100 Kinder verunglücken pro Monat auf dem Motorrad

Asunción: Kinder unter 12 Jahren auf dem Motorrad mitzunehmen ist eine gefährliche Angelegenheit und Unregelmäßigkeit. Noch dazu haben sie meistens weder einen Helm noch andere Schutzkleidung. Jedoch eine Kontrolle durch Ordnungsorgane erfolgt kaum.

Unterdessen müssen aber die Krankenhäuser die Nachlässigkeit der Erziehungsberechtigten oder der Straßenpolizei “ausbaden“.

Die Statistik aus dem Hospital de Trauma verheißt nichts Gutes. 100 Kinder werden pro Monat hier wegen Verkehrsunfällen im Zusammenhang mit Motorrädern behandelt.

Dr. Anibal Filártiga, Leiter von dem Unfallkrankenhaus, ist besorgt über die Zahlen. „Jedes Jahr sind 10% der Verletzten bei Motorradunfällen Kinder weil sie in unverantwortlicher Weise mitgenommen werden. Es gibt 1.700 Fälle von 17.000 Verletzten pro Jahr. Mehr als 100 Verletzte pro Monat sind also Kinder“, sagte Filártiga.

Das durchschnittliche Alter der verletzten Kinder, die im Krankenhaus behandelt werden, liegt zwischen fünf und 15 Jahren.

Filártiga betonte, die Eltern gefährden das Leben ihrer Kinder wenn sie sie auf dem Motorrad mitnehmen würden, zugleich handelten sie wie Verbrecher. Die Caminera “macht ihre Arbeit auf den Fernstraßen sehr gut aber in den Städten oder Dörfern versagt sie“.

Schulen, wie die Celsa Speratti in Asunción, ziehen Eltern aus dem Verkehr wenn sie Kinder unter 12 Jahre auf dem Motorrad transportieren. Sind sie älter müssen sie einen Helm und eine reflektierende Weste tragen.

Chefinspektor Amancio Morinigo von der Caminera weiß über die Problematik Bescheid. „Motorradfahrer mit einen oder mehren Kinder ist ein Übel, das die Städte charakterisiert. Wir können nur wenig tun. Kaum ist eine Kontrolle weichen alle auf Schleichwege aus“, sagte er.

Wochenblatt / Ultima Hora

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8 Kommentare zu “100 Kinder verunglücken pro Monat auf dem Motorrad

  1. Das ist nichts weiter als ein Paradebeispiel welches sich durch die paragueiysche Gesellschaft zieht: Gesetze währen vorhanden, kontrolliert eh niemand, gelten nicht für mich, gestern kam auch kein Auto als ich in die Straße einbog, mein Profe macht das auch so.
    Eigentlich will man ja gar nicht mit Kleinkindern, Oma und Fifi zum Einkauf, lieber warten bis die Zeit vergeht und Terere trinken, während man sein Facebock-Profil updatet , mit Freunden Whatsuppelt, zwischendurch seinen Müll abfackeln und Gorrobboree mitsingen zu Wulwanga Gesang auf 120dB. Doch Terere geht auch mal aus und Omi ist ein prima Sicherungshaken für Eingekauftes.
    Ja, und die Kleinkinder? Die werden auch mal erwachsen sein, sich ein einplätziges Auto mit Gepäckträger leisten können. Und mit Kleinkindern, Oma und Fifi zum Einkauf.

  2. Wenn es so ist die fahren bei der Polizei vorbei es passiert nichts wenn du ein licht nicht hast halten sie dich auf und die Motorraeder fahren zu 5 ohne helm ohne chapa mit schlappen und ohne licht und es passiert nichts

  3. Vielleicht sollte man ganz genau das Bild betrachten was sich VOR dem Motorrad befindet!!! Diese Art Barrieren, diese Briketts sind für Motorradfahrer ein ganz gefährliches Hindernis und es hat schon zahlreiche tödliche Unfälle wegen dieser Dinger gegeben!
    Ich kann es nicht fassen, wie naiv, selbstgefällig und töricht hier gegen die Eltern gewettert wird. Es ist die Aufgabe der Ärzte zu helfen und nicht die Eltern zu kritisieren oder Vorschriften zu machen! Haben sich die Ärzte und Schreiber vielleicht auch mal an dem finanziellen Gegebenheiten der Familien orientiert? Das Geld ist einfach sehr knapp und reicht natürlich nicht für einen dicken Geländewagen oder eine Großraum Limousine, ganz im Gegensatz zu den Ärzten, die sich sowas leisten können oder könnten.
    – Unfälle wird man niemals verhindern können, das ganze Leben ist ein Risiko! Noch mehr Überwachung und Kontrolle wird das Problem nicht lösen, eher verschärfen! Strafen oder Gefängnis für die Eltern schaden letztendlich genau denen die man angeblich schützen will- den Kindern. Oder sollte man vielleicht den Eltern die Kinder wegnehmen, wäre das die Lösung?! Ich hoffe, dass das nicht damit gemeint ist!
    Aufklärung über die Gefahren im Straßenverkehr, auch bei den Elternsprechtagen, oder zusammen im Dialog mit Eltern, Schülern und Kindern würde mehr bringen. Also Vernunft, Dialog auf Augenhöhe, anstelle von zweifelhafter Abzocke und Bevormundung.
    Paraguay soll sich auf keinen Fall in einen DDR Überwachungsstaat verwandeln!
    Mit der Bitte um Veröffentlichung verbleibe ich mit freundlichen Grüßen:

    1. Ihre Antwort ist grundsätzlich falsch! 1.) Wer aus Sturheit, Uneinsichtigkeit ganz bewußt gegen die allgemein erkannten Unfallvorbeugemaßnahmen/Vorschriften verstößt schädigt damit im Falle eines Unfalles die Allgemeinheit. Es dürfte in den wenigsten Fällen so sein, der der Unfallverursacher wie im Artikel beschrieben für die Krankenhauskosten und Folgekosten allein aufkommen kann. Insofern ist es richtig bewußtes Ignorieren von sinnvollen Gesetzen/Vorschriften zu ahnen. 2.) Sinnvolle Gesetze zu achten hat nichts mit „Überwachungsstaat“ zu tun, sondern ist ein schlichtes Gebote der Rücksichtnahme gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern, in konkretem Fall sogar gegenüber der eigenen Familie.

        1. „Es ist reine Abzocke und Bevormundung!“ 100% richtig. Simplicus hat aber auch eingeräumt nur sinnvolle Gesetze zu achten. Eigentlich sind die zehn aus der Bibel ausreichend. Die alten Heiden benötigten nicht einmal die, wehrten sich sogar dagegen.

          1. Martin Schwingenheuer

            Tom. Genauso ist es! Wir brauchen keine gefühlte 700.000 Gesetze, von denen 99,999% absolut gegen uns gerichtet sind und nur ABM Maßnahmen für die Rechtsanwälte sind. Sogar diese überblicken den Gesetzes Dickicht garnicht, bzw. kann jedes dieser Nonsens -Gesetze durch ein anderes außer Kraft gesetzt werden! Aufklärung auf Augenhöhe statt Verbote und Abzocke! Die 10 Gebote reichen absolut aus!< lg: Martin

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