Wirkliche Freiheit genießen

Asunción: Wie oft wird Auswanderern, die nach Paraguay kommen, die Frage gestellt, weswegen Sie diesen Schritt getan haben? Was antworten Sie und weswegen? Lesen Sie was andere zu dazu gebracht hat und äußern auch Sie sich selbst.

Ob durch Zufall oder peinlichst genaue Planung, leben viele Deutsche, Österreicher und Schweizer seit Jahren oder Jahrzehnten in Paraguay. Obwohl einige typisch Deutsch meckern und immer gute Ratschläge parat haben, schätzen sie auch das Land, ohne es andere zu sehr spüren zu lassen. Quasi als kleinster gemeinsamer Nenner, so könnte man annehmen, finden diese die Freiheit sehr erquickend.

Es mag Länder mit mehr Arbeitschancen geben, viel schönerer Natur, längeren Stränden oder weniger Arbeitslosigkeit, sogar mit besserer Bildung. Doch würden alle die Ratschläge tatsächlich umgesetzt werden, wäre Paraguay zwar geordneter und etwas gesitteter aber auch spürbar teurer.

Laut Wikipedia wird Freiheit in der Regel als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können. Kann man das auch für Paraguay geltend machen?

Lange Rede kurzer Sinn. Was brachte sie, liebe Kommentatoren, nach Paraguay oder was hat sie so positiv überrascht, dass sie gleich hier geblieben sind?

PS: Es sind auch Leser eingeladen, die sich sonst nicht oder weniger zu Wort melden.

Wochenblatt

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32 Kommentare zu “Wirkliche Freiheit genießen

  1. Wirkliche Freiheit,28 Jahre in Paraguay leben,spricht fuer sich.Guenstige Lebensumstaende,allgemein gute Wetterverhaeltnisse,weniger Stress,Natur,dann kann man ueber die Schattenseiten die jedes Land hat hinweg sehen.

  2. Ich bin ganz gezielt und ueberlegt nach PY ausgewandert. Ich „kannte“ das Land ein ganz kleines bischen von einer Motorradrundreise 1977 und hatte ploetzlich die Schnauze voll von meinem Job, das ganze Jahr reisen, USA, Europa und vor allem Asien. Hat mir viele Jahre sehr gut gefallen und ploetzlich war der Ofen aus. Hier konnte ich legal einwandern ohne Millionaer zu sein, die Leute haben keinerlei Fremdenfeindlichkeit und das Klima ist fuer mich super. Ich habe fuer mich und meine Frau die richtige Wahl getroffen und lebe seit fast 27 Jahren hier.

  3. Vor über 30 Jahren hat mein Vater unsere Familie mehr oder weniger durch eine „Kurzschlussentscheidung“ nach Paraguay verpflanzt… Eigentlich total ungeplant und ohne das Land vorher gekannt zu haben ausser vom Hörensagen. Die näheren Umstände würden hier den Platzrahmen sprengen. Ich sage nur: Plötzliche Arbeitslosigkeit, Traum von der eigenen Landwirtschaft, kleine Erbschaft…
    Vater starb früh und konnte seinen Traum nicht zu Ende realisieren. Aber die Familie ist geblieben. Wir haben uns mit diesem Land identifiziert und es ist die Heimat geworden. Wenn man gelernt hat sich mit Land und Leuten zu arrangieren, die positiven Seiten des Landes und seiner Bewohner gegen die Schwächen aufzuwiegen, sich etwas anpasst ohne die eigenen Prinzipien ganz zu vergessen – Dann ist Paraguay ein lebenswertes Land.
    Wir haben, nach etlichen Fehlschlägen, gelernt von dem zu leben das man hier verdienen kann. Und es geht uns gut dabei. Und wenn ich heute die Nachrichten schaue oder eine Zeitung lese dann bin ich meinen Eltern dankbar das sie vor Jahren diesen Entschluss gefasst haben und trotz vieler Probleme und Sorgen geblieben sind.
    Ich liebe dieses Land mit all seinen hellen und dunklen Seiten und es tut mir oft weh wenn Leute versuchen es schlechter dazustellen als es ist. Klar: Vieles könnte besser sein, oder zuverlässiger, oder organisierter… Aber glaubt mir liebe Freunde – Das perfekte Land wurde noch nicht entdeckt!

