Zähes Ringen um die Sommerzeit

Asunción: Eigentlich war das Thema bei der Zeitumstellung schon einmal zu den Akten gelegt worden, nachdem der Senat diesen Vorschlag abgelehnt hatte. Jetzt gibt es noch einmal ein zähes Ringen um das Thema der Sommerzeit.

Die Gesetzesvorlage, die den offiziellen Sommerplan der Republik Paraguay das ganze Jahr über aufrechterhält, würde laut ihrem Befürworter, dem Abgeordneten der Partei Patria Querida (PPQ) Sebastián García, eine große Stromersparnis bedeuten.

Das Vorhaben wurde am Mittwoch von der Abgeordnetenkammer ratifiziert und an den Senat zurückgesandt, der es zunächst abgelehnt hatte.

In diesem Zusammenhang erklärte der Präsident der Nationalen Energieversorgers ANDE, Félix Sosa, im Radio Monumental 1080 AM, dass eine solche Initiative das Elektrizitätssystem des Landes nicht beeinträchtigen werde.

„Im Winter würde dies keine Auswirkungen haben, da der Spitzenwert des Verbrauchs im Sommer registriert wird. Wenn es im Winter aufgrund nur eines Zeitplans zu geringfügigen Abweichungen kommt, hat dies keine wesentlichen Auswirkungen auf das elektrische System, das der Nachfrage standhält, wenn sie irgendwann zunehmen sollte”, versicherte er.

Das Dekret 1264/2014 sieht vor, dass die offizielle Zeit in Paraguay am vierten Sonntag im März und am ersten Sonntag im Oktober aufgrund einer technischen Studie von der ANDE um eine Stunde verschoben wird, um das Sonnenlicht besser nutzen zu können.

Die Idee mit diesem Modus ist es, die Energielast in Spitzenzeiten, die am Morgen und am späten Nachmittag liegen, besser entsprechend der Nachfrage zu verteilen.

Der derzeitige Leiter der ANDE gab jedoch an, dass die Abweichung sehr gering sei. „Was wir brauchen, ist eine ungefähre Zeit von drei Monaten, um die Zähler der Großkunden mit differenzierten Tarifen neu zu programmieren. Es dürften etwa an die 3.300 Betroffene sein”, fügte er hinzu.

Der Senat lehnte den Gesetzentwurf mit der Begründung ab, dass die Schüler im Dunkeln in ihre Bildungseinrichtungen gehen müssen.

Wenn der Senat diesen Vorschlag nochmals ablehnen sollte, wird der Gesetzentwurf wieder in das Archiv geschickt.

Wochenblatt / Ultima Hora

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2 Kommentare zu “Zähes Ringen um die Sommerzeit

  1. | “Der Senat lehnte den Gesetzentwurf mit der Begründung ab, dass die Schüler im Dunkeln in ihre Bildungseinrichtungen gehen müssen.”
    Das musste ich hier auch mit Zeitumstellung. Für meine Mitschüler und mich war die Zeitumstellung jedes Mal nervig, vor allem wenn es die Umstellung zur Winterzeit gab, was auch eine Stunde weniger Schlaf bedeutet hat. Allein aus gesundheitlicher Sicht, wäre es das beste die Zeitumstellung abzuschaffen.
     
    | “Was wir brauchen, ist eine ungefähre Zeit von drei Monaten, um die Zähler der Großkunden mit differenzierten Tarifen neu zu programmieren. Es dürften etwa an die 3.300 Betroffene sein ”
    Das scheint mir eher der Grund, oder einer der Gründe zu sein, weshalb es aufgeschoben und ständig abgelehnt wird: Es bedeutet mehr Arbeit für den Staat und somit auch mehr Ausgaben. Unfassbar.

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