Zeuge Jehova klagt vor Gericht

Asunción: Der Verfassungsgerichtshof behandelt die Klage eines Zeugen der Glaubensgemeinschaft Jehova gegen eine einstweilige Verfügung, die seine Ehefrau zu einer Bluttransfusion zwang, obwohl sie kurz darauf verstarb.

Der Kläger ist Eduvigis Fariña, der in Raúl Arsenio Oviedo, Caaguazú, lebt. Er präsentierte sich im Namen seiner verstorbenen Frau, Linia Ayala González de Fariña, vertreten durch die Rechtsanwältin Abigail Alonso.

Fariña sagte, seine Frau sei ein treuer Zeuge Jehovas gewesen, und er ist es auch. Das ist eine Beziehung zu Gott im Leben von größter Bedeutung. Aus diesem Grund ist er der Ansicht, dass sie “die Folgen einer solchen Aggression als Beleidigung für ihre Person erleiden musste, als eine unerwünschte Bluttransfusion vorgenommen wurde“.

Die Frau hatte eine Herzkrankheit und lag im Hospital National. Von dort aus wurde sie am 20. September 2017 in das Hospital de Clínicas überwiesen und sollte operiert werden.

Die Frau lehnte eine Transfusion schriftlich ab, aber die Ärzte reichten einen Amparo ein, mit dem sie eine Transfusion erhielt. Sie starb am 12. Oktober desselben Jahres.

Aufgrund der komplizierten Operation erwirkten die Anwälte von dem Hospital de Clinicas eine einstweilige Verfügung bei dem Zivilrichter in Luque, Daniel Ocampos, die dann auch vom Gerichtshof ratifiziert wurde. Der Kläger hält beide Beschlüsse für verfassungswidrig.

Wochenblatt / Ultima Hora

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22 Kommentare zu “Zeuge Jehova klagt vor Gericht

  1. Wenn das Erwachsene so wollen, ist wohl nichts dagegen einzuwenden.
    Das die Mitglieder dieser Sekte aber aus Glaubensgründen im Ernstfall ihre Kinder verrecken lassen, sprich keiner Bluttransfusion zustimmen,geht für mich gar nicht.

  2. In zwei richtungen,Himmel oder hölle den man kan Gott Wahnsinnig lieben und gehorchen oder auch denVerführer wie in diesem Fall.

  3. „Es soll ein jeder glücklich werden nach seiner Façon.“ Friedrich der Große

    In diesem Falle auch sterben dürfen, wenn die Façon es so vorbetet.

    1. Jeder soll nach seiner Façon „selig“ werden“, so schrieb am 22. Juni 1740 Friedrich II, König von Preußen, und nicht glücklich.
      Das ist ein grosser unterschied und das dümmste was menschen hervorgebracht haben den nur ein Gott hat himmel und Erde gemacht und der schöpfer der menschen wird sich seine geschöpfe welches sei ebenbild ist mit seinem Odem nicht mit andern göttern teilen.
      Du sollst lieben Gott, deinen HERRN, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte.“ Matthäus 22.37
      Die menschen Glauben alles was „menschen“ sagen,es darf nur nicht aus gottes wort sein.Leute kehrt um solange noch gnadenzeit ist.
      Also auch, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut. Lukas 15.10

      1. Heiliger Bimbam. Von den Märchenstunden haben wir nun wirklich genug.
        Die monotheistischen Glaubensrichtungen als da sind: Judentum, Christentum und Islam sind verantwortlich für den Tod von Millionen und Abermillionen Menschen.
        Das sollen nun großartige Religionen sein? Das Großartigste, das sie vorweisen können ist die Anzahl der in ihrem Namen Gemordeter.
        Quelle: Gerald Berry: Religions of the World (Religionen der Welt)

        1. Das Dritte Reich ist verantwortlich für den Tod von Millionen von Menschen. Alkoholkonsum fordert jährlich 3,3 Mio. Todesopfer laut WHO. Rund 6 Millionen Raucher sterben jährlich vorzeitig laut Live-Counter. Im 2012 fielen fast eine halbe Million Menschen weltweit einem Tötungsdelikt zum Opfer laut Spiegel Online etc. etc. etc. Caligula, können Sie Zahlen vorlegen, wie viele Menschen durch Atheisten gemordet wurden?

          1. Wenn Sie sich auf die Kommunisten beziehen wollen: alles nachlesbar in Alexander Solschenyzin: Archipel Gulag Bd 1 und 2 sowie : Schwarzbuch des Kommunismus. Ob etwa Pol Po Atheist war oder ein Buddhist is mir nicht bekannt. Es geht aber hier nicht darum.

          2. Es geht darum, Caligula, dass Sie nur eine Seite der Medaille aufzeigen. Entsprechend sei daran erinnert, dass die wahre „Bestie“ der Mensch ist. Es gibt gute und schlechte Menschen, die Zugehörigkeit zu irgendeiner Gruppe ändert wenig daran.

