772 indigene Gemeinschaften bevölkern Paraguay

Asunción: Das Land, welches noch vor 500 Jahren ausschließlich von Indigenen bewohnt wurde, erlebte wie auch angrenzende Länder eine grobe Transition. Trotz des relativ geringem Zugangs zu ihren ehemaligen Stammesgebieten, um beispielsweise zu jagen, hoffen Sie weiterhin auf Besserung und bitten um Hilfe.

Laut einem neuen Zensus der indigenen Bevölkerung wurden insgesamt 115.944 Personen registriert. Diese Anzahl spiegelt einen Wachstum der Bevölkerungsgruppe wieder. Die Mehrzahl davon bevölkert die Provinz Presidente Hayes, gefolgt von Boquerón, Amambay, Canindeyú und Alto Paraná. Natürlich gibt es auch in den anderen Provinzen kleine Stämme. Aus der aktuellen Umfrage geht außerdem hervor, dass die Mehrzahl der Ureinwohner weiblich ist. Ausführlichere Daten zu dem Thema werden in den ersten Monaten des kommenden Jahres veröffentlicht.

(Wochenblatt / Radio 1° de Marzo)

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12 Kommentare zu “772 indigene Gemeinschaften bevölkern Paraguay

  1. Die Indianer werden früher oder später begreifen müssen, dass es nicht genug ist Indianer zu sein, sondern der Mensch mit ehrlicher Arbeit seinen Unterhalt verdienen oder als andere Möglichkeit, Politiker werden muss.

    Das Problem ist, viele Indianer (nicht alle) sind arbeitsresistent. Oder im besten Fall arbeiten ein paar Tage um dann wieder ein paar Tage davon zu leben. Viele Indianerfrauen sind fett und dick und sitzen den ganzen Tag herum ohne einen Finger zu rühren. Die Ausdauer von denen müsste man haben. Ein Müßiggang ohne Ende.

    Früher waren sie Jäger und Sammler, aber die Zeiten sind vorbei. Heute sammeln sie bestenfalls am Abend ihre bettelnden Kinder ein. Sie kommen nach Asunción, bekommen ein paar Sachen, werden wieder zurück gebracht und in 14 Tagen das gleiche in grün. So geht es nun einmal nicht. Zurück bleibt jedesmal eine Müllhalde wo sie gelagert haben. Deshalb werden viele Parks in Asunción mit einem Eisenzaun gesichert.

    1. Das mag zwar zum Teil stimmen, aber so wie du es ausdrückst, ist es eine reine Beleidigung. Schade, dass du jetzt auch schon in diese Richtung gehst, alles verallgemeinern, alles ist schlecht, alle sind böse…..

      Gehe doch mal in die Reservate – da wirst du sehen, dass es auch von STamm zu Stamm verschieden ist. Ich kenne viele Indianerinnen, die weder fett sind, noch faul rumsitzen (wie das sonst von vielen lieben Schweizerinnen immer von den Paraguayern gesagt wird). Sie weben, nähen, stellen Schmuck her, um ihn auf Festen zu verkaufen oder auf dem Flughafen.
      Und wieso arbeiten sie nicht einfach? Weil es riesige Vorbehalte gibt – ja offensichtlich auch bei dir – und potentielle Arbeitgeber die Indianer deshalb nicht einstellen. – Damit meine ich jetzt nicht die Drogenabhängigen, Betrunkenen und Prostituierten. Also bitte, nicht auch du nur noch in Schwarz – Weiß.

    2. asuncioner. ein guter und zutreffender kommentar.
      die zeiten des jagen und sammeln sind vorbei. mit dem
      wald geht es zu ende.sojafelder soweit das auge reicht.
      viele der indianer sind zu „staedtischen berufsindianern“
      verkommen, die betteln,abstauben oder der prostitution
      nachgehen. eine loesung? vielleicht doch weitere
      reservate eroeffnen, die vom staat unterhalten werden.
      wer das reservat verlaesst verliert das anrecht auf
      unterstuetzung. gut gesagt, denn wenn man im grossraum
      asuncion durch „illegale taetigkeiten“ mehr ergattern kann,werden nur wenige indianer in einem reservat auf dem
      land leben wollen.auch muesste der staat mit haerterer
      hand gegen die jugendlichen „leimschnuefflerbanden“
      vorgehen. natuerlich waere eine gleitende integration
      das beste fuer alle. aber wie ???

  2. Aber Heiko, nur keine Aufregung. Ich habe mit Indianern gearbeitet. Manche werden sogar von den Mennoniten gegenüber Paraguayern bevorzugt, da sie in der Regel problemloser sind. Auch arbeiten sie oft besser mit dem Vieh. Es gibt Stämme, die relativ verlässlich in der Arbeit sind. Andere wieder genau das Gegenteil. Die im Umfeld der Mennoniten leben, da funktioniert es einigermaßen gut. Das Problem sind die entwurzelten und allein gelassenen.

    Ich glaube, verbessern kann man die Situation nur über die Erziehung und da wäre der Staat gefordert. Anstatt die Gelder, die den Indianern zustehen, in Appartements in Miami zu stecken, wäre es vernünftig ein integrales Hilfsprojekt, sprich Ausbildungszentrum für junge Menschen zu schaffen. Das wäre ein langfristiges Hilfsprojekt, was aber niemanden interessiert. So wie sie sind, die Indianer, sind sie gewissen Politikern hilfreicher, als wenn sie eines Tages ihre Selbständigkeit zurück bekommen würden. Solche Projekte wurden im kleinen begonnen, aber der Staat hat sich dann immer sehr schnell zurück gezogen, als der Presserummel vorbei war und die Hilfsgelder einkassiert waren.

    1. Das klingt jetzt wieder wie der richtige Asuncioner. Es gibt LIcht und es gibt Schatten – und dazwischen viele Schattierungen. Du bist ja schon ein paar Jährchen länger hier als ich und kennst dich bestimmt sehr gut aus.
      Du hast vollkommen Recht – es nützt nicht, den Indianern Geld oder sonstwas zu geben. Natürlich kann man Not lindern damit. Aber helfen würde nur eine neue Perspektive für die Indianer. Dazu müssten Projekte geschaffen werden – die dann auch durchgezogen werden müssten, notfalls gegen den Willen einiger/vieler Indianer, die von der alten Zeit träumen, die es nie wieder geben wird.
      Aber bei den Vorbehalten in der Bevölkerung – dabei sind sie selbst Mestizen – gegen die Indigenen, bei der Korruption im Land wird es kein Projekt geben, dass wirklich helfen kann.
      Das Problem ist eben, dass man immer nur einige wenige Indianer im Hinterkopf behält, die, die an der Straße oder im Park sitzen und bitteln, Leim schnüffeln, Saufen und Prostituieren. Die, die schon versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen, die sieht man nicht, weil sie irgendwo auf dem Campo oder im Chaco sitzen.
      Ergo sieht man nur die entwurzelten und projiziert die auf alle.

  3. Wie widerlich ist es zu lesen,wie ihr,ach so erfahrenen,lang eingelebten,eure arroganz presentieren.Die Indios müssen was lernen?Ja.Sie wurden in ihrem Besitz bestohlen,gedemütigt,vergewaltigt, und entehrt.Und das ,wie es richtig im Artikel steht,seit 500Jahren.Sie zu verurteilen,zu dem was sie heute machen müssen,um zu überleben,glaube ich,hat keiner von uns das recht.Auch wenn es stört,wenn man an einer roten Ampel irgendwo in Asuncion von „denen“ belästigt wird.Würde mich echt mal interresieren.ob ihr auch so dumschwätzen würdet,wenn man euch die Substanz unter eurem A…. wegzieht.

    1. Im Prinzip hast du ja Recht, aber nur im Prinzip. Es leugnet niemand, dass den Indianern Unrecht geschehen ist und dass bei vielen die Drogen, der Alk usw. nur die Konsequenzen daraus sind.
      Allerdings verändert sich die Welt auch. Und um Überleben zu können, bleibt ihnen nichts weiter übrig, als sich anzupassen – ich sage nicht, ihre Identität aufgeben. Wir müssen nun mal vom Status Quo ausgehen und niemand kann die abgeholzten natürlichen Wälder wieder herstellen/aufforsten. Die Indianer können sich nicht mehr von Jagd und Fischfang ernähren. Das ist nun einmal Tatsache. Einige Hundert von Ihnen, die entlegen im Chaco wohnen, mögen dies noch können, 100 000 Menschen auf jeden Fall nicht. Also muss man doch von dem ausgehen, was jetzt ist – nicht wie es in der alten schönen Zeit mal war.
      Hier machen sich Leute Gedanken – du meckerst nur rum, ohne wirklich was Konstruktives auszusagen.

      1. Was soll ich sagen,Ich meckere nicht nur rum,und wenn,mit recht.Die haben doch auch ein Recht auf auf leben.Und wenn ein Vater seine tochter auf den Strich schickt,um das die Familie überlebt,dann ist das nicht au8s faulheit ,sondern aus Not

  4. Ich kenne die Indianer nur als schuchterne Menschen die in den Restaurants ihren Schmuck verkaufen. Sie sind im Gegensatz zu den anderen Paraguayos alle schlank. Oftmals wen sie unterwuerfig im Restaurant stehen, werden sie von den Paraguayos ausgelacht. Ich finde das so mies.

    1. Ja, es ist schon manchmal lachhaft, wenn Paraguayer über die Indigenen herziehen. Dabei sind doch die übergroße Mehrzahl der Paraguayer selbst Mestizen und stammen von den Indios ab – auch wenn diese Vermischung schon einige Hundert Jahre her sein kann. Aber das will das stolze Volk nicht wahrhaben – man ist halt gefühlter Nachfahre von stolzen Spaniern….

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