Wieder einmal Deutsche Opfer von Landenteignung

Mayor Otaño: Wieder einmal sind Deutsche Opfer eines Landbetruges geworden. Mit der gefälschten Unterschrift eines Toten und bewaffneten Besetzern versucht man das Recht des Stärkeren durchzusetzen.

Der deutsche Honorarkonsul mit Sitz in Ciudad del Este, Karsten Friedrichsen, zeigte einen Fall von Landaneignung einer deutschen Familie an. Es geht um 1.026 Hektar in Mayor Otaño, Departement Itapúa.

Friedrichsen erklärte, dass die Familie Kaufmann Reymann legitimer Eigentümer des Grundstücks mit der Fläche von 1.026 Hektar mit der Padron Nummer 2.170 ist. Am vergangenen 10. August kamen bewaffnete Männer auf das Grundstück der Familie und besetzen bis heute mehr als die Hälfte davon. Laut den Anwälten César Alvarenga und Nelson Fretes gehört der Firma Barcos S.A. ein Teil des Grundstückes. Dazu kommt, dass die Landbesetzer, die schon mit der Saat begonnen haben, Polizeischutz erhalten. Patrouillenfahrzeuge aus Mayor Otaño bewachen die bewaffneten Männer auf dem besetzten Grundstück. Außerdem ist der Bürgermeister des Ortes, Pedro Chávez Rodríguez (ANR) des Öfteren Gast bei den bewaffneten Landbesetzern.

Pedro Chávez Rodríguez ist Eigentümer eines Grundstückes, welches an das besetzte Stück der Kaufmann Ländereien anschließt. Die komplette Logistik der bewaffneten Gruppe geht über das Grundstück des Bürgermeisters.

Die Finca 2.170 gehört Verena Kaufmann Reymann, Frederic Reymann und Michel Reymann, alle deutsche Staatsbürger mit Hauptwohnsitz in Deutschland. Das Grundstück ist verpachtet an die Herren Adelar und Arlindo Bettu.

Die deutschen Investoren kauften das Grundstück im Jahr 1980. Die Aufteilung wurde damals von Heinfried Kress über das Immobilienbüro Sipag gemacht. Der komplette Kaufabwicklung wurde in privatem Ambiente erledigt.

Der falsche Titel wurde der Firma Barcos S.A. wurde am 23. Februar 2018 von der Escribana Mónica Celeste Mendoza Aranda in Asunción der Kaufvertrag von Compañía Integral de Bienes Raíces e Inversiones SA (Cibisa) an Barcos S.A. ausgestellt. Cibisa kaufte 2014 das Grundstück angeblich von Herrn Luis Sebastián González durch einen Vertrag der Esribana María Elena Caballero López in Ybycuí. Laut den Unterlagen kaufte González das Grundstück von Plinio Kleeman am 2. Oktober 2003. Die Escribana Graciela Villamayor de Florentín war für den Kaufvertrag zuständig, welcher so nichts stattgefunden haben kann, denn Plinio Kleeman starb schon am 06.12.1997 laut Sterbeurkunde Nr. 938934 des paraguayischen Standesamtes.

Laut der „falschen Unterlagen“ soll Kleeman das Grundstück am 04.05.1997 von Luisa Barrios de Clebsch gekauft haben, die es vom paraguayischen Landinstitut IBR (heute indert) kaufte.

Honorarkonsul Friedrichsen sagte demnach: „Bleibt abzuwarten, wer wen besucht hat um an die Unterschrift (von Kleeman) zu kommen“.

Wochenblatt / Abc Color

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8 Kommentare zu “Wieder einmal Deutsche Opfer von Landenteignung

  1. Ich glaube es wäre an der Zeit, daß die deutsche Botschaft eine offizielle Warnung heraus gibt, wegen absoluter Rechtsunsicherheiten bei Landerwerb. Oder sollen die deutschen Investoren an´s Messer geliefert werden?

