Wohin gingen 400 Milliarden Guaranies?

Fuerte Olimpo: Wenn das Departement Alto Paraguay mehr als 400 Milliarden Guaranies an Geldern von der Regierung bekam, stellt sich die Frage, was damit passierte.

Anscheinend wurden die 400.000 Millionen Gs. in 24 Jahren eher dazu genutzt, das gute Leben der Politiker in Alto Paraguay zu finanzieren. Das erste, was sie tun, wenn eine Wahl gewonnen wurde, ist, sich in Asunción niederzulassen.

Viele der 11 Gouverneure, die seit 1993 in dem Departement im Chaco regierten, waren nicht in der Lage Arbeiten durchzuführen, die dem Gebiet zugutekommen.

1993 bis 1998 war Tarcisio Sostoa (ANR) Gouverneur in Alto Paraguay. Seien einzige Errungenschaft war die Installation eines Stromverteilungssystems.

Zwischen 1998 und 2003 gab es chaotische Zeiten im Chaco, geprägt von sechs Gouverneuren. Von 2003 bis 2007 war Erasmo Rodriguez an der Macht. Er resignierte aufgrund einer Korruptionsuntersuchung. Rosalba Belmonte de Penayo übernahm den Posten von Rodriguez.

Sowohl Penayo und Rodriguez wurden für verschwundene öffentliche Gelder in Höhe von jeweils zwei und vier Milliarden Gs. für schuldig befunden. Sie wurden dazu verurteilt, die Beträge in Raten zurückzuzahlen. Nicht einmal 300 Millionen Gs. kamen zusammen. Penayo wanderte dadurch ins Frauengefängnis und sitzt dort immer noch ein, Rodriguez kandidiert schon wieder für einen Sitz als Landrat.

Zwischen 2008 und 2013 war Justo Fernández Bauzá (ANR) Gouverneur in Alto Paraguay. Er musste sich ebenfalls Korruptionsvorwürfen stellen. Derzeit regiert das Departement im Chaco Marlene Ocampos. Deren Verwaltung ist ebenfalls sehr in Frage gestellt.

Für ein Jahrzehnt wurden alle Gouverneure vom Ex-Abgeordneten und derzeitigen Kandidaten als Gouverneur, José Chamorro, beherrscht. Er wurde “Onkel“ von seinen Anhängern genannt und war der “Herr und Meister“ des Departements im Chaco. Nach seinen Interessen und Gutdünken wurden die Ressourcen der Regierung an die Gemeinden zwischen 2003 und 2013 verteilt.

Wochenblatt / ABC Color

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6 Kommentare zu “Wohin gingen 400 Milliarden Guaranies?

  1. Artikel ueber besagten „Onkel“Jose Chamorro
    http://www.abc.com.py/tag/jose-chamorro-17760.html

    Da wuerde selbst ein italienischer Mafia-Boss vor Neid erblassen. Aeusserst beachtliche „Karriere“.

  2. ….,und wie ich schon einmal schrieb,als Penicillin,kennt man meine Wenigkeit Peter Seidl seit Beginn des Wochenblatts !

  3. Nebst der Reparatur von Sandstraßen, die einmal asphaltierte Straßen waren, mit Auffüllen von Sand, bleibt eben noch etwas für den Eigenbedarf übrig. Wohin sollen die Steuergelder denn sonst hin. Kontrolliert eh niemand.