Ein Flüchtling in Paraguay

Asunción: Vor sieben Jahren kam er als Flüchtling nach Paraguay. Mit gefälschten Papieren. Er floh vor der politischen Krise in Sri Lanka und wurde verhaftet. Vor zwei Jahren aber bekam Nimalan Sivapalan offizielle Papiere.

Jetzt ist Sivapalan 35 Jahre alt und lebt in Luque. Heute nimmt er an dem ABC Lauf an der Costanera teil. Ein Athlet wie jeder andere, aber niemand wird vermuten, dass er aus einem fernen Land, 15.000 Kilometer von Paraguay entfernt, stammt.

„Ich wurde in meinem Land politisch verfolgt. Ich wurde verhaftet weil ich mich kritisch gegenüber der Regierung äußerte“, sagte Sivapalan.

Er landete 2010 auf dem Flughafen Silvio Pettirossi. Die Behörden stellten die Rechtmäßigkeit seiner Dokumente in Frage und verhafteten ihn. Er kam auf das 3. Kommissariat in Luque. Sivapalan wurde angeklagt und die Abschiebung wurde angeordnet. Jedoch war sein Glück, dass die Regierung keine Mittel hatte ihn nach Hause zurückzuschicken.

Dann beantragte Sivapalan als Flüchtling in Paraguay anerkannt zu werden und er gewann langsam seine Freiheit zurück. 2015 erhielt er offizielle Papiere.

Nun arbeitet er als Gärtner und Reinigungskraft. „Schon 2011 stellte mit José Mena Villalba ein Zimmer in Luque zur Verfügung“, sagte Sivapalan und wohnt dort noch immer. Er traf weitere Menschen die ihm Zuneigung und Aufmerksamkeit gaben. „Ich fühle mich in Paraguay sehr wohl. Es gibt eine Menge Solidarität und man ist frei“, sagte er und fühlt sich heute wie ein Paraguayer.

Wochenblatt / ABC Color

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1 Kommentar zu “Ein Flüchtling in Paraguay

  1. Mir stellen sich einige Fragen:
    1. War für den Herrn Paraguay das Endziel oder wollte er woanders?
    2. Ohne über den Konflikt in Sri Lanka Bescheid zu wissen, dürften die Singalesen doch eher in Indien oder Indonesien Asyl suchen, warum die Reise durch die Welt?
    3. Wohin wollte Paraguay abschieben? Etwa nach Sri Lanka?

    Viele Ungereimtheiten, aber was so typisch für Paraguay ist, dass es kein Budget für Unvorgesehenes gibt, wie z.b. eine Abschiebung.
    Waehrend sich dokumentlose Asylbetrüger in Deutschland (ab 2040: Islamische Republik Almanistan) mehrere Identitäten zulegen und abkassieren, ausserdem mindestens eine Straftat wegen „kultureller Missversteandnisse“ frei haben, werden in Paraguay echte politisch Verfolgte also schnellstens wieder abgeschoben (wenn Geld da wäre). So unterschiedlich sind die Situationen.

    Ich wünsche dem Herrn jedenfalls, das er eines Tages wieder zurück kehren kann in sein Land oder er gründet hier eine Familie.

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