  4. Vor 11 Jahren wurde ich Pensioniert, da habe ich gelesen, dass Paraguay eines der günstigen Länder im Lebensunterhalt sei. Da kamen wir also meine Frau und ich für drei Monaten nach Paraguay, und gingen danach zurück und haben alles Organisiert um daher Einzuwandern. Sage Euch ehrlich, ich habe es bis heute nicht bereut.
    Sicher gibt es gute und schlechte Seiten in Paraguay, aber das gibt es überall auf der Welt.
    Bin der Meinung, dass jeder das Land so Akzeptieren soll /muss wie es ist, die anderen sollen am besten sofort wieder zurück gehen.
    Auch ich kritisiere manchmal über das Vorgehen der Regierung, und ärgere mich auch, über die Ande, usw. Aber es gibt da viele Personen, die nur Stänkern, alles ist falsch, da frage ich mich wirklich, warum bist Du da?
    Was ich inzwischen draufgekommen bin, dass das meisten Personen sind, die was in Ihrem Land Ausgefressen haben, und nicht mehr zurück können.
    Genau diese Personen vermiesen uns das da sein. Das sind auch diese die uns bei den Einheimischen verhasst machen.
    Dann gibt es noch die Alkoholiker, auch die machen uns das Leben schwer, indem sie nur Stumpfsinn erzählen, die die Lüge und Wahrheit nicht mehr Auseinader halten können.
    Aber desto trotz, gefällt es mir und meiner Frau immer noch sehr gut in Paraguay.

  5. Ich hab 4 jahre in paraguay gewohnt konnte es nicht begreifen wie die ganze republica sich da zurecht fand; ich war total ausgebrannt, es wird doch ziemlich viel warmer als in der sahara wueste; kein wunder das die paraguayos 25% von ihrem sojaexport verschlucken an bier.

  6. Ich bin in jungen Jahren von Deutschland nach Paraguay ausgewandert. Ich wollte nicht mein ganzes Leben in einem Buero bei Neonlicht verbringen. An der Mentalität der Deutschen störten mich deren Obrigkeitshörigkeit, die überbordende Bürokratie wie auch die Bevölkerungsdichte auf begrenzten Raum.
    In Paraguay fand ich ein besseres Klima, gute Bedingungen als Unternehmer und eine kritische Bevölkerung gegenüber ihrer politischen Führung, was wohl die Regierungen beschränkt gravierende Entscheidungen zum Nachteil der Bevölkerung zu treffen. Mir ist lieber in einem Nachwächterstaat zu leben als Untertan eines Staates zu sein, der in der Welt eine wichtige Rolle spielen will. Dabei sind wir dann nur die Bauern wie im Schachspiel.

  7. Nun vor 12 jahren schien mir der Zeitpunkt gekommen, an dem Deutschland zu sehr Richtung Überwachungsstaat ging und ich langsam hinter die Kulissen blickte, was lang genug genauert hat. Hier kann ich diese Entwicklung wenigstens auf mich zurollen sehen und hoffen, dass es wegen mangelnder Infrastruktur noch lange geht, bis dies hier soweit ist. Natur, Tiere, Ruhe, entschleunigtes und bewusstes Leben das sind die Punkte die mir hier gefallen.

  8. Wir sind 38 Jahre in Pargueay,sind Eltern geworden, Grosseltern geworden und alt geworden. Ja, wir bleiben hier Eurpaferien sind immer schoen doch das nach Hause kommen in Paraguay auch!

  9. flüchtling.
    Das immer schlimmer werdende politische Klima in Merkelland, die ständige Bevorzugung alles Fremden gegen die eigene Bevölkerung, das Gefühl, 40 Jahre in diesem Land gearbeitet zu haben, um Sozialschmarotzern und Terroristen das mühsamst Erwirtschaftete nun „stiften“ zu müssen, war der Hauptgrund hier her zu kommen. Bei meiner ersten Reise in dieses Land wurde ich dermaßen herzlich von den Paraguayern aufgenommen, daß ich nach 8 Wochen hier nicht mehr zurück wollte. Ich habe mich, vielleicht bin ich da ja eine Ausnahme, trotz katastrophaler Sprachkenntnisse mehr mit den Einheimischen versucht zu unterhalten, als mit vielen Deutschen, die besser in Merkelland geblieben wären. Hier ist nichts perfekt, nichts ist so wie es eigentlich sein sollte, aber alles funktioniert irgendwie. Bis auf die sichtbaren Abfälle stört mich hier nichts. Auch die Sprachprobleme werden besser, dank der aufopfernden und geduldigen Hilfe der Paraguayer. Inzwischen habe ich meine cedula bekommen, meine Frau demnächst. I love Paraguay an the people.

