10 Jahre nach Ycua Bolanos

Asunciòn: All die Jahre begleiten die Schmerzen die Familien und Überlebenden des Brandes des Supermarktes Ycua Bolanos. Am 1. August 2004, um 11.25 Uhr waren zwei Explosionen im Inneren des Supermarktes zu hören. Dies war der Auslöser der größten, zivilen Katastrophe in der Historie von Paraguay. Hierbei waren fast 400 Opfer zu beklagen, unter ihnen viele Kinder.

In der ersten Verhandlung, im Jahre 2006 hatten die Richter Helio Ovelar, Manuel Aguirre und Maria Dody Baez über die Verantwortlichen des Brandes und ihr Verhalten während des Brandes, zu urteilen. Die Beschuldigten waren Juan Pio Paiva, der Besitzer des Supermarktes, Victor Daniel Paiva, sein Sohn, sowie der private Wachmann Daniel Areco. Ihnen wird vorgeworfen, die Türen des Supermarktes während des Feuers verschlossen, oder die Order zu schließen gegeben zu haben.

Nach Tagen der Verhandlungen, begleitet von Demonstrationen vor dem Verhandlungsort, verkündete das Tribunal das Urteil. Dieses Urteil wurde von den anwesenden Familienmitgliedern der Opfer nicht akzeptiert und Tulmulte brachen aus. Stühle, Tische und andere Gegenstände flogen, die Richter flüchteten, die Verhandlung wurde unterbrochen und nach weiteren Demonstrationen die Urteile aufgehoben und ein neuer Termin für eine erneute Verhandlung anberaumt.

In der zweiten Verhandlung, in der die Richter German Torres, Blas Cabria und Bibiana Teresita Benitez Farias das Tribunal bildeten, dauerte acht Monate. Nach verschiedenen Unterbrechungen fällte das Tribunal in Paraguari die Urteile. Juan Pio Paiva, der Besitzer des Supermarktes, wurde zu 12 Jahren Freiheitsentzug, sein Sohn, Victor Daniel Paiva, zu 10 Jahren und Daniel Areco zu 5 Jahren verurteilt. Andere Verantwortliche wurden in anderen Prozessen ebenfalls zu Haftstrafen verurteilt.

Victor Daniel Paiva und Daniel Areco befinden sich in Freiheit.

Juan Pio Paiva, der Besitzer des Supermarktes, hat einen Antrag auf Bewährung gestellt. Er hat 2/3 der Haftstrafe verbüßt und nun muß die zuständige Richterin Miriam Villamayor darüber entscheiden.

(Wochenblatt/ABC)

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1 Kommentar zu “10 Jahre nach Ycua Bolanos

  1. ich hoffe sowas passiert nicht nochmal. Manchmal grauts mir schon wie wenig hier im Lande auf Sicherheit oder Arbeitsschutz geachtet wird. Soll ja nicht so extrem sein wie in Deutschland oder Schweiz oder Austria…..aber allein der Aufbau einer Tigo-Internet-Antenne in luftiger Hoehe erschreckt mich. Oder wie beim Hausbau rumgeklettert wird…und ob dann Supermarkt-Ausgaenge offen und sicher sind fragt man sich schon manchmal. Die Opfer dieser Supermarkt-Katastrophe werden von ihren Familien nicht vergessen werden und wir sollten es auch nicht vergessen

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