Villarrica: In der Regionalstrafanstalt der Hauptstadt von Guairá blüht die Hoffnung – und zwar ganz wörtlich. Das ambitionierte Wiedereingliederungsprojekt für Inhaftierte wird fortgesetzt und verzeichnet erste sichtbare Erfolge. Derzeit tauschen 23 Häftlinge den grauen Gefängnisalltag gegen die Arbeit im anstaltseigenen Garten.
Unterstützt wird die Initiative vom Nationalen Dienst für Berufsförderung (SNPP). Ziel ist es nicht nur, die Insassen zu beschäftigen, sondern ihnen echte berufliche Perspektiven für die Zeit nach der Entlassung zu eröffnen. Unter fachkundiger Anleitung bauen die Teilnehmer saisonale Produkte an, darunter verschiedene Knollenfrüchte, Bohnen, Oregano und Knoblauch. Dabei erwerben sie fundiertes Wissen in der Landwirtschaft und praktische Berufserfahrung, die auf dem paraguayischen Arbeitsmarkt händeringend gesucht wird.
Ein Projekt, das sich selbst trägt
Das Besondere an diesem Gartenbau-Projekt: Es ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Die Ernte dient nicht nur der Eigenversorgung, sondern wird auch zum Verkauf angeboten. Die dadurch erwirtschafteten Einnahmen fließen direkt zurück in das Projekt, um Saatgut, Werkzeuge und die Erweiterung der Anbauflächen zu finanzieren.
Die Verantwortlichen betonen, dass diese Form der produktiven Tätigkeit die psychische Gesundheit der Gefangenen stärkt und ein wichtiges Signal für eine gelungene Resozialisierung setzt. In Villarrica zeigt sich: Arbeit unter freiem Himmel kann der erste Schritt zurück in ein geregeltes Leben in Freiheit sein.
Wochenblatt / Vision Comunicaciones