  10. Meiner Meinung sollte man nur als junger Mensch auswandern. Ein alter Baum lässt sich schwer verpflanzen. Zum Beginn eines neuen Lebens in Südamerika ist es ratsam eine auch schlecht bezahlte Angestelltenstelle anzunehmen um Land und Leute, Sprache, Sitten und Gebräuche kennen zu lernen bevor man den Sprung als Unternehmer mit eigenem Geld wagt. Leider haben viele Einwanderer hochfliegende Pläne und die Meinung dass man nur auf sie gewartet habe. Unten anzufangen (wie früher der Tellerwäscher) liegt meist unter ihrer Würde.
    Viele bringen auch ungelöste persönliche Probleme aus der Heimat mit und vergessen dass „ Du bis ans Ende der Welt gehen kannst Dich aber immer selbst mitnimmst.“

    Für viele Jahre sind wir Einwanderer Gäste im Land und da gehört es sich nicht den schon länger im Lande Lebenden zu belehren und über die Einheimischen zu meckern. Das was gerne am Südamerikaner beanstandet wird lässt sich durch milderes Klima, leichteres Leben und einer anderen Werteskala erklären. Auch Süd -Europäer sind anders als die Nord-Europäer.
    Jedes Land wehrt sich gegen Überfremdung und fordert Eingliederung ein. Da aber Südamerika noch lange nicht homogen ist wird die europäische Einwanderung wie schon immer den Charakter der Länder beeinflussen und mitformen.

    1. Es macht durchaus Sinn, als junger Mensch auszuwandern. Allerdings nicht nach Paraguay. Wie wird man Millionär in Paraguay? Indem man ein paar Millionen mitbringt. Wer hierzulande reelle Geschäfte machen will, muß damit rechnen, dass er von vielen Seiten abgezockt wird. Das ist allerdings in allen Ländern der so genannten 3. Welt genauso. Selbst eine Partnerschaft mit einem Einheimischen geht häufig ins Auge.

          1. Das sind abgedroschene Phrasen…..
            Leute die Millionen in Paraguay investieren und diese natürlich vorher erwirtschaftet haben (nicht geerbt, gestohlen oder im Lotto gewonnen) haben meistens, um nicht zu sagen immer, das nötige Gespür wie man Geld verdient und stellen sich dabei eher nicht wie die grössten Idioten an.
            Man sollte so fair sein und aus der eigenen Unfähigkeit hier erfolgreich Geschäfte zu machen nicht auf Andere schliessen…meistens ist es doch so, dass ausgerechnet die Leute, die auch in Europa nichts auf die Reihe gebracht haben, hier scheitern. Das hat nichts mit Paraguay zu tun, sondern nur mit der eigenen Inkompetenz.
            Von Tuten und Blasen keine Ahnung und dann hier die ganze Kohle in den Sand setzen…..es gibt unendlich viele Beispiele davon, nicht nur in Paraguay, aber natürlich auch in Paraguay.

          2. In der 3. Welt ist alles anders. Wie gesagt, das gilt nicht nur für Paraguay. Man könnte ein dickes Buch darüber schreiben.. Wenn man der mit EU-Mitteln aufgebauten Textilfabrik in Tanzania dauernd bewußt den Strom abstellt, die Kühl-Kette für den für den Export bestimmten Produkte in Ägypten bewußt unterbricht…. um Schmiergelder zu erhalten, die jede Woche höher ausfallen sollen. Die für den Export bestimmten Blumen am Flughafen vergammele läßt, weil der holländische Unternehmer kein Schmiergeld zahlen will, usw. usw. Alles Dinge, die man in Westeuropa nicht kennt. Alles Unternehmer aus Eufopa, die daheim erfolgreich waren und sind. Versager nur im Ausland, wo man ihnen dauernd die Knüppel zwischen die Beine wirft. Nie vergessen werde ich den deutschen Techniker im Fernmeldeamt in Accra, der versuchte, ein Telegramm abzusetzen. Er hatte Tränen in den Augen und meinte sinngemäß: eine Maschine, die in Deutschland ein Leben lang hält, hat man hier in drei Wochen ruiniert. Oder der deutsche Müllermeister aus Augsburg, der schon im Alter von 35 Jahren in Afrika starb. Seine Mutter war überzeugt: er hat sich totgeärgert.
            Noch Fragen, Hauser?