  4. Werf daran interessiert ist, dass sein Kommentar im Wochenblatt auch wirklich veröffentlicht wird, sollte darauf achten, dass er/sie ein Bibelzitat anbringt. Oder zumindest von Gott, den Engeln, dem Teufel usw. schreibt. Und shcon ist alles klar.

  5. Das war bei der vorherigen Leitung des Wb anders.Wen möglich wurden nur tehmen ausgesucht die nicht religiös waren und lange nicht alle Komentare wurden reingenohmen.
    Es freuht mich das doch ein gewisses suchen nach der Wahrheit vorhanden ist.
    Ich für meinen teil tue nur was der heilige geist mir giebt zu posten.Also meinem schöpfer gehorsam,und für den erfolg bin ich nicht verantwortlich.
    Ob das reden des heiligen Geistes veröffentlicht wird oder nicht ist dan die verantwortung eines Andern.Gott will das allen menschen geholfen wird und wie kan Der herr über allem was ist besser reden als hier in aller öffentlichkeit?
    Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater. (Offenbarung 3.5) 33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater

    1. Also doch: die Wahrheit findet man in der Bibel. Wozu hat nur der Gott der Christen die Bibel voller Widersprüche und Fehler schreiben lassen?
      Die historische Kritik hat die Bibel entzaubert und ist zur Totengräberin des Glaubens geworden. Neutestamentliche Forschungen ergeben: Für den Glauben bleibt kein geschichtliches Fundament zurück, auf das er nach eigenem Bekunden angewiesen ist – und das er sich doch selbst ausgedacht hat. Frühchristliche Fromme haben massenhaft und mit gutem Gewissen Jesussprüche erlogen, die später ihren Weg ins Neue Testament nahmen. Die dreiseste Lüge ist die von Jesus dem Judenfeind.
      Die hemmungslose Erfindung von Worten Jesu diente uinter anderen dem Ziel: Kampf den ungläubigen Juden und den Dissidenten in den eigenen Reihen.

      Quelle; Universität Göttingen, theologische Fakultät
      Laienprediger und Leichtgläubige können damit weniger anfangen als Kinder mit Grimm’s Märchen.

      1. diese Frau wollte keine Bluttransfusion, hatte es schriftlich niedergelegt. Den Arzt hat das einen Sch…ß interressiert. Er hat einen Richter bemüht um seinen Willen durchzusetzen. Vielleicht hatte sie eine „zu gute Krankenversicherung“ anders ist das Verhalten des Arztes nicht zu erklären. Sie hätte keinen Grund angeben müssen, um die Behandlung zu verweigern! Hoffentlich geräts Du nicht mal in eine Situation, in der andere Menschen einfach so über Dich entscheiden – nur weil sie die Macht dazu haben. Wem hat letztendlich die Bluttransfussion genützt ? Welche Rolle spielt die Religionszugehörigkeit dieser Frau ? Der Arzt hat den Willen des Patienten zu aktzeptieren, mag er es gut oder schlecht finden. Ist der Arzt für den Patienten da, oder umgekehrt ?

        1. Schwer zu beantworten. Einerseits schwört der Arzt den Eid des Hippokrates, um Menschen zu helfen, andererseits wäre das Verweigern der Transfusion durch den Arzt möglicherweise als Sterbehilfe betrachtet worden.

          1. der Patient entscheidet, wie die Behandlung erfolgt ! Erst wenn er das nicht aus verschiedenen Gründen nicht kann, können sich andere Institutionen damit beschäftigen. In diesem Fall ist die Situation aber wohl eindeutig.

          2. wenn man wat gegen den willen von jemand macht iset wohl eindeutig keine hilfe

      2. Warst du dabei als gelogen wurde?Wiedersprüche sind nur ein beweis das der heilige geist nicht erkenntnis giebt weil man seinen einfluss abwehrt.

        1. Genauso wenig war jemand aus der heutigen Zeit dabei als alle anderen, die glauben, es sei gewarheitet worden. Es ist doch ganz einfach, die Lügen und Widersprüche in der Bibel herauszufinden. Eher für eine Universität als für Laienprediger, die einfach allen Stuß glauben. Das geht sogar per Computeranalyse, genauso wie man per Computer Plagiate wissenschaftlicher Texte erkennen kann. Für Laienprediger sind diese Computerprogramme zu teuer. Sie wollen sie auch nicht, sie wollen einfach nur glauben. Allahu Akbar

  6. Zeuge Jehovas hat Bluttransfusion zu akzeptieren

    Von:
    Hugo Stamm

    23. Apr 2018
    In der Schweiz wurde vom Bundesgericht entschieden, dass auch Zeugen Jehovas nur dann operiert werden dürfen, wenn sie zuvor einer Bluttransfusion zustimmen.

