Wo Paraguay am schönsten ist… Teil 1

Encarnación: Es wäre mehr als einseitig nur schlechtes über Paraguay zu berichten wenn es auch so viel Schönes zu sehen und zu erkunden gibt. Pro Woche wird deswegen in einer kleinen Serie ein Ort vorgestellt, der es wert ist, von einem jeden Leser besucht zu werden. Den Anfang macht heute Encarnación.

Die Perle des Südens wird sie genannt, was keineswegs übertreiben ist. Noch weniger wenn man sich mit der Geschichte der Stadt, die bis auf das Jahr 1615 zurückgeht, befasst und deren aktuelle Entwicklung betrachtet.

Als drittgrößte Stadt des Landes mit rund 77.000 Einwohnern liegt Encarnación am Paraná Fluss und gilt als Pendant zu Posadas in Argentinien. Encarnación ist ebenso die Provinzhauptstadt Itapúas, der Kornkammer des Landes.

Abgesehen davon dass der frühere Diktator Alfredo Stroessner in der Stadt geboren wurde, haben sich im Stadtgebiet auch viele andere Ausländer angesiedelt, unter ihnen Deutsche, Polen, Ukrainer, Japaner, Araber, Chinesen und Neuseeländer.

Dieser kulturelle Schmelztiegel verleiht dem schönsten Karneval des Landes einen ganz besonderen Geschmack. Gefeiert wird dieser schon seit 95 Jahren.

Anders als im Rest des Landes spürt man in Encarnación ein Wille zur Veränderung. Die Menschen adaptieren sich an die Änderungen im Stadtgebiet und erfreuen sich somit an einem Panorama, für welches sich Yacyretá auf die Schultern klopft.

Durch die Wasserpegelerhöhung auf 83 m ü. N.N. bei dem Wasserkraftwerk musste auch ein neuer und höherer Küstenstreifen entstehen. Die Altstadt müsste ihren Platz räumen wie auch der ehemalige Flugplatz. Alles was den Fluten zum Opfer fiel wurde zuvor auf Kosten des Staates umgesiedelt.

Neben den Attraktionen fürs Auge gibt es auch einen modernen Marktbereich, wo Argentinier ihre Schnäppchen einkaufen. Nur hundert Meter vor dem Grenzübergang an der San Roque Gonzalez Brücke warten viele Angebote auf sie.

Mit den folgenden Bildern können sie sich einen Eindruck verschaffen und Geschmack holen für eine Wochenendreise. Viele moderne Hotels haben Platz für reisefreudige Personen.

(Wochenblatt / Fotos: Jan Päßler)

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6 Kommentare zu “Wo Paraguay am schönsten ist… Teil 1

  1. Danke für diese neue Serie.

    Ich lebe erst seit Mai diesen Jahres in Paraguay und bekomme so durch diese Serie gute Ausflugstipps, um das Land besser kennen zu lernen.

    LG aus SanBer

  2. ich lebe schon sehr lange in Paraguay, aber ich lerne noch immer.Wenn wir Zeit haben, fahren wir raus und sehen uns die Landschaften an. Es ist richtig, es gibt nicht nur negatives in Paraguay. Das sollte man immer wieder mal
    betonen.

  3. Ja, besonders Itapua ist landschaftlich sehr reizvoll, leider ist die Altstadt von Encarnacion und damit ein besonderes Flair unwiederuflich durch den Staudamm Yacyretà verschwunden.

    Das 1992 fertig gestellte und 1998 eingeweihte Wasserkraftwerk, das eines der größten der Welt, ist ökologisch höchst umstritten. Fauna, Tierreich sind verschwunden und viele Menschen mussten weichen.

    Die riesigen Gasvorkommen die man schon vorher entdeckt hatte wären für den Energiebedarf ausreichend gewesen.

    Empfehlenswert sind auf jeden Fall die Jesuitenreduktionen, etwa 30 Kilometer nördlich von Encarnacion liegen die ehemaligen Jesuitenmissionen von Jesus und Trinidad.

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