebrauchen da sie nicht richtig arbeiten koennen und halten Arbeit nur fuer Buerojobs bei Klimaanlage – diese sind meist schnell weg aus dem Chaco. In der Tat versagen die Asuncioner oder andere Staedter weil sie ohne das Lotterleben wie Discotheken, Kauftempel und verschiedene Fressbuden nicht auskommen und ohne das nicht durchs Leben kommen. Sie wissen schlicht nicht was sie mit ihrem Kopf anfangen sollen, also langweilen sie sich schnell – auf sich zurueckzufallen ist wohl ne besondere Gabe die nicht jeder hat. Deswegen schadet dieser Hausarrest genannt Quarantaene den Leuten nichts – da haben sie wenigstens ne Chance sich zu besinnen.
    Biblisch gesehen werden meist nur in der Wueste Propheten geboren – und nicht in der Stadt.
    Mit einem vernuenftigen PC, Bildschirm und gutem Internet hat man genug Entertainment so dass man alle physischen Vergnuegungstempel nicht noetig hat. Es gibt vermehrt Filme die ueber Lockdown handeln wo die Polizei hart durchgreift und erst schiesst dann fragt wie „21 Bridges“ und „Extraction“ (siehe unten die Links um die Filme anzuschauen). Erstmalig schiesst die Polizei in Filmen sofort los ohne jegliche rechtliche Aspekte – scheint als ob die Bevoelkerung durch Netflix schon auf eine weit haertere Gangart der Ordnungskraefte eingestellt werden soll.
    https://www.kinoz.to/Stream/21_Bridges.html
    https://www.kinoz.to/Stream/Extraction-3.html

    1. @Pfaffo Ritter von Rantzsau
      25. April 2020 um 00:37+++

      …Aus eigener Erfahrung kann ich mich erinnern dass das Klima im Chaco sehr heiß und trocken war. Aus Ihrem Kommentar und Antwort an @Rolf muss ich entnehmen dass es noch heißer geworden ist und Sie wahrscheinlich unbemerkt einen leichten Hitzschlag bekommen haben. Da Sie ja viel die Bibel als Geistesstütze gebrauchen darf ich Sie auf einen Hinweis in der Bibel aufmerksam machen der da sagt: „…(…) Wenn man verwirrt ist, dann kann man Gott um Weisheit bitten…“
      Im Gegensatz zu Ihnen bin ich der Meinung dass gerade die auf dem Land leben Saufbars und Hurenhäuser brauchen. So zumindest nach der Statistik in Europa.
      Dass nicht alle einen Vergnügungstempel nötig haben hat nichts mit Stadt oder Land zu tun – bei den „Ländlern“ geht es vielleicht ja auch mit „Handbetrieb“.
      Nur zu Ihrer Information: „Wenn Sie die Asuncioner nicht hätten könnten Sie I)hr koscheres Biofleisch in die Mülltonne stampfen“.
      Meine private Diagnose „Hitzschlag“ stützt sich auch auf Ihre Aussage (…) fachgerechte Weideschlachtung…“ (…) zertifiziert „koscher“.
      Da ich während meiner Paraguay-Zeit auch ein paar Rinder um meine Garage laufen hatte erlaube ich mir nachfolgende Anmerkung.
      „Fachgerechte Weideschlachtung“ wenn es so ist, finde ich 100% ok. weil es den Tieren unnötigen Stress erspart und vor allen Dingen die Fleischqualität besser ist als der Transport zum Schlachthof.
      „Koscher schlachten (Juden) oder „Halal“ (Araber) ist für mich die perverseste Art ein Tier umzulegen. Jeder der so schlachtet sollte anschließend das gleiche Ritual erleben.
      Es gibt international große Proteste gegen diese Art von schlachten. 40 Prozent des Rindfleisches, das in Israel gegessen wird, stammen aus Paraguay. Ermittler von der Tierschutzorganisation PETA haben z.B. das Tierleid bei Frigochaco, einem Schlachtbetrieb in Paraguay, der pro Monat 700 Tonnen koscheres Rindfleisch nach Israel exportiert dokumentiert.
      Da frage ich mich was besser ist, ein Städter in einer Saufbar oder ein Schlächter im Chaco der „koscher“ schlachtet???
      Ich muss jetzt erst einmal einen Underberg trinken so dreht sich mir der Magen..

  7. Jup Rolf, das dacht ich auch so, von wegen Fittnessudio, lächerlich. Jeden Tag draussen rumbuddeln, schwitzen, sich bewegen, und auch sonst alles selbst machen, so von wegen und Haushaltshilfe. Selbst ist der Mann!
    Zudem keine Berge fettigen Kram futtern, und kein Bier!

  8. Ich vermute mal, daß es für sehr, sehr viele Menschen hier und auf der ganzen Welt das allerkleinste Problem wäre, würden sie in und wegend er Quarantäne ZUNEHMEN.
    Millionen Menschen werden so viel ABNEHMEN, daß sie am Ende hungers sterben.
    Danke, liebes Wochenblatt, daß ihr die Probleme einer wohlhabenden Minderheit thematisiert.

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