Zinserhöhung in den USA positiv für Paraguay

Paraguay reagierte als eines der wenigen lateinamerikanischen Länder positiv auf die steigenden Zinsen der US-Notenbank (Fed), aufgrund der guten inländischen Fundamentaldaten, davon sprechen zumindest örtliche Ökonomen.

Sie sagen, der Markt in Paraguay hätte bereits die Auswirkungen vor der Entscheidung in den USA absorbiert. Auf der anderen Seite betonen die Experten, die Erwartungshaltung im Hinblick auf eine Preissteigerung im Allgemeinen wäre vorhanden, es könnte aber eine Aufwärtskorrektur der Leitzinsen im März erfolgen. Die negativen Auswirkungen könnten durch eine Verbesserung im Außenhandel und durch das Eingreifen der Zentralbank kompensiert werden, die über genügend Reserven verfüge, eine Dollar-Rallye zu verhindern.

Anibal Insfrán, Wirtschaftswissenschaftler, sagte, Paraguay würde sich nicht so sehr verschlechtern wie Brasilien. „Wir werden weiterhin das internationale Umfeld im Auge haben, Paraguay reagierte sehr gut auf die Zinserhöhung durch die Fed“, betonte er. Insfrán erklärte weiter, wenn die Zinsen im März in den USA wieder steigen sollten wird es aber einen lokalen Druck auf die Wechselkurse geben.

Der internationale Handel mit Paraguay ist gut, wenn sich die Rohstoffpreise verbessern wird es wahrscheinlich zu mehr Einkommen führen und der negative Effekt sei nicht so spürbar. Es käme aber auch darauf an, welche Maßnahmen die Zentralbank vornehme, die eine Menge Reserven als Puffer zur Verfügung hätte, so die weiteren Erläuterungen von Insfrán.

Hilton Giardina, Ökonom von der Banco Familiar, sagte, die Zinserhöhung in den USA sei lange erwartet worden, wurde mehrmals angekündigt und nie realisiert. „Wir erwarten, dass die Märkte bereits reagiert haben, so ist es unwahrscheinlich, dass mehr von dem, was bis jetzt passierte, noch folgen wird“, erklärte er.

Quelle: La Nación