3 Jahre Gefängnis für Ex-Regierungsmitglied wegen Umweltvergehen

Asunción: Das Berufungsgericht bestätigte gestern eine 3-jährige Haftstrafe für den Ex-Präsident der Petropar, Sergio Escobar, der krebserregenden Diesel importierte.

Im August 2012 sagte der Staatsanwalt für Umweltdelikte, José Luis Cassacia, „der Diesel-Kraftstoff, den zuletzt die staatliche Raffinerie Petropar einkaufte war neben schlechter Qualität und hohem Preis auch noch weiter über dem erlaubten Maximum des Schwefelgehaltes. Das erlaubte Limit an Schwefel im Diesel liegt bei 2.500 ppm während die Petropar Kraftstoff mit über 6.000 ppm aufkaufte. Uns verkaufen sie Diesel mit miserabler Qualität der dazu noch krebserregend ist und uns 25 Jahre unseres Lebens raubt“.

Die Strafe von drei Jahren wegen Kontamination, die gestern ratifiziert wurde, muss Sergio Escobar Amarilla nun im Gefängnis absitzen. Das ist das erste Mal, dass ein Ex-Regierungsmitglied wegen Verbrechen an der Umwelt in Haft muss.

Die Verantwortlichkeit eines Unternehmens fällt auf eine Person, wenn diese das Unternehmen repräsentiert. Im Falle von Petropar ist sie öffentlich und allein, womit kein Zweifel besteht. Schon vor zwei Jahren wurde Escobar verurteilt, ging jedoch in Berufung. Die Staatsanwaltschaft bat damals um 5 Jahre Haft für Escobar, da dieser Normen außer Kraft setzte, die den Umweltplan der Behörde beschützen sollten.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “3 Jahre Gefängnis für Ex-Regierungsmitglied wegen Umweltvergehen

  1. Der sagte sich bestimmt: Wenn schon die privaten Tankstellen Mistzeug verkaufen, dann kann ich das schon lange! Ausserdem verdiene ich mir noch nebenbei was.

    Frage: Wieso hat Paraguay, der Staat, ein eigenes Mineralölunternehmen überhaupt nötig?

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