    1. Naja, Platz/Land schon, nur dauert das Schreiben eines Kommentars, der über einen Einzeiler hinausgeht, auch etwas länger.

    2. Zu lesen ist: 4,5 Millionen Deutsche leben im Ausland. Es wurde vergessen zu erwähnen, dass die Elite davon in Paraguay lebt.

  11. In anderen Ländern Südamerikas (Mittelamerika) wollen sie, dass man über 100.000 US-Dollar investiert, damit man evtl. eine permanente Aufenthaltsbewilligung erhält. Da waren die Einwanderungsbedingungen für Paraguay doch wesentlich angenehmen.
    Die Informationen aus dem Internet waren spärlich. In Asuncion und Umgebung sei die ärztliche Versorgung gut und es gebe viele Tschoppings. Von Korruption war die Rede, doch eigentlich im positiven Sinn: Machst ein Vergehen gibst dem Polizisten 10 Euro und gut ist.
    Unsagbar freundlich und hilfsbereit kamen mir die Menschen vor: Wildfremde Menschen gehen auf dich zu um dir „Hola Señor“ zu sagen. Die Einladungen zu Asado waren unzählig.
    Von Korruption und Verbrechen habe ich bis heute wenig selbst erlebt. Versuche, die man schnell durchschaut: Man kann mir keine LingYang-Pneus zu 80 Euro das Stück verkaufen.
    Glücklicherweise höre ich nicht gerne Kindergartenmusik bei 130 dB, spätestens ab 20 Uhr wird mir langweilig und weiß nicht, was ich da nun bis 4 Uhr machen soll, esse nicht gerne gekochtes Leder und haue mir nicht die Birne mit Alkohol voll, was mich aufgrund meiner Abstinenz dieser Feste sicher vor manchen Betrügereien bewahrt hat: Dort wird versucht herauszufinden, wer und was du bist, wie viel Plata du hast und versucht dir eine Heizung für den Sommer, Haus, Auto etc. überteuert zu verkaufen. Hier will jeder in einem Geschäft mit einem Gringo Involvierte seine Kommission haben.
    Auch präventive Maßnahmen wie nicht mit Luxus anzugeben, Hunde, Mauern, alles Anzunageln, was mitgenommen werden könnte, helfen sehr. Gelegenheit macht Diebe, wenn man diese nicht gibt hat man ein geringes Risiko, denn die Menschen sind nicht grundsätzlich kriminell, sondern viele einfach nur sehr sehr arm. Aber sie wissen, Gringo hat infinitiv Plata. Da könnte ein Krümel (und mehr) für sie abfallen.
    Mit der Zeit sammelt man seine Erfahrungen und merkt, dass hier einfach alles 10x länger dauert. Sei es die schlechte Infrastruktur, das unsäglich tiefe Bildungniveau und schlechte Qualität von billiger Ware, die schlussendlich teurer kommt.
    Versuche hier in PY (mehrere) Erwerbseinkommen zu eröffnen scheiterten: Zwar findet man Millionen Angestellte, du arbeitest und sie lernen und wollen die Plata. Nein, statt zwei paraguaysche Angestellte zu haben mache ich das lieber selbst, und zwar vor dem Frühstück. In Paraguay gibt es schon alles zu kaufen, ein Handelsunternehmen muss schon eine glückliche Hand für eine Nische finden. Dienstleistungsbetriebe sind spärlich, aber diese brauchen die meisten Haushalte und Betriebe auch gar nicht.
    Erfreulich sind die Steuern für Auto und Grundstück, für uns Europäer nichts, will man sein Einkommen aber hier verdienen, so ist es viel. Keine jährliche Steuererklärung ausfüllen zu müssen und sehr geringen Kontrolle über tatsächlich erwirtschaftetes Einkommen und angegebenem Einkommen und dadurch ersparter Mehrwertsteuerabgaben (Einkommenssteuer für Angestellte gibt es nicht, für Einzelhandel und Gesellschaften aber sehr wohl).
    Wenn man also monatlich für 5 Mio. Gs. Ware einkauft, aber offiziell nur für 2 Mio. Ware verkauft, hat man trotzdem gut gegessen.
    Weniger erfreulich sind die Lebensmittelpreise, will man nicht ständig nur Knochen abnagen.
    Alles in allem sind die Freiheit, Infrastruktur, Zivilisation und Einkommensgrundlagen riesengroß. Etwa vergleichbar mit der Freiheit die man hat, wenn man sein Zelt in Mitten des Amazonas aufstellt.