    1. @Simplicus-Manni
      So wie es aussieht haben keinen Titel,was jemand privat sagt ist Wurst in Grundstückssachen.
      Haben sie einen Titel dann ist Rechtlich alles klar!
      Sie haben aber keinen Schutz vor Betrügern wenn sie noch so vorsichtig sind.Das ist hier der Fall.Der Bürgermeister ist geschmiert,Justiz ,Polizeiführer sind geschmiert.Sie ziehen die gleiche Nummer ab wie Fall:“Eisen.“
      Bei der Größe müsste das Investionsschutzabkommen greifen.Unter der Voraussetzung das wirk-lich ein Titel da ist!
      Alles andere,wie schnell,wie langsam das geht, hängt vom nötigen Kleingeld, mehr oder weniger schönen Mitteln die zum Einsatz kommen ab.Wie im schlechten Western!
      Sie nützen nur aus das die Justiz in Paraguay langsam und rutschig ist.In der Zeit Sahnen sie ab auf einen fremden Grundstück.
      Grundstückssachen sind immer eine Sache sich in Paraguay,insbesondere für Ausländer ohne Beziehungen/Hausmacht.
      Die deutschen Seiten des Auswärtigen Amtes, der Botschaft sagen schon was aus.Sie müssen sie nur lesen.Rechtssicherheit,Grundstücksgeschäfte,Gewalt kommen dort vor mit Warnungen.Wie erst sie der Einzelne nimmt, darüber nach denkt, zwischen den Zeilen liest, ist schon mal andere Sache.Beratungsresistenz!

  2. Nun, da kann man ja nur noch hoffen, daß der Herr Honorarkonsul diese Gelegenheit nutzt, um positiv von sich reden zu machen, was man normalerweise von Honorarkonsulen nicht gewohnt ist. Denn ihre letzte Ausrede ist in der Regel, daß sie ja als Honorarkonsul keine Tätigkeitsvergütung für ihre Arbeit bekommen und deshalb auch nicht unverrichtete Arbeiten von ihnen reklamiert werden können. Nun, da muß ich mich wirklich fragen, warum sie sich dann förmlich um so einen Posten wie den des Honorarkonsuls schlagen. Herr Karsten Friedrichsen ist mir noch nie bekanntgeworden, und ich habe auch hier seinen Namen überhaupt zum ersten Male gelesen. Deshalb wünsche ich ihm, und ich spreche auch die Hoffnung aus, daß wenigstens dieser jetzige Honorarkonsul auch ausnahmsweise mal etwas für seine angeblichen Landsleute etwas positives erreicht. Denn meines Wissens hat noch nie ein Honorarkonsul im Einsatz für einen Landsmann diesen und dessen Interessen wirklich erfolgreich verteidigt. Ich habe sogar mal einen österreichischen Honorarkonsul kennengelernt, der „Zubringerdienste“ leisten sollte für österreichische Staatsangehörige an die zuständige österreichische Botschaft in Buenos Aires, z.B. Entgegennahme von Anträgen auf Ausstellung eines österreichischen Reisepasses oder Verlängerung eines solchen. Da wartete eine Familie, die nach Österreich reisen wollte, länger als ein Jahr auf ihre Pässe, und bei einer vielmals wiederholten Rückfrage, wie lange eigentlich die Bearbeitung der Pässe noch daure, stellte sich heraus, daß die Antragsunterlagen noch nicht einmal von Asuncion nach Bs.As. weitergeleitet waren. Als Begründung erklärte man dieser österreichischen Familie, es handele sich auch um ein Honorarkonsulat, das für seine Dienste keinerlei Bezahlung erhalte. Nun da besteht doch die Frage zu Recht, warum diese Leute sich dann derart um solche Posten geradezu streiten. Auch in Stuttgart existiert ein paraguayisches Honorarkonsulat, welches lt. Internet sogar ein Büro unterhält, in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs, wo Mieten naturgemäß weit über dem normalen Rahmen liegen, nur ist dieses Büro niemals besetzt, auch wenn dieses lt. Internet einen halben Tag pro Woche besetzt sein sollte. Aber der Herr Generalkonsul hat zu tun in seiner eigenen Firma in der Zone Heidelberg, und hat deshalb auch keine Zeit, um seinen freiwillig eingegangenen Verpflichtungen in seinem Konsulat nachzukommen. Stattdessen benützt er dieselbe Ausrede der meisten seiner Kollegen, er sei nur Honorarkonsul und bekomme für seine Tätigkeit kein Geld. Außerdem sei er ledigich zuständig für Handelsbeziehungen zwischen Paraguay und Deutschland und habe mit Dokumenten wie Pässen usw. usw. nichts zu tun, und wofür er zuständig sei, das könne er auch von seinem Büro aus in seiner Firma bei Heidelberg erledigen. Wenn ich nur das Wort „Honorarkonsul“ höre, da reagiere ich sofort entsprechend aufgrund meinen bisherigen Erfahrungen. Ich möchte allerdings durch eventuelle so entstandene Vorurteile dem Herrn Honorarkonsul Karsten Friedrichsen auf gar kein Falll unrecht tun. Deshalb für ihn meine guten Wünsche zu seiner Tätigkeit und auch die besten Erfolgswünsche in Fällen wie dem oben beschriebenen.