    Blut ist zweifellos ein kostbarer Körpersaft. Fünf bis sechs Liter der roten Flüssigkeit pulsieren durch unseren Körper. Den Verlust von einem Liter verkraften wir in der Regel. Bei zwei bis drei Litern wird’s lebensbedrohlich. Heute rettet die Bluttransfusion viele Leben, vor allem auch bei komplizierten Operationen oder inneren Verletzungen.

    Liegt allerdings ein Zeuge Jehovas auf dem Operationstisch, werden die Chirurgen nervös. Die Gläubigen verlangen mit einer schriftlichen Verfügung, dass die Ärzte keine Transfusionen vornehmen dürfen. Also den Patienten sterben lassen müssen, obwohl die lebensrettende Massnahme einfach wäre.

    Manche Ärzte sind versucht, heimlich fremdes Blut zu verabreichen. Eine gefährliche Idee, denn ein Krankenhaus-Komitee der Zeugen Jehovas überwacht die Behandlung. Greift der Chirurg zum Mittel der Transfusion, muss er mit einer Strafanzeige und höchstwahrscheinlich einer Verurteilung rechnen. Dabei gehört es zum zentralen Berufsverständnis, alles zu unternehmen, um Leben zu retten.

    Einen neuen Weg schlug der Chirurg einer Berner Privatklinik ein. Als ein Zeuge Jehovas sich weigerte, eine Vereinbarung zu unterschreiben, die im Notfall eine Bluttransfusion erlaubt hätte, verweigerte er die Operation.

    Damit war der Patient, der sich eine Diskushernie operieren lassen wollte, nicht einverstanden. Der Zeuge Jehovas klagte gegen Unbekannt, indirekt gegen den Arzt. Dabei ging es auch für die Glaubensgemeinschaft um sehr viel, denn wenn das Beispiel des aufmüpfigen Arztes Schule machen würde, wäre es für die Zeugen Jehovas in Zukunft womöglich schwierig, Spitäler zu finden, die das Transfusionsverbot akzeptieren würden.

    Die rechtlichen Vorwürfe des abgewiesenen Zeugen Jehovas waren denn auch radikal. Seine Abweisung sei versuchte Nötigung, Widerhandlung gegen das Spitalversorgungsgesetz und Rassendiskriminierung gewesen, monierte er vor Gericht.
    Richter ließen sich nicht beirren

    Doch die Berner Oberrichter liessen sich nicht beirren und schmetterten die Klage in einem wegweisenden Urteil als unhaltbar ab. Ein Verdikt, das den leitenden Kräften der Zeugen Jehovas nicht gefallen kann. Es stellt ihr Dogma des Transfusionsverbotes grundsätzlich in Frage.

    Dieses unerwartete und kapitale Urteil konnte der Kläger nicht stehen lassen. Er zog es an Bundesgericht weiter. Und blitzte unlängst auch dort ab. (Urteil 6B730/2017)

    Doch wie kommen die Zeugen Jehovas auf die sonderbare Idee, Bluttransfusionen zu verbieten und den unsinnigen Tod ihrer Glaubensgeschwister in Kauf zu nehmen? Der Schlüssel ist – wie könnte es anders sein – in der Bibel zu suchen.
    Bibel als Richtschnur

    Dort finden sich mehrere Stellen, die man heranziehen kann, um das Blutverbot zu legitimieren. Eine gute Quelle ist Mose. Gott verbot Noah und seiner Familie, Blut zu sich zu nehmen. Wörtlich: „Ihr sollt kein Fleisch essen, in dem noch das Leben, das Blut, ist.“

    Die darin enthaltenen Botschaften für die Zeugen Jehovas: Im Blut ist der Sitz des Lebens. Deshalb führt die Bluttransformationen quasi zu einer Vermischung der Persönlichkeit. Als müssten die Zeugen Jehovas befürchten, dass Gott sie beim Jüngsten Gericht nicht richtig einordnen könnte. Und da wir laut Bibel alle von Noah abstammen, gilt das Blutdogma auch für uns heutigen Erdenwandler.

    Aus heutiger Sicht ist das Transfusionsverbot aus religiösen Motiven absurd. Die Zeugen Jehovas übersehen, dass die Verfasser des Alten Testamentes von Medizin und Anatomie nur wenig Ahnung hatten.

    Ein Beispiel mehr, das zeigt, wie verhängnisvoll es sein kann, wenn Gläubige die Bibel als authentisches Wort Gottes betrachten.

    Und nun? Sind die Schweizer etwa doof oder schlechte Christen?

    1. Kunigunde Kuchenbecker

      Antworten

      Zugegeben, für das Lesen der Bedienungsanleitung meines Videorecorders hatte ich länger als für den Kommentar. Aber auf die Frage, ja, ich zum Beispiel. Und sauschlechter Christ. Und doof.

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