  12. Erstmal Danke für die tollen Komentare,liebe Grüsse an euch alle 🙂
    Ich bin vor knapp 5Jahren mit meinen Eltern und Geschwister hierher ausgewandert.Es war die Entscheidung meiner Eltern,sie wollten ihren Lebensabend hier verbringen und fragen mich und meine Geschwister:“Bleibt ihr in Europa oder kommt ihr mit?“Alle waren wir uns einig bloss weg vom absterbendem Ast.Paraguay gefällt uns sehr gut,wie schon erwähnt es gibt immer Länder die etwas besser machen aber auch vieles schlechter.Hier hat man Freiheiten ohne Ende,tolles Wetter,wenn man weiss wo noch sehr viel unberührte Natur,die Paraguayer sind speziell aber man kann gut mit ihnen auskommen wenn man nur versucht sich etwas anzupassen,man muss kein Millionäir sein um eine Cedula zu kriegen oder etwas Land zu kaufen.Wir fühlen uns sehr sicher in Paraguay und wir haben viel über die verschiedene Arten Menschen kennengelernt.Die meisten Immigranten oder Kolonisten die wir kennen leben ebenso gerne hier im Land wie wir.Wie oben schon erwähnt gibt es das perfekte Land nicht und es ist schade,dass die Leute die sich hier nicht wohl fühlen, die Schuld am Lande auslassen statt sich einzugestehen ,dass es einfach nicht gepasst hat.Für mich ist Paraguay und Südamerika 1ste Welt und die offizielle 1ste Welt ist kaum zumutbar in meinen Augen..ist jedoch Ansichtssache des einzelnen.

  13. Kenne Paraguay seit 27 Jahren und habe daraufhin gearbeitet mal hier zu bleiben.
    das habe ich vor 18 Jahren geschafft. Habe mir eine Existens aufgebaut und lebe sehr gut. Bekomme seit 5 Jahren meine Altersrente und arbeite aber trotzdem noch. Dann das schöne Klima, das ist gut für meine Gesundheit. Freiwillig gehe nie nach Deutschland zurück.

  14. Ich bin 1986 in Asuncion geboren und mit meiner Familie im Kindesalter nach Deutschland gezogen. Schon früh stand für mich fest eines Tages zurueckzukommen, da ich in den Urlauben immer fasziniert von dem Land war und gar nicht mehr nach D zurueckwollte. Ausserdem sprachen wir zu Hause oft ueber Paraguay.

    Jetzt ist es so, dass ich die paraguayische Nationalitaet und Verwandte in PY habe und daher nicht mit den Einwanderungshuerden zu tun hatte. Mit einem hier gesuchten Beruf und etwas Praxiserfahrung (ist hier Gold wert) hab ich dann den Schritt Mitte 2015 gewagt.

    Ich wusste ja bereits ungefaehr was mich erwartet, aber die Arbeitswelt ist schon hier krass anders, wie ich erwartet habe. Ich bin enttaeuscht von den Menschen hier, dass muss ich einfach leider sagen. Ausnahmen gibt es, aber generell bin ich enttaeuscht.
    Aber jetzt weiss ich, dass ein Land eben so dasteht, wegen seiner Mentalitaet.

    Man kennt mich ja aus dem Forum mit kritischen und teils gehaessigen Kommentare. Es ist halt auch eine Moeglichkeit Frust rauszulassen, den Paraguayern gegenueber versuche ich das etwas diplomatischer zu aeussern. Die meisten stimmen mir auch absolut zu – aber handeln dann doch lieber so, wie sie es gewohnt sind.

    Meine Zukunft ist noch ungewiss hier, aber nach Deutschland zurueck ist momentan absolut keine Option, auch wenn ich viele Dinge und kulinarische Koestlichkeiten vermisse. Aber was in Deutschland momentan abgeht ist ueberhaupt nicht nach meinem Geschmack. Und nach den Wahlumfragen soll es ja weiter so gehen wie bisher. Mit langsamen Schritten in den Abgrund. Formen des friedlichen Widerstandes werden von linken Gruppen und der etablierten Politik aggressiv bekaempft. Und gleichzeitig steigen die Kosten ins Unermessliche.
    Wenn ich in Paraguay die Leute nicht verstehe, dann komme ich mir in Mitteleuropa aber richtig fremd vor.

    1. Das ist ein ehrlicher Beitrag!
      Ich bin vor 10 Jahren hierher gekommen, habe eine deutsche Lehrerin geheiratet und ihr ein Büro für Übersetzungen eingerichtet. Von ihrem Lehrergehalt hätte sie keine großen Sprünge machen können, von einer Altersvorsorge ganz zu schweigen. Aber, obwohl wir beide arbeiten, sehen wir nur mäßige Erfolge. Wenn ich nicht ständig auf mein Konto in Deutschland zurückgreifen könnte, wären wir nicht in der Lage, zu sagen, wir machen dies zu großen Teilen aus Spaß und dem Wunsch, tatsächlich zu helfen.
      Und ich muss immer wieder darauf hinweisen, dass es das paraguayische „Geschäftssystem“ stark verhindert, dass Investoren ins Land kommen. Wie denn auch, bei der Unzuverlässigkeit und Borniertheit der Menschen hier.
      Trotzdem möchte ich nicht zurück nach D. Das Leben an sich ist hier tatsächlich entschleunigt und nicht zu vergleichen mit der deutschen Alltagshektik. Man muss halt unbedingt lernen, zu improvisieren. Ohne das geht nix!
      Man muss sich allerdings auf die Leute hier einlassen und darf sich keinesfalls in einem deutschen Viertel einigeln und jammern. Kontakte zu alteingesessenen Deutschstämmigen sind zu empfehlen. Allerdings ist IMMER Vorsicht angesagt.
      Wenn wir absolut keine Lust mehr zum Arbeiten haben, hören wir halt auf damit und leben unser Leben.
      Paraguay ist trotz allem schön!

    2. Hallo Philipp, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Wer mit geringer Erwartungshaltung und mit genügsamer Einstellung hinsichtlich von Kultur und Niveau, sowie geringer Leistungsbereitschaft hier her kommt, der wird sicherlich glücklich werden. Und wer dann noch Vergleiche zu Dritte Welt Ländern in Asien oder Afrika zieht, der kommt sich hier bestimmt beinahe wie im Paradies vor. Doch wer einigermaßen geistig anspruchsvolle Gesprächspartner, Werte wie Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Unrechtsbewußtstein bzw. Rechtsbewußtsein sucht, wird in hohem Maße enttäuscht sein. Ich kam in dieses Land vor über 13 Jahren offensichtlich eher in naiver Erwartungshaltung und wollte nach einem arbeits- und streßreichen Leben in Deutschland in PY tatsächlich auf eigene Faust missionieren. Insofern liegen meine Kommentar-Kollegen mit dem mir verliehenen Ehrentitel „Laienprediger“ nicht falsch. Doch so wie mir hier von deutschen Landsleuten aufgrund meines christlichen Glaubens mit Hohn und Spott bis hin zu blankem Haß begegnet wird, das setzt den Unzulänglichkeiten der Paraguayer wirklich die Krone auf. Ich habe so etwas in Deutschland noch niemals erlebt! Offensichtlich versammelt sich in Paraguay die „geistige Elite“ von Hochintelligenz, Atheisten und selbsternannten Agnostikern, aber auch von Schriftstellern bis hin zu Hochschulprofessoren aus dem deutsch sprachigen Raum. Wer sich in diesen Kreisen wohl fühlt, und sonst nicht viel vom Leben erwartet, der ist hier genau richtig. Nun können die Paraguay-Versteher wieder darauf verweisen, daß doch derjenige, dem es hier nicht gefällt wieder gehen solle. Würde ich und viele andere auch, ja tun, wenn ich in Deutschland noch meine ehemals geliebte Heimat vorfinden könnte. Doch was sich dort abspielt möchte ich nicht mehr mit ansehen müssen. So lebe ich einerseits mit guten Erinnerungen an meine Heimat und andererseits etwas unglücklich in Paraguay. Ich habe mich mit Familie hier eingerichtet und mit der Kultur arrangiert – mehr aber nicht.

      1. Hallo Manni, bitte entschuldigen Sie, dass ich Ihnen schreibe, obwohl Sie ja Philipp angesprochen haben.
        Sie schreiben, Sie seien vor 13 Jahren in offensichtlich naiver Erwartungshaltung hier her gekommen. Sie wollten auf eigene Faust missionieren. Und jetzt sind Sie enttäuscht, dass Ihre Missionsarbeit nicht angenommen und Sie als Laienprediger tituliert wurden. Sind Sie etwa auch noch stolz auf den Ihnen verliehenen „Ehrentitel“? Vielleicht sollten Sie niemand etwas aufdrängen wollen?
        Auch ich bin bekennender Christ, wurde deswegen aber bisher noch nie angegriffen. Ich verkneife mir aber auch jegliche Missionsarbeit, die sich in Worten und Überzeugungsversuchen ausdrücken. Wenn ich überzeugen will, dann durch eine entsprechende Lebensführung. Meine Frau, die genau so denkt, und ich haben uns mit Paraguayern und mit deutsch-/europäisch stämmigen Kolonisten angefreundet und wir stellen fest, dass uns auf Anhieb 10 Leute einfallen, die es sehr ehrlich mit uns meinen. Sie sind arbeitsam, ehrlich, einfach, freundlich, intelligent, zuverlässig und haben es mit großem Fleiß zu etwas gebracht. Mangelnde Schulbildung ist absolut kein Hindernis! Und die Paraguayer, die wir kennen, sind genau so ehrlich, freundlich und durchaus liebenswert. Kleinere Gaunereien gibt es natürlich überall, aber die großen Gemeinheiten finden eher bei Europäern statt. So würde ich einigen der sog. Landsleute lieber keinen Zentimeter über den Weg trauen.
        Ich finde es sehr schade, dass Sie sich mit Familie nicht mit mehr als der Kultur hier arrangiert haben.
        Sie haben doch Intelligenz zu bieten. Wenn Sie als Christ jetzt noch Stolz und Beleidigt sein bei Seite legen, schaffen Sie es. Davon bin ich überzeugt.
        Bitte denken Sie darüber noch mal nach. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute.

  15. Paraguay war nicht erste Wahl, ist aber beste Lösung. Das Klima ist ideal, die Lebenshaltungskosten günstig und auch Möglichkeiten und Aussichten sind gut. Das Land erfüllt alle eigenen Kriterien, deshalb stören mich die Unzulänglichkeiten wenig.

  16. Also ich bin hier vor 7 Jahren noch als Minderjähriger mit meiner Familie hier angekommen. Ohne gewusst zu haben was mich hier erwartet oder sonstiges gin ich damals von anfang an in eine staatliche Schule die ich auch beendet habe. Und Studiere jetzt hier, weil ich hier bleiben will und nicht muss.Natürlich gibt es schönere, reichere Länder, mit beserer Infrastruktur, Bildung und Kriminalität. Aber hez ich meine ich werd keine Autobahn erwarten wenn ich fast null Steuern zahle. Aber darauf kommt es nicht an. Es kommt auf die Menschen an, auf das gefühl das man hat wenn man durch die Strassen läuft. Und all diese Sachen liebe ich hier. Natürlich gibt es ….. Paraguayer, genauso wie es ….. Deutsche gibt. Aber mann muss halt aus den Fehlern lernen. Und sich nicht vom Dorftaller abribbeln lassen. Denn im grossen und ganzen sind die PYos nett, aufgeschlossen und uuuunglaublich hilfsbereit (und ja sie machen es grösstenteils selbstlos). Und auch hier kann man als „Gringo“ von ihnen akzeptiert werden wie ein paraguayischer Landsmann dem sie helfen Tipps geben und auch vor Ladrones und Estafadores schützen. Leider kriegen die meisten Deutschen nichts davon mit. Weil sie sich in der Kolonie einkappseln, deutsche Kaffeerunde, auf zum deutschen Mechaniker, und deutschen Albanil. Und wenn mal doch in ne normale Stadt bloss schnell zum Supermarkt und raus und bloss Blickkontakt mit den „doofen“ Paraguazern vermeiden. Und der einzige Paraguayer mit dem sie reden ist ihr Arbeiter der seit der 6. Klasse keine Schule mehr von innen gesehen hat und der ihnen dann als Generalisierung aller Paraguayer gilt. Ich lad euch alle dazu ein euch mal mit denn gebildeten und kultivierten Paraguayos(die ein grosser Teil der Bevölkerung sind) zusammen zusetzen und mit ihnen zu Plaudern über ihre Ansichten etc. und ihr werdet alle eure Vorurteile gegenüber ihnen verlieren. Natürlich happert es an allen Ecken und Kanten aber die paraguayos arbeiten daran und ich weiss dass sie es auch schaffen werden. Und vergesst eine wichtige Sache nicht…Es ist un bleibt Südamerika! Grüsse an aller Leser, ich hoffe das vielleicht ein oder zwei von euch an meinen Ratschlag halten. Rohayhu Paraguay! La tierra Guarani

    1. Hallo ihr lieben Kommentatoren. Nein, ich lebe nicht in Paraguay. Leider nicht bzw. noch nicht. Es ist schön hier überwiegend positive Kommentare über das Leben in Paraguay zu lesen. Ganz besonders positiv und durchaus nachvollziehbar empfand ich den Kommentar des Herrn Frank Weiss. Danke dafür toll !
      2015 hatte ich das vergnügen vier Wochen Paraguay zu besuchen. War bei Freunden in einer Mennoniten Colonia in Ost Paraguay. Leider hatte ich kaum Kontakt zu Paraguayern dies ist natürlich auch meinen mangelhaften spanisch Kenntnissen geschuldet. Das kann und werde ich ändern und bei meiner nächsten besuch in PY werde ich auch verstärkt den Kontakt zu Paraguayern suchen. Meine Erfahrungen als Besucher waren üüüüüberaus positiver art. Was hier in den, sagen wir mal 70 Jahren, von den deutsch Mennoniten geleistet und aufgebaut wurde ist beispiellos und verdient meine uneingeschränkte Hochachtung. Doch die Mennonitensiedlungen sind nicht das wahre Paraguay, hier leben die besseren Deutsche hier gelten noch die sogenannten deutschen Tugenden wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Fleiß, Kameradschaft, Treue, Ehrlichkeit und gegenseitige Hilfsbereitschaft. Sehr wahrscheinlich ist der Glaube und die Religion die Erklärung für dieses positive verhalten.
      Probiert es doch mal aus und pacht noch etwas Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme oben drauf
      dann seit ihr alle tolle Paraguayer mit deutschem Migrationshintergrund.
      Und eins noch, seid lieb und liebevoll zu einander, dann sind’s die adern auch zu euch.
      Liebe Grüße aus Deutschland / Rheinland – Pfalz.

  17. Ich durfte Paraguay vor anderthalb Jahren anläßlich eines Besuches bei Verwandten von mir kennenlernen. Meine Verwandtschaft hat in eine Kolonistenfamilie, die schon ca. 100 Jahre im Land lebt (und zuvor auch schon in Südamerika war) eingeheiratet. Es war nur ein kurzer Besuch, für mich aber eine schöne Erfahrung, die Freundlichkeit und Offenheit der Leute hat mich beeindruckt! Ob ich mir ein Leben dort vorstellen könnte? Ich weiß es nicht, die Korruption ist mir selbst bei diesem Kurzbesuch aufgefallen, als wir auf dem Weg zum Flughafen geblitzt wurden, wurde mit dem Polizisten über die Höhe der Strafe verhandelt (habe nichts verstanden, da Guaraní geredet wurde, aber es war klar was vorging und meine Verwandten haben es mir danach auch gesagt, er wollte erst sieben Tageslöhne oder so), beim Grenzübergang haben wir gezahlt, um an der Schlange vorbei gelotst zu werden, damit ich meinen Flug erreichen konnte und bei der Grenzkontrolle habe ich gesehen, wie mein Verwandter dem Grenzpolizisten auch noch Geld in die Hand gedrückt hat, er hatte mich nur zu dem Büro begleitet, wo ich den Ausreisestempel bekam, das war für mich schon eine andere Welt, auch wenn ich durchaus reiseerfahren bin. Meinen Verwandten geht es wirtschaftlich sehr gut, sie haben sich etwas aufbauen können, das hätten sie in Deutschland oder Österreich so wahrscheinlich nicht können, sie sehen die Lage in Paraguay allerdings auch kritisch, der Sohn schimpft sehr auf die allfälige Korruption und versucht sich auch oft dagegen zu wehren, was seine Mutter wohl regelmäßig in Angst und Schrecken versetzt, wenn er sich mit Polizisten deswegen anlegt. Das ist für mich, wie gesagt, schon sehr ungewohnt. Es ist sicher nicht so, daß es in Deutschland keine Korruption gibt, aber das läuft halt nicht so offen und auch erst auf den höheren Ebenen,. Ich müßte mich da definitiv sehr umstellen, wenn ich dort leben würde. Trotzdem hat mir mein Aufenthalt gut gefallen und sollte die Situation in Mitteleuropa wirklich schlimm werden, würde ich meine Verwandten durchaus um Exil bitten, denke ich! 😉 Als Reiseland ist Paraguay wenig bekannt, aber es hat in meinen Augen schon etwas zu bieten, sicher wird es in den kommenden Jahren noch stärker entdeckt werden.

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