Shoppingcenter wollen schon vor dem 15. Juni öffnen

Asunción: Mit Maßnahmen, die Menschenaufläufe unterbinden sollen, wollen die Betreiber von Shopping-Centern wieder ihre Tore öffnen. Die von der Regierung getroffenen Maßnahmen wären richtig, doch das Volk will arbeiten und konsumieren.

Jorge Mendelzon, Präsident der Kammer der Shopping-Center-Betreiber, erklärte, dass es die Reaktivierung der Wirtschaft nicht aufschiebbar sei, da die Menschen arbeiten müssen und wollen. Shoppingcenter haben viele Arbeitsplätze, die derzeit unbesetzt sind. Mendelzon beglückwünschte die Regierung für ihre schnellen und opportune Entscheidungen um die Ausbreitung des Virus in Paraguay einzudämmen, was sich in der geringen Zahl der Infizierten im Vergleich zu Nachbarländern widerspiegelt. Dennoch sind 45 Tage lang und für Arbeitnehmer und Arbeitgeber wird es nun Zeit wieder wieder aktiv zu werden. Obwohl Mendelzon die intelligente Quarantäne für gut heißt, würde er es gut finden, nicht bis zum 15. Juni warten zu müssen.

Um dies umsetzbar zu machen, sollen Tische und Stühle sowie Bänke aus dem Shopping-Centern entfernt werden, damit sich nicht zu viele Menschen an einem Ort zusammenfinden. Die Restaurants im Essbereich der Einkaufszentren dürfen öffnen, aber nur Essen zum Mitnehmen anbieten. In Paraguay würden rund 30.000 Menschen von den Löhnen in Shopping-Centern abhängig sein.

Jorge Mendelzon Libster, verheiratet mit der ältesten Tochter von Aldo Zuccolillo (†), Maria Adelaida, ist Administrator des Shopping Mariscal und Mariano und zudem ein großer Aktionär (13,61%) der Banco Atlas, ebenfalls im in den Händen der Familie Zuccolillo.

Wochenblatt / La Nación

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2 Kommentare zu “Shoppingcenter wollen schon vor dem 15. Juni öffnen

  1. Harald Glööckler

    Au ja. Eine Milliarde US$ Staatsanleihen für Bonis der Amigos können endlich auch ausgegeben werden. Viele Bürger haben keinen Job mehr. Denen wird es egal sein, ob die Tschoppings wieder öffnen. Haben ein oder zwei andere Probleme zwischenzeitlich.

  2. Wenn man sich diese Shoppings anschaut, dann ist doch ausser in der Fresszone nirgens was los. Das will dieser Herr ja unterbinden durch Beseitigung der Sitzmoeglichkeiten. Dann kann er doch gleich geschlossen halten. In den USA gibt es heute schon abgesehen von der Krise jede Menge dieser Einkaufstempel die leer stehen und vergammeln. Das Geschaeftskonzept ist auch hier bald ueberholt oder ist es schon.