Yaguarón wird restauriert

Yaguarón: Das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) gab in einer Pressemitteilung gegenüber der Zeitung Ultima Hora bekannt, dass die Kirche San Buenaventura in Yaguarón restauriert wird.

Die Kathedrale wurde im Jahre 1600 von dem Franziskaner Orden erbaut. Sie ist immer noch eines der schönsten Beispiele für dessen Bauweise. Einheimische glauben immer noch an den Mythos, dass ein Indianer, Pa’i Sumé, ein Prophet der in der Gegend lebte und sehr verehrt wurde, versprach, eines Tages wieder zurück zu kehren in ein Land ohne Übel und Tadel. Dies sei auch ein Anlass für den Bau der Kirche in der Nähe des Hügels „Cerro Yaguarón“ gewesen sein, dort soll der Prophet in einer Höhle gelebt haben.

Sicherlich schmunzeln einige über diese These, Fakt ist aber, dass die Kirche damals von Indigenen unter der Anleitung von Franziskaner Mönchen erbaut worden ist, dabei wurde der Innenraum zum größten Teil mit Holz verarbeitet, mit wundervollen Schnitzereien.

An diesen nagt nun der Zahn der Zeit. Der Angriff erfolgte nicht von Menschen, erstaunlicherweise, sondern von Termiten. Diese zerstören, langsam, aber sicher, das historische Gebäude.

Lilian Cañete, Leiterin des Projekts für die Restaurierung, berichtete, dass man eine Ausschreibung in Gang gesetzt habe, bei der sich Unternehmen in einem Wettbewerb für die erforderlichen Instandsetzungsarbeiten bewerben können.

Laut dem Architekten Nicholas Kronawetter, technischer Direktor für öffentliche Arbeiten am Ministerium, sollen die Arbeiten zu einer vollständigen Wiederherstellung dieses Kulturerbes Paraguays führen. Die Bausubstanz der Holzschnitzereien ist im Moment stark beeinträchtigt durch Termiten.

Geplant sind eine Verstärkung des Dachstuhles, die Restaurierung der Holzkonstruktion in der Kirche und die Wiederherstellung der ausgeblichenen Farbmalereien. Parallel dazu werden die elektrischen Leitungen instand gesetzt, sowie Fußböden und Treppen erneuert.

Das Ziel soll sein, alle kulturellen und geschichtlichen Bauwerke für nachfolgende Generationen zu erhalten, egal wo sie sich in Paraguay befinden.

Quelle: Ultima Hora

 

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