Ypacarai See: Der niedrigste Pegelstand seit 50 Jahren

Ypacarai: Die Flusspegel nehmen ab und die Trockenheit wird wohl noch mehrere Monate andauern. Fachleute behaupten, dass die Wasserressourcen erst ungefähr im September ihre normalen Werte wiedererlangen könnten.

Die neuesten Messungen des Ypacarai-Sees zeigen, dass sein Niveau nur -0,60 beträgt. Dieser deutliche Rückgang ist laut historischen Aufzeichnungen seit etwa 50 Jahren nicht mehr erreicht worden, sagte Ingenieur Roger Monte Domecq, ein Spezialist für Hydrologie.

„Das Wasser des Sees muss von Zeit zu Zeit erneuert werden, es hängt vom Regen ab, aber jetzt gibt es eine Stagnation und das Gewässer ist nur noch eine große Lagune. Bei geringen Niederschlägen gelangt durch die Bäche Yukyry und Pirayú nur sehr wenig Wasser in den See. Und seine Ableitung in den Paraguay-Fluss erfolgt über den Salado-Fluss, aber er trocknet auch aus“, sagte er.

Das Seebecken wird auch zur Einleitung aller Arten von Abfällen genutzt. In einem kürzlich vom Umweltministerium durchgeführten Überwachungsbericht wurden hohe Nitratwerte bestätigt. Abwässer und mögliche chemische Einleitungen wären die Hauptursachen.

Auf nationaler Ebene beträgt die Abdeckung der Abwasserbehandlung vor der Einleitung in Bäche oder Flüsse kaum 4%. Während die von sanitären Abwassersystemen nur 14% erreicht, so die Regulierungsbehörde für sanitäre Einrichtungen (Erssan).

Die beträchtliche Trockenheit, die den Pegel aller Flüsse und Bäche beeinflusst, verändert auch die Selbstreinigungskapazität der Wasserläufe gegenüber den in sie eingeleiteten Schadstoffen.

Zumindest in den folgenden zwei Monaten, also bis Juli, werden laut Ricardo Pereira, Leiter der Frühwarnung des Nationalen Notfallsekretariats (SEN), keine nennenswerten Niederschlagsmengen erwartet.

„Wir werden in den kommenden Monaten wenig Regen haben. Die Prognose für das gesamte Gebiet liegt für diesen Monat Mai unter dem Normalwert. Das würde möglicherweise auch für Juni und Juli bestehen bleiben“, sagte er.

Erst im September, wenn die Niederschläge zunehmen, könnte sich die Situation der Wasserkanäle normalisieren.

Wasser- und Sanitärbehörden, deren Versorgungsquelle Flüsse oder Grundwasser sind, berichten, dass die Gewinnung von Trinkwasser ebenfalls Schwierigkeiten bereite.

Abnehmer aus verschiedenen Bereichen behaupten, dass neben der zweifelhaften Qualität des von ihnen verbrauchten Wassers kein kontinuierlicher Service bestehe. Anbieter der Trinkwasserversorgung argumentieren, dass die Krise durch Covid-19 während dieser Quarantäne auch die Wartung stark beeinträchtigen würde.

Wochenblatt / Ultima Hora

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8 Kommentare zu “Ypacarai See: Der niedrigste Pegelstand seit 50 Jahren

  1. Den See zu reinigen bringt nichts, solange die ansässigen Betriebe weiter Ihren Müll rein kippen. Das andere Problem ist, wohin mit der “ ausgebaggerten Erde“, einfach irgendwo in die Umwelt kippen? Wie den Müll? In spätestens 2 Jahren ist der der See wieder kaputt. Aber Pyler stört das nicht, es werden Rinnen, die für “ Regen“, zum ablaufen bestimmt sind, werden mit Müll zugepackt, entweder wird der Müll beim nächsten Regen weg geschwemmt oder nach Tagen angezündet, nachdem die Tiere den Müll zerlegt und auf der Straße verteilt haben.

  2. Seht es mal so, jeder der sich mit dem See befast, hat sein Geld schon eingesackt, ohne einen Finger krumm zu machen, ist wie mit der Eisenbahn. So haben die guten Leute jedes Jahr die Berechtigung Geld zu fordern ohne was zu tun. Dann bekommen diese Leute auch noch genug Schmiergeld, damit die Firmen, die Ihren Unrat in den See leiten, um nicht geschlossen zu werden. Scheint meiner Meinung nach wesentlich billiger zu sein als den normalen Weg zu gehen ( Abscheider, Kläranlagen usw.)

  3. Zordoz! Eine Kläranlage müsste in diesem Fall so Dimensioniert sein das Gewaltige Mengen aufgenommen werden könnten,da stimme ich zu das so etwas nicht Realistisch zu sein scheint.Schlage da eher vor eine Sondermülldeponie die vorher Bodenanalysen mäßig untersucht wird so kein Verseuchtes Schlickwasser ins Grundwasser gelangen kann.Des weiteren sollten schon kleinere Kläranlagen das Einleiten von Abwassern Zukünftig unterbinden.Garnichts zu tun halte ich genauso für falsch.

  4. Ein sauberer see ist sicher besser, funktioniert aber nicht. Wer wuerde denn die klaeranlage bezahlen und warten wenn nicht einmal das normale muell abholen klappt? Selbst in europa ist vieles nur sauber, weil die industrie ausgelagert wurde. Der lebensstil sowie das wirtschaftssystem sind genau en contra. Es war also loco ein haus oder ein terreno am see als investition zu sehen. Es war nur eine frage der zeit bis er umkippt.
    Aber wie immer: wasser aus dem see trinken, vielleicht auch noch fischchen essen oder mit dem wasser giessen…. und sich fest wegen corona um seine gesundheit sorgen und mit tapaboca rumlaufen. Ha ha ha 21. Jahrhundert. Selbst der neandertaler lacht sich eins.

  5. Nun würde es an der Zeit sein den See zu säubern,eine bessere Chance erhalten sie nicht. Ganz massiv sollten Truppen von Strafgefangenen die Kleinere Straftaten begangen haben dazu heran gezogen werden den See zu reinigen,würde weniger Kosten verursachen und die Menschen kommen weiter rein in den Schlick als Maschinen.

  6. Der niedrige Wasserstand ist die Chance den gesamten trocken liegenden Bereich abzubaggern, um den Muell der letzten Jahrzehnte zu beseitigen. Der niedrige Wasserstand ist danach durch eine Staumauer oder eine Schleuse im Rio Salado problemlos herzustellen und dauerhaft zu halten. Mit einem Saugbagger laest sich sogar der ganze See leicht sanieren. Ein sauberer See bedeutet riesige Einnahmen und steigende Grundstueckswerte.

      1. War nicht im dez schon die Rede davon den see auszubaggern? Jetzt wäre ja die beste Gelegenheit aber die Regierung schert sich einen Dreck drum. Nützt sicher auch nichts da da das Übel damit nur vorübergehend beseitigt wäre

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