Zwei Ausländer bei Einbürgerungsprüfung aufgeflogen

Asunción: Beamte der Ermittlungsbehörde von Asunción durchsuchten mit Unterstützung der Staatsanwaltschaft drei Häuser von Ausländern in den Städten Luque und Asunción. Bei dem Verfahren wurden 289.900.000 Guaranies beschlagnahmt.

Die Hausdurchsuchungen wurde am Montagabend gleichzeitig in den Städten Luque und Asunción im Departement Central durchgeführt. Dabei wurden 289.900.000 Guaranies, ein Revolver mit fünf ungeladenen Patronen, vier Mobiltelefone, eine DVD und mehrere Dokumente beschlagnahmt.

Ebenfalls verhaftet wurden die Rechtsanwältin Cynthia Paola Pérez Toranzo (48) und der Libanese Ali Mohammed Cansu (66), gegen die beide Haftbefehle wegen Vorlage falscher Dokumente vorlagen.

Die Razzien waren das Ergebnis von Ermittlungen der Nationalpolizei und der Staatsanwaltschaft, weil zwei Staatsbürger saudischer und syrischer Nationalität einen Antrag auf Einbürgerung als Paraguayer gestellt, dabei aber falsche Dokumente vorgelegt haben sollen.

Kommissar Hugo Díaz, Leiter der Ermittlungen in Asunción, erklärte, dass die beiden Personen, gegen die ermittelt wird, eine Prüfung vor dem Obersten Gerichtshof ablegen sollten, bei der sie ihre Kenntnisse über unser Land nachweisen mussten, um die paraguayische Staatsangehörigkeit zu erhalten.

Doch anstatt persönlich zu erscheinen, beauftragten sie zwei Personen, die sich als sie ausgaben, um die Prüfung abzulegen, und wurden dabei entdeckt.

Als der Oberste Gerichtshof von den Vorfällen erfuhr, erstattete er Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, um den Sachverhalt zu untersuchen. In der Zwischenzeit verließen die Ausländer, nachdem sie entdeckt worden waren, das Land.

Bislang ist nicht bekannt, warum sie zwei Personen angeheuert haben, um ihre Identitäten zu missbrauchen und die Prüfung abzulegen, und auch nicht, warum sie die paraguayische Einbürgerung erreichen wollten. Wenn kein Auslieferungsabkommen zwischen Paraguay und dem betreffenden Land besteht, ist dies ein erster Hinweis auf illegale Aktivitäten.

Einer der Festgenommenen, Ali Mohammed, soll zu den Personen gehören, die das Examen abgelegt haben. Außerdem ein 17-jähriger Jugendlicher, der bereits identifiziert wurde.

Das beschlagnahmte Geld gehörte der Anwältin, die alle Formalitäten für die beiden Ausländer erledigt hatte. Da die Frau nicht wusste, wie sie den Betrag rechtfertigen sollte, wurde die hohe Summe auf ein Gerichtskonto überwiesen, bis sie die Herkunft des Geldes nachweisen konnte.

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, und weitere Einzelheiten des Falles sind noch nicht bekannt.

Wochenblatt / Última Hora

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