16 t Kokain: Wer hat die Fracht vorfinanziert?

Asunción: Nachdem man einen Farbenhändler aus Limpio als Hauptverdächtigen für den Export von 16 t Kokain auserkoren hat, zentriert sich alles auf ihn. Woher das Geld kam so eine Menge vorzufinanzieren fragt keiner mehr. Wer sind die Hintermänner?

Nicht nur in Hamburg und Antwerpen wurden Rekordmengen Kokain aus Paraguay beschlagnahmt, sondern auch in Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste, wo gestern über eine Tonne Kokain aus Paraguay entdeckt wurde. Es sollte weiter transportiert werden nach Europa.

In Paraguay arbeitet man an dem Fall, doch es scheint so als wenn man keine Ahnung hat wo man suchen soll oder es weiß und da nicht nachschauen darf. Um 16 t Kokain in Paraguay vorzufinanzieren muss man ein finanzielles Großgewicht sein, ein einflussreicher Politiker, einer der seit Jahren Unmengen Geld hortet und nicht ein 37-jähriger Farbenhändler der sportbegeistert ist. Natürlich kann Diego Benítez involviert sein, aber ganz sicher ist er nicht der Auftraggeber und Kassierer.

Die fünf von seiner Firma versendeten Container (HASU4084290, HASU5059498, MRKU5187032, MSKU9426348, TGBU6845649) kamen in Hamburg zwischen dem 12. und dem 19. Februar an. Da diese Container jedoch nur im Hafen von Buenos Aires umgeladen wurden ist ein Tausch des Inhaltes praktisch unmöglich. Solche Arbeiten werden in Paraguay erledigt. Verschifft wurden die Container von Puerto Seguro.

Der Zoll ließ über ihren Leiter mitteilen, dass sie mindestens 10 Scanner zu jeweils 6 Millionen US-Dollar Anschaffungspreis bräuchten um den Warenverkehr zu kontrollieren. In der Tat ist der Zoll bzw. seine Mitarbeiter nicht daran interessiert die Container zu scannen. Ein System, was bis jetzt die Notwendigkeiten eines jeden befriedigte zu ändern, ist ganz bestimmt nicht dazu gedacht ausgetauscht zu werden.

Wochenblatt / Abc Color

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6 Kommentare zu “16 t Kokain: Wer hat die Fracht vorfinanziert?

  1. Wenn die hiesige Polizei bzw. das Innenministerium nicht gerade naiv und blind sind, dann wissen sie sehr wohl, wo und wie sie zu ermitteln haben. Was der Dümmste weiß ist, daß man immer der Spur des Geld zu folgen hat um an den/die Verantwortlichen Kriminellen zu gelangen. Unterläßt die Polizei und das Innenministerium/Staatsanwaltschaft der Geldquelle unverzüglich nach zu gehen, dann wäre etwas oberfaul! Und so ganz nebenbei: Es können in Paraguay ja nur relativ wenige Superreiche infrage kommen, die über so viel Geld verfügen, um das Kokain vorzufinanzieren. Wenn über diese nicht gerade eine schützende Hand gehalten wird – dann sollte ein Fahnungserfolg der Polizei schnell erfolgen können.

  2. ich vermute einmal, dass diese ganze sache hier in paraguay im sande verläuft und nichts weiter passiert. vermutlich sind zu viele einflussreiche leute in diese angelegenheit involviert. ich wäre wirklich positiv überrascht wenn diese sache aufgedeckt würde.

  3. Bezeichnend, dass die Container in Limpio beladen und vom Puerto Seguro verschifft wurden. Kann man sich nicht ausdenken.Auch das Verschwinden von Juliette in „Emboscada“ reiht sich hier ein.
    Paraguay, dass immersonnige Land der Immerfreundlichen, die saubere Waren aus dem sicheren Hafen verschiffen, während ein Mädchen im Hinterhalt verschwindet.

  4. Wer das vorfinanziert hat wird kein Staatsanwalt in Paraguay sagen duerfen. Es kommen enthuellungsankuendigungen aber danach siegt die Angst etwas zu sagen, wie im Fall Juliette?

  5. Allahut Nacktbar (r)(c)(tm) by Johann Moritz

    Da sind alle Insassen des Paragauys aus der Hängematte gestiegen, haben ne Amburguesseada veranstaltet, um Mill Erlös zu erwirtschaften, um diese Mil auf internationalen Märkten mit hoher Rendite anzulegen. Und sind dann wieder in die Hängematte gestiegen. Tja, es heißt ja, man solle sein dursch Schwerstarbeit erwirtschaftetes Geld nicht zu risikobereit anlegen. Hättens besser in Streichhölzl-, Leere-Bierbücksen oder Shwuddi 120 dB angelegt, da wäre die Rendite etwas marginaler ausgefallen, dafür auf Nummer sicher.

  6. Moyses Comte de Saint-Gilles

    https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Rekordfund-in-Hamburg-Zoll-stellt-16-Tonnen-Kokain-sicher,kokain378.html
    „Der Drogenschmuggel sei ein „gigantisches Sicherheitsproblem“, da die enormen Gewinne in neue Straftaten und auch in die Legalwirtschaft flössen.“.
    Im Zentralen Chaco duerften wohl an die 75% der Einkommen der Maschinendienstleister die ins Kooperativs- und Bankensystem geschleust werden, von Politikern und „Entrepreneurs“ stammen die mit Drogengeldern bezahlen. Der Rest duerften aus der Staatskasse gestohlene Gelder sein.
    Diese Maschinendienstleister wie Bulldozeruntenehmer, Traktorbesitzer und Maschinenbesitzer, sowie „Verwalter“, etc investieren diese so gewaschenen Gelder dann in Viehzuchtsbetriebe. Durch die hohen Fleischpreise behaelt so das gewaschene Drogengeld dann seinen Wert und loco europeo reicht noch mal fuer aus Paraguay importiertes Fleisch massenweise Scheinchen nach so dass die Drogadeure noch reicher werden. Das nennt sich eine „geschlossene Produktionskette“. Sie sitzen dann auf den Ledersitzen ihrer Edelkarossen indirekt auf mit Drogengeld gewaschene und polierte Ledersitze ihrer Ferrari, Lamborghini, BMW, Mercedes Benz, Alpha Romeo, Bugatti, etc.
    „Man sei in Hamburg ja einiges gewohnt, sagte der Leiter des Zollfahndungsamtes Hamburg, René Matschke dem NDR. Dieser Fund stelle aber alles bislang Dagewesene in den Schatten. „Der Straßenverkaufswert der Drogen liegt zwischen 1,5 und 3,5 Milliarden Euro“, so Matschke, es handele sich um einen außergewöhnlichen Ermittlungserfolg.“.
    Der Wert des Gramm Koks in Europa ist allerdings bedeutend hoeher als im Zentralen Chaco wo man pro Gramm 100.000 Gs zahlt. Also 3.5 Milliarden Euro fuer die 16 Tonnen Koks. Das ist schon ein guter Prozentsatz des BIP der Stadt Bremen.
    Kaufen wir uns demnaechst dann die Stadt Bremen mit Land, Leute und Gebaeude – der (Geld-)Adel hat das Sagen und die Bremer werden zu unfreie Bauern degradiert die an die Scholle gebunden sind.

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