Paraguayisches Rindfleisch erneut auf dem Vormarsch

Asunción: Die Maul- und Klauenseuche aus dem Vorjahr ist überstanden. Das Vertrauen in paraguayisches Rindfleisch kam in diesem Jahr bei immerhin 20 Nationen zurück. Einer der wichtigsten Märkte, der von Chile, summiert sich dazu wenn die Überprüfungsarbeiten der heute angekommenen Sachverständigen zufriedenstellend enden.

Im September 2011 wurde auf einer Estancia in San Pedro Tiere gemeldet, die die Krankheit in sich trugen. Das verspätete Impfen der Tiere, so wurde es offiziell gemeldet, war Grund für den Ausbruch der Seuche. Innerhalb von Stunden wurde der komplette Export eingestellt und Schiffe die bereits auf dem Weg nach Russland waren kamen wieder mit der Ladung zurück.

Jetzt in 2012 ist die Branche sehr zufrieden, dass es wieder bergauf geht. Russland, welches seit kurzem auch wieder frisches Fleisch einkauft nahm in diesem Jahr fast 94.670 t Rindfleisch in Paraguay ab. Auf Platz zwei jedoch weit abgeschlagen mit 14.600 t liegt Brasilien. Angola, Kasachstan, Hong Kong und Israel werden ebenso mit kleineren Mengen auf der Liste geführt.

Aber auch Perú, die Türkei, die holländischen Antillen, der Kosovo, der Libanon, Albanien, Aruba, Liberia, Mozambique, Sierra Leone, Gambia, Moldawien, Bahrein, Saudi Arabien und Palästina kaufen wieder paraguayisches Rindfleisch ein.

Da die proteinreiche Fracht nun nicht mehr über den Paraguayfluss abtransportiert werden kann muss das Fleisch in Kühlcontainern auf terrestrischem Weg nach Buenos Aires (Argentinien) oder Santos (Brasilien) gebracht werden, was ein deutliches Plus für die Frachtkosten bedeutet. In der letzten Woche konnten glücklicherweise noch 500 t Rindfleisch über den Hafen in Pilar das Land in Richtung Buenos Aires verlassen.

(Wochenblatt / Última Hora)

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1 Kommentar zu “Paraguayisches Rindfleisch erneut auf dem Vormarsch

  1. Es vergeht keine Woche in der nicht ein Frigo in Paraguay „FÜR“ die SENACSA Rinder mit Maul- und Klauenseuche „entsorgen“ muß. Dies bedeutet, die Zungen werden im besten Fall entsorgt, meißt nur die verdächtige Stelle herausgeschnitten und dann „entsorgt“ der nationale Markt das restliche Fleisch.

    Die Seuche hatte PY noch nie im Griff und wird sie auch nicht in den Griff bekommen. Erstens wird oft nur auf dem Papier geimpft, zweitens wirkt der Impfstoff nicht wie behauptet (es gibt verschiedene Stämme, daher auch kein Aftosa-freies Brasilien, trotz Impfung) und drittens weil die Korruption nun mal in PY jede „buena práctica“ und „transitabilità“ ad absurdum führt.

    Trotzdem können wir uns über jeden Tag freuen, bei dem die SENACSA es schafft, die Wahrheit zu vertuschen. Doch ist es nicht hinnehmbar, daß der nationale Markt die Schei*e fressen soll (auch wenn relativ ungefährlich für den Menschen). Auch sollte jedem klar sein, daß es eben nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Aftosa-Bombe hochgeht.

    Zu Chile kann ich nur sagen – das dauert noch, denn PY wird weder den geforderten Chip einführen, noch die anderen „garantierten“ Auflagen nachweisen können…