  3. Die Deutschen haben das Grundstück angeblich 1980 „in privatem Ambiente“ erworben.
    Einen Titel können sie offenbar nicht vorweisen. Einziger Eigentumsnachweis ist offenbar die Aussage des deutschen Honorarkonsuls.

    1. Wenn dem so wäre, dann müßte man sich über so viel Dummheit wirklich nicht wundern. Man kauft doch kein Grundstück ohne Titel! Ebenso kauft man kein Grundstück mittels privatem Vorvertrag oder privatem Kaufvertrag und leistet darauf eine Anzahlung oder gar den gesamten Kaufpreis. Das wird auch dadurch nicht besser, daß dieser Vertrag von einem Notar beglaubigt wurde! Doch offensichtlich frißt 1.) Gier das Hirn und 2.) lassen viele Landsleute ihren Verstand an der Garderobe des Flughafenterminals zurück. Man glaubt es ja wirklich nicht!

      1. Mal ehrlich! Haben Sie bei Ihrer Ankunft gewusst wie man hier ein Grundstück erwirbt?
        Ich nicht. Ich hatte aber das Glück einen deutschsprechenden Notar zu finden der mich aufgeklärt und später alles erledigt hat. Ich habe noch heute mit ihm Verbindung.

        1. Ja, ich bin vom Fach und arbeite hier NUR mit einem wirklich sehr zuverlässigen und bekannten Notar in ASU zusammen. Notare sind in Paraguay nicht unbedingt von Natur aus vertrauenswürdig, das ist ein großes Problem. Ich habe hier schon Notare erlebt, die ohne zu zucken anboten, einen falschen Kaufpreis und alles was der Verkäufer an abenteuerlichen Absichten hatte zu beurkunden. Der Geschädigte wäre am Ende der Käufer. Doch was interessiert das den Verkäufer und Notar, Hauptsache die Kohle stimmt. Aber jeder Landsmann würde doch in Deutschland/Österreich/Schweiz auch nicht auf die Idee kommen ein Grundstück ohne Sicherheiten (Titel) zu erwerben. Warum also tun sie das hier?? Ist mir wirklich mehr als schleierhaft. Meine Erklärung: Entweder kommen hier viele „geistig nicht auf der Höhe gestellten“ Landsleute an, oder sie wollen ihr Geld vor ihren Gläubigern in der Heimat in Sicherheit bringen und scheuen daher den Weg über eine notarielle Beurkundung mit Titel, damit man später nicht auf ihr Vermögen zurück greifen kann. Doch das wird immer auf kurz oder lang zum Fiasko!

          1. Nicht ganz einverstanden!
            Meine Erfahrung zeigt eher, dass die Zuwanderer ein Basisvertrauen in die Welt haben, wie es in Europa üblich ist.

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