„Marihuana-König“ mit gefälschten Entlassungspapieren aus Tacumbú befreit

Asunción: Am vergangenen Freitag schon wurde Damián Delvalle Sanabria (49) aus der Justizvollzugsanstalt Tacumbú entlassen. Der wegen Drogenbesitzes mit der Absicht des Handeln festgenommene Mann, auch als „El Rey de la Marihuana“ bekannt schaffte es trotz der Vorwürfe aus dem Gefängnis zu befreien. Geholfen dabei hat mindestens ein Scanner.

Artemio Vera, Direktor des Gefängnisses hatte am letzten Freitag seine Zweifel über die Echtheit des Zertifikats welche seine sofortige Entlassung anordnete und rief zur Sicherheit den Anti-Drogen Staatsanwalt Vargas an, der sich wiederum mit den Richtern die die Entlassung unterschrieben in Verbindung setzte. Einer der drei Richter, der die Entlassung schon unterschrieben hatte sagte diese an die anderen weitergeleitet zu haben und es sich sicherlich um die ihm vorliegende handelt.

Daraufhin wurde der Direktor des Gefängnisses informiert und der Gefangene freigelassen. Erst am gestrigen Dienstag merkten sie, dass die anderen zwei Unterschriften dazu gescannt wurden. Einer der Angestellten des zweiten Richters bediente sich an dem noch nicht fertigen Dokument und nutzte es zu Gunsten von Delvalle Sanabria.

Jetzt stehen mindestens die zwei Angestellten der Staatsanwaltschaft, Blanca Ramírez und Francisco Javier Martínez Sosa unter Verdacht dabei geholfen zu haben.

Am 20. November des Vorjahres fanden Agenten des Anti-Drogen Sekretariats bei einem großen Einsatz in Chaco’i, vierzehn Fässer gefüllt mit Marihuana. Später wurde der Verantwortliche Damián Delvalle Sanabria sowie ein Komplize Alfonso Escobar Giménez festgenommen. Dem nachgewiesenen Besitz mit Absicht zu Handeln von 2.114 kg des verbotenen Krautes summiert sich noch ein offener Haftbefehl wegen Mord in Argentinien hinzu. Ebenfalls ist er einer der 17 Angeklagten im Entführungsfall von Christian Schaerer vom 21. September 2003 in Corrientes, Argentinien.

(Wochenblatt / Última Hora / Foto: Abc)

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