Das Wegerecht missachtet

Carmelo Peralta: Die Bewohner von Puerto Guaraní, die etwa 30 km nördlich von Carmelo Peralta leben, bitten um einen direkten Zugang zur Ruta Bióceanica, da ihnen ein Weg mit zwei verschlossenen Toren die nicht ermöglicht.

Die Einwohner von Puerto Guaraní bitten keineswegs um eine Asphaltierung der Straße, sondern einfach nur, dass man ihnen einen Zugang gewährt und nicht wie bisher mit Kette und Vorhängeschloss verweigert. Am vergangenen Samstag demonstrierten sie an einem der Tore rund 22 km von der Stadt entfernt, welches wie auch das andere unter privatem Wachschutz steht.

Die Lehrerin Carmen González sagte dabei, dass es eine Schande sei, dass man im 21. Jahrhundert auf eine solche Weise leben muss, der Willkür ausländischer Viehzüchter ausgeliefert, die den freien Verkehr unterbinden. Obwohl die Wege schon seit Jahren von den Bewohnern benutzt werden, bewacht man die Tore nun mit privaten Wachen und erlaubt keinen Durchgang. Um nach Carmelo Peralta zu kommen müssten wir erst nach Fuerte Olimpo, dann nach Toro Pampa und von da Richtung Süden nach Carmelo Peralta, eine Runde von 200 km.

Iván Acuña (ANR), Mitglied des Departementsrates erklärte, dass diese Woche eine Gesetzesvorlage an das Abgeordnetenhaus geschickt werden, welches die Enteignung der Ländereien in dem 50 km breiten Grenzstreifen erlaubt. Laut Acuña sind es 11 zumeist ausländische Farmbesitzer, die den Durchgang durch ihre Estancias nicht erlauben. Der Weg ist seit Ewigkeiten für die Bewohner von Puerto Guaraní frei, erst in den letzten jähren verweigerte man ihnen den freien Durchgang. Man bittet zudem das MOPC den Weg als öffentlichen Weg zu erklären.

Wochenblatt / Abc